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Neulich war ich im Zirkus. Das letzte Mal ist schon so lange her gewesen, dass ich richtig aufgeregt war! Und mit einigen Ausnahmen war es auch wirklich spektakulär. Und das Schöne am Zirkus ist die Stimmung, die sie kreieren. Von dem besonderen Moment. Alles glitzert, alle tragen den Sonntagsanzug, essen Popcorn und lachen über die Showeinlagen der Clowns. Das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, waren die Tiernummern. Ansonsten finde ich, dass die bunte, glamouröse Welt des Zirkus auch heute nichts von ihrem Charme verloren hat!
Das Wort zum Sonntag …
Das gesamte Semester über habe ich verstärkt auf meine Umwelt geachtet. Darauf welche Dinge wann und wo und wie farbig sind. Was Farben in mir auslösen. Was sie mir bedeuten. Wie sie uns beeinflussen. Und mir ist bewusst geworden, dass ich Farben, ebenso wie Musik, dazu nutze, meine Stimmungen auszugleichen, oder mich in ihnen wohlzufühlen. Wenn ich müde bin, oder gestresst, dann neige ich dazu mich mit dunklen Farben zu umgeben, Farben, die mich einhüllen. In denen ich mich geborgen und gestärkt fühle. Wenn ich gut drauf bin dürfen es auch auffälligere Farben sein, Stoffe und Schnitte, die meine gute Laune ausdrücken. Manchmal wähle ich diese aber auch, wenn meine Stimmung nicht so gut ist, als Ausgleich. Ein gutes Beispiel ist hier auch meine Wandgestaltung. Ich bin im Oktober umgezogen und habe mich für einen Grünton im Wohnzimmer entschieden. Er hieß Teaparty, oder so ähnlich. Für mich eigentlich ganz klar ein 70iger Jahre Grün. Immer frisch und motivierend. In Kombination mit braunen Holzmöbeln eine sehr natürliche, unaufdringliche Farbe. Daher passt sie immer gut zu meinen Stimmungen. Also zurück zu den Farben um uns herum. Irgendwie beeinflussen sie uns doch immer. Tragen zu Stimmungen bei, beeinflussen unser Kaufverhalten, oder verschönern einfach unsere Umwelt. Da ich eigentlich immer in Eile bin, und wenig auf meine Umgebung achte, war dieser Kurs für mich eine Möglichkeit vermehrt mein Umfeld bewusster zu betrachten. Und gerade als Designer ist so wichtig um die Wirkung der Farben zu wissen, da sie unsere Arbeit auf die ein oder andere Weise beeinflussen, unterstützen oder behindern können. Um noch einmal auf Goethes Zitat "Wär nicht das Auge sonnenhaft, wie könnten wir das Licht erblicken? Lebt’ nicht in uns des Gottes eigne Kraft, wie könnt Göttliches uns entzücken?" zurückzukommen. Wenn wir selbst als Künstler und Designer nicht offen sind für die Einflüsse unserer Umgebung, die Reize, von denen wir tagtäglich umgeben sind, wie sollen wir denn das Beste aus unserer Arbeit rausholen? Denn nur, wer Gottes eigne Kraft, die Kraft (schöne) Dinge zu schaffen besitzt, kann diese nur wahrnehmen. Ich hoffe es hat euch genau so viel Spaß gemacht wie mir die Welt in all ihren bunten Facetten bewusst wahrzunehmen.
Farbnamen
Sag mir, wie du Farben benennst, und ich sage dir, was du beruflich machst – oder eben nicht. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass Designer, Künstler, Maler und vielleicht auch Physiker sehr viel mehr Farbnuancen unterscheiden als beispielsweise ein Bänker, oder ein Schlosser. Diese These stelle ich hier so in den Raum, möchte aber niemanden damit schlechter machen, als er ist, alles, was ich sagen möchte, ist, dass Berufe, oder Passionen, die sich mit Farbe, und ihrer Entstehung oder Wahrnehmung beschäftigen, sehr viel mehr Nuancen unterscheiden. Das möchte ich an einem Beispiel belegen. Neulich fragte mich jemand, was meine Lieblingsfarbe sei. Das finde ich an sich schon sehr schwierig, da ich je nach Stimmung eher zu der Einen oder der Anderen tendiere. Aber darum geht es jetzt nicht. Ich überlegte also, welche Farbe momentan meiner Stimmung entsprach und sagte „Grün“. Darauf kam dann die Frage „hell oder dunkel?“ zurück. Aber so einfach ist das nicht. Mal ist es eher ein Patinagrün, oder ein helles lindgrün. An Tagen, an denen meine Stimmung nicht so gut ist eher ein Moosgrün. Oder Petrol. Oder dann auch ein dunkles Anthrazit. Daraufhin wurde ich mit einem Kopfschütteln bedacht. Die Farben waren ihm gänzlich unbekannt. Grün ist eben hell oder dunkel. Auf ähnliches Unverständnis bin ich früher immer gestoßen, wenn sich Leute nach meiner Naturhaarfarbe erkundigt haben. Ich sagte dann immer Aschblond. Mit einem Lachen kam stets die Frage „Arschblond?“ zurück? Nach einigen dämlichen Gesprächen habe ich begonnen auf die Frage mit „Straßenköterblond“ zu antworten, was die meisten Leute zwar eher verstehen, die Farbe aber weniger gut beschreibt, meiner Meinung nach.
IKB 191 – International Klein Blue

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Nachtrag zu Klein vs. Bill Dieses Schild versinnbildlicht fĂĽr mich Bills kĂĽnstlerischen Ansatz. Ordnung und Struktur.
#meineersteeigenetomate ist endlich #rot <3 #love #urbangardening #wundertomate #lecker
Wär nicht das Auge sonnenhaft, Wie könnten wir das Licht erblicken? Lebt' nicht in uns des Gottes eigne Kraft, Wie könnt Göttliches uns entzücken?
Johann Wolfgang von Goethe
Klein vs. Bill
Klein vs. Bill Yves Klein war ein französischer Maler, Bildhauer und Performancekünstler. Außerdem Mitbegründer und führender Künstler der Nouveau Réalisme Bewegung. Yves Klein gilt als Avantgarde-Künstler und als Vorläufer der Popart. Zu Lebzeiten versuchte er den perfekten, strahlenden Ultramarin Farbton zu finden, und experimentiere bis er sich schließlich das perfekte Ultramarin fand und patentieren ließ. IKB 191 – International Klein Blue. Er arbeitete hauptsächlich mit drei Farben: Ultramarin, Gold und Sonne. Inspiration hierfür sollen die Fresken in Assisi gewesen sein. Die Farben wählte er, da dort Gold für die Sonne, Ultramarin für die Mutter Gottes und Rosa für das Jesusbaby verwendet wurden. Max Bill war ein Schweizer Architekt, Künstler und Designer, Vertreter der Zürcher Schule der Konkreten. Außerdem war er Bauhauslehrer. Er wurde durch sein absolutes Augenmaß bekannt, und häufig lässt sich seine Kunst durch mathematische Formeln erklären. Bill war ein Kopfmensch und Generalist, stets der Vernunft folgend. Alles möglichst ordentlich und strukturiert. Erklärbar. Yves Klein hingegen, war ein Herzmensch und ein Spezialist. Ihm waren Emotionen wichtiger als die Vernunft. Seine Anthropometrie glich einer spirituellen Erfahrung. Doch wie stehe ich zu den beiden Künstlern? Wem fühle ich mich verbundener? Diese Frage kann ich nicht eindeutig beantworten. Denn, ich muss es mir eingestehen, in meinem Leben würde ich eher Max Bill zustimmen. Ich liebe Regeln. Ich weiß gerne, was von mir erwartet wird, was ich in dieser oder jener Situation darf, und was nicht. Ich mag Ordnung und Sauberkeit. Ich sortiere meine Bücher beispielsweise nach Genre und innerhalb der Genre alphabetisch. Und wenn da ein Buch herausfällt, merke ich es sofort. Ich hasse Eselsohren in Büchern. Oder gebrochene Buchrücken. Ich liebe es Fenster zu putzen, und freue mich jedes mal darauf. Und ich mache wirklich gerne Listen. Einkaufslisten. To-Do-Listen. Stundenpläne. Wochenpläne. Monatspläne. In der Kunst hingegen finde ich die Moderne kalt und abweisend. Geometrische Formen, oder abstrakte Farbflächen sprechen mich nicht an. Mir gefallen Bilder, die mich beim betrachten packen und emotional berühren. Häufig sind das religiöse, oder esoterische Motive. Oder Naturbilder, die versuchen den Moment einzufangen. Daher ist meine Antwort auf die Frage, welchem Künstler ich mich näher fühle, eindeutig zweideutig! Und ob ich mich eher als Generalist, oder als Spezialist sehe, finde ich auch eher schwierig zu beantworten. In meinem Studium, Kommunikationsdesign, und auch danach, im Job, wird erwartet, das man alles kann. Professionell fotografieren, genauso wie Feintypografie oder Illustrationen. Von A – Z muss man alles beherrschen, wenn man sich auf einen Bereich spezialisiert, ist es daher auch viel schwieriger, einen Job zu finden. Aber abgesehen davon, weiß ich auch einfach nicht, was mir am besten liegt? Diese Anforderungen, alles zu beherrschen, sind auf eine gewisse Art und Weise auch befreiend, man muss selbst nicht mehr wählen, weil man eh alles können muss. Schwerpunkte würde ich aber dennoch setzen. Im Druck. Ich liebe Papier. Ich liebe Bücher und Magazine. Ich drucke mir meine Texte noch aus, um sie zu lesen. Ich kaufe noch Zeitschriften und Bücher. Also definitiv im Editorialbereich, aber ich illustriere auch gerne, oder tobe mich grafisch aus. Also auch hier keine Eindeutige Antwort. Aber manchmal ist ein JEIN die konkreteste Antwort.
Schöne Pfingsten! #spring #blossom #pfingstrosen #pfingstrosenduftensowunderbar #love

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Das ist nochmals ein gutes Beispiel, wie die Prägnanzdimensionen ihre Anwendung finden. Der Biosupermarkt denn's und der Discounter Penny.
Ersterer möchte ganz klar Frische symbolisieren. Hier gibt es Gesundes, Grünes, kurz viel Frisches, Sattes.
Wohingegen das Pennyschild durch die Farbwahl einfach nach Aufmerksamkeit schreit. Rotes Schild, weiĂźe Schrift und fĂĽr alle, die es dann immer noch nicht verstanden haben, noch den gelben Punkt.
Hierher! Hier! Wichtig! Toll! Schreit es uns förmlich an.
Bunt ist meine Lieblingsfarbe
Walter Gropius
#homeiswhereyourheartis #love #pfingstrosen #peony #
Strahlkraft
Kaltes klares Wasser.

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Sattes, frisches GrĂĽn. Mojito.
Das kleine Rot. Wachstum. Leuchtend. Kraftvoll.