Mein Kommentar in der Kleinen Zeitung zur Schließung des "Tridonic"-Werks in Fürstenfeld, bei der 102 Arbeitnehmer ihre Anstellung verlieren:
Dass die Vorschaltgeräte, die im "Tridonic"-Werk in Fürstenfeld produziert werden, eine auslaufende Technologie sind, wusste man seit Jahren. Leuchtstoffröhren werden als Beleuchtungskörper durch Leuchtdioden (LED) abgelöst, die noch energieeffizienter arbeiten. Die Europäische Union, immer auf der Suche danach, wo sich noch ein paar Watt einsparen lassen, verbietet die in Fürstenfeld hergestellten Transformatoren ab 2017. Das ist allerdings schon seit mehr als zwei Jahren bekannt.
Es wäre also genug Zeit gewesen, sich Alternativen für den Standort zu überlegen. Und es wurde sogar versucht, indem die LED-Technik des Konzerns auch im Fürstenfelder Werk etabliert wurde. Doch dabei blieb man immer ein Anhängsel des Werks in Jennersdorf.
Die Konsequenzen müssen nun die knapp über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei "Tridonic" in Fürstenfeld ausbaden. Auch wenn ein Sozialplan verhandelt wird und den Beschäftigten gestern sogar Bewerbungstraining angeboten wurde - wo sollen sich die langjährig in der Firma Beschäftigten, die auch einen entsprechenden Altersschnitt haben, in der Region denn bewerben? Es wird mehr Hilfe nötig sein.
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