Ist die Hartberger Innenstadt noch attraktiv?
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@oststeirer
Ist die Hartberger Innenstadt noch attraktiv?

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Messbar gefühlt
Mein Kommentar in der “Kleinen Zeitung”, Ausgabe Oststeier, vom 18. Februar 2014
Meist ist es ja so, dass gefühlte Umstände gegenüber messbaren Tatsachen ins Hintertreffen geraten. Der Rasenmäher des Nachbarn mag beispielsweise zwar gefühlt die Nachmittagsruhe stören, liegt aber wahrscheinlich messbar innerhalb der erlaubten Lärmgrenze. Andere wiederum fühlen sich womöglich vom Chef genervt, aber messbar wird da nichts zu holen sein.
Seit Kurzem legt der sogenannte Pendlerrechner des Finanzministeriums verbindlich fest, wann einem Arbeitnehmer eine Pendlerpauschale zusteht. Ist ein öffentliches Verkehrsmittel für den Arbeitsweg nicht zumutbar, gibt es das „Große Pendlerpauschale“. Der im Internet verfügbare Rechner steht dennoch in der Kritik, weil er zeitweilig seltsame Anreiserouten ausspucken soll.
In der Oststeiermark schafft er allerdings das Kunststück, die Grenze zwischen gefühlt und messbar aufzuheben. Erschienen nämlich bisher vielen die öffentlichen Verkehrsverbindungen in der Region abseits der Hauptverkehrsrouten als unzumutbar, so bekommen sie nun oft durch den Rechner Recht.
Manche vermuten einen Programmfehler. Der allerdings gefühlt schon vor dem Pendlerrechner da war.
Noch immer eine starke Nummer!
A ten-dimensional theory of gravity makes the same predictions as standard quantum physics in fewer dimensions.

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Transport der Rotorflügel für den Windpark Pongratzer Kogel
Auf dem Pongratzer Kogel (neben dem Masenberg) im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld wird derzeit in 1248 Metern Seehöhe der Windpark der Firma 'Ecowind' errichtet. Der Transport der Rotorblätter auf den Berg erfolgt mit einem Spezialfahrzeug, welches das einzelne Rotorblatt um bis zu 60 Grad aufstellen kann, um damit leichter durch enge Kurven zu kommen.
Intensiver Zugang
Der Hartberger Kosmetikhersteller „Ringana“ bekräftigte jüngst seine Treue zum Standort Hartberg. Die Sympathien sind durchaus gegenseitig, wie ein Zitat des Hartberger Bürgermeisters Karl Pack aus dem Jahr 2011 zeigt: „Die Hartberger VP hat einen intensiven Zugang zu Ringana.“ Pack hielt sogar im Wahlkampf 2010 für die Firma den Kopf hin, als die Stadt für „Ringana“ die umstrittene „Gläserne Fabrik“ beim Schloss errichten wollte. Auf der anderen Seite gibt es Betriebe, wie den Abfallentsorger WSA, der sich von der Stadt nicht so verhätschelt fühlt und absiedeln will (die Kleine Zeitung berichtete). "Ringana“ will heuer auf 70 Mitarbeiter aufstocken. WSA will mit 40 Arbeitsplätzen abziehen. Bleiben im Saldo 30 Arbeitsplätze über – nur, weil vielleicht jemand nicht so „intensiven Zugang“ hat?
Fundament für ein Windrad am Pongratzer Kogel bei Puchegg
Der momentane Eingriff in die Landschaft durch den Bau des Windparks unterhalb des Masenbergs wirkt erschreckend.
Kommentar zum Interessenskonflikt Ökoenergie und Landschaftsschutz
Ob Kleinwasserkraftwerk oder Windpark, dass der ökologischen Erzeugung von Energie nicht unbedingt ökologische Schritte vorangehen müssen, wird an manchen Beispielen deutlich. Der momentane Eingriff in die Landschaft durch den Bau des Windparks unterhalb des Masenbergs wirkt jedenfalls erschreckend. Dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld steht bereits die nächste Baustelle mit einer ähnlich gelagerten Frage ins Haus. An der Schwarzen Lafnitz in St. Lorenzen am Wechsel soll ein kleines Wasserkraftwerk entstehen. Auch hier gibt es Gegner, welche die angepeilte Kraftwerksleistung von 700 Kilowatt – wesentlich weniger als beispielsweise am Pongratzer Kogel – dem Eingriff in die Natur gegenüberstellen. Der Interessenskonflikt wird bestehen bleiben. Noch wurde keine Energiequelle gefunden, die beiden Anforderungen entspricht.
Sie erreichen den Autor unter [email protected]
Das Rogner-Bad Blumau hat seinen Hofnarren: Eine Jury kürte den 27-jährigen Burgenländer Stefan Venus, der auf seinem Saiteninstrument, mit einem bunten Umhang und mit viel Humor überzeugte.

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Mein Kommentar in der Kleinen Zeitung zur Schließung des "Tridonic"-Werks in Fürstenfeld, bei der 102 Arbeitnehmer ihre Anstellung verlieren:
Mehr Hilfe
Dass die Vorschaltgeräte, die im "Tridonic"-Werk in Fürstenfeld produziert werden, eine auslaufende Technologie sind, wusste man seit Jahren. Leuchtstoffröhren werden als Beleuchtungskörper durch Leuchtdioden (LED) abgelöst, die noch energieeffizienter arbeiten. Die Europäische Union, immer auf der Suche danach, wo sich noch ein paar Watt einsparen lassen, verbietet die in Fürstenfeld hergestellten Transformatoren ab 2017. Das ist allerdings schon seit mehr als zwei Jahren bekannt.
Es wäre also genug Zeit gewesen, sich Alternativen für den Standort zu überlegen. Und es wurde sogar versucht, indem die LED-Technik des Konzerns auch im Fürstenfelder Werk etabliert wurde. Doch dabei blieb man immer ein Anhängsel des Werks in Jennersdorf.
Die Konsequenzen müssen nun die knapp über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei "Tridonic" in Fürstenfeld ausbaden. Auch wenn ein Sozialplan verhandelt wird und den Beschäftigten gestern sogar Bewerbungstraining angeboten wurde - wo sollen sich die langjährig in der Firma Beschäftigten, die auch einen entsprechenden Altersschnitt haben, in der Region denn bewerben? Es wird mehr Hilfe nötig sein.
Sie erreichen den Autor unter
Die Mitarbeiter sind über die Schließung des "Tridonic"-Werks bestürzt.
Heute am Hartberger Bäckerwiesenweg,vor dem Bürofenster. Der Konzentration nicht zuträglich.