Das MeinProf-Hochschulranking 2013
Am 31. Dezember 2013 war Stichtag für das neue Hochschulranking auf MeinProf.de: Bis zu diesem Tag gaben Studierende 434.454 Bewertungen für die Lehrveranstaltungen ihrer Dozenten ab. Aus diesen Votings errechnen wir unser jährliches Hochschulranking. Die Optimierung unserer Methodik ermöglicht die Errechnung einer valideren Durchschnittsnote für die Hochschulen als früher. Außerdem publizieren wir aus den eingegangenen Bewertungen ein Hochschulranking, das sich ausschließlich auf ein einziges der Bewertungskriterien bezieht: ›Verständlichkeit‹ ist 2013 das Bewertungskriterium, dem wir ein eigenes Ranking widmen.
Das Hochschulranking: die Methodik
Um zu einer Durchschnittsnote für die Hochschule zu gelangen, gewichten wir alle Bewertungen aus 2013 gegen die Bewertungen von 2012 und diese wiederum gegen alle Bewertungen, die zwischen 2005 – dem Beginn von MeinProf.de – und 2011 abgegeben wurden. Damit gewährleisten wir, dass nicht zahlreiche Bewertungen aus früheren Jahren einen zu starken positiven oder negativen Einfluss auf die Durchschnittswertung nehmen: eine angemessene Darstellung des aktuellen Bilds der Studierenden von ihrer Hochschule ist damit sichergestellt.
In das Hochschulranking werden nur Hochschulen mit insgesamt mindestens 1.000 Bewertungen einbezogen. Nur so kann die Durchschnittsnote die Meinung aller Studierenden repräsentieren. Zusätzlich muss auch im aktuellen Rankingjahr 2013 eine Mindestanzahl abgegebener Bewertungen vorliegen.
Das Hochschulranking: die Interpretation
»Hochschule Aschaffenburg, die Studenten lieben dich!« titelte Spiegel Online im vergangenen Jahr in einem Artikel über das Hochschulranking von MeinProf.de. Diese Aussage gilt auch im diesjährigen Hochschulranking: Die Studenten geben der Hochschule Aschaffenburg wieder sehr gute Bewertungen. Trotz einer etwas schlechteren Durchschnittsnote als im Vorjahr – 4,263 statt 4,295 im Hochschulranking 2012 – ist die bayerische Hochschule unbesttritten auf dem ersten Platz. Direkt dahinter rangiert ein Neueinsteiger, der es gleich auf den zweiten Platz geschafft hat: Die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim. Ebenfalls ein im letzten Hochschulranking nicht Platzierter, grundsätzlich jedoch ein Flagschiff in der Hochschullandschaft, belegt Platz drei: Die RWTH Aachen schafft in diesem Jahr den Wiedereinstieg ins Hochschulranking von MeinProf.de.
Neu ins Ranking eingestiegen sind außerdem die TU Dresden auf Platz sechs, die Hochschule Zittau-Görlitz auf Platz acht und die TH Nürnberg auf dem zehnten Platz. Die Universitäten Gießen (Platz vier) und Köln (fünf) waren beide schon im Hochschulranking 2012, haben sich aber um einen (Uni Gießen) beziehungsweise um drei Ränge (Uni Köln) verschlechtert. Drei Ränge büßt außerdem die HAW Landshut ein im Vergleich zum Vorjahr – sie ist jetzt auf Platz sieben –, ganze vier Plätze gibt die HS Koblenz her, um sich im Hochschulranking 2013 Rang neun zu sichern.
Damit besteht das Hochschulranking genau zur Hälfte aus Hochschulen, die im letzten Hochschulranking von MeinProf.de bereits platziert waren, zur Hälfte aber auch aus Neu- und Wiedereinsteigern.
Nach wie vor bestätigt sich der Trend, dass vor allem Hochschulen im Westen und Süden Deutschlands beliebt sind, während nur zwei Hochschulen aus den Top Ten im Osten angesiedelt sind.
Das Hochschulranking nach Verständlichkeit der Lehre
Bewertungen werden auf MeinProf.de in verschiedenen Kategorien abgegeben: Fairness, Unterstützung, Material, Verständlichkeit, Spaß und Interesse bewerten die Studierenden jeweils mit Hilfe einer fünfstufigen Skala. Im letzten Jahr wurde erstmals ein Bewertungskriterium gesondert ausgewertet: Das Materialranking 2012 zeigt die zehn Hochschulen, an denen die Studierenden am zufriedensten waren mit ihren Skripten, Vorlesungsfolien oder Büchern.
Welches Kriterium ergänzt das Hochschulranking 2013 von MeinProf.de?
Die studentischen Bewerter auf MeinProf.de konnten über das Kriterium, das sie im Hochschulranking 2013 am liebsten berücksichtigt sehen, abstimmen. Am häufigsten nannten die Studierenden die Kriterien ›Fairness‹ und ›Verständlichkeit‹. Das Ergebnis der Mehrfachauswahl war knapp: Mit nur 0,66 Prozentpunkten Vorsprung haben sich aber die meisten für Verständlichkeit entschieden. Deshalb rankt das zweite Hochschulranking 2013 von MeinProf.de die Verständlichkeit der Lehre.
Das Hochschulranking nach Verständlichkeit: die Methodik
Die Methodik beim Hochschulranking nach Verständlichkeit unterscheidet sich von der Methodik des allgemeinen Hochschulrankings in Folgendem: Auswertungsbasis waren nur die Bewertungen nach Verständlichkeit. Damit ist die Durchschnittsnote für die Hochschule nur auf die Verständlichkeit der Lehre bezogen: Wie klar und verständlich wird der Stoff vermittelt? Kann man dem Dozenten gut folgen und geht er auch auf Fragen der Studierenden ein?
Wie im allgemeinen Hochschulranking auch wurden alle Bewertungen nach Jahren gewichtet, um eine aktuelle Durchschnittswertung zu erhalten, die Mindestanzahl an abgegebenen Bewertungen war hier ebenfalls Voraussetzung.
Das Hochschulranking nach Verständlichkeit der Lehre: die Interpretation
Auf den ersten beiden Plätzen tauschen die HS Aschaffenburg und die DHBW Mannheim ihre Plätze: Die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim hat die meisten und zufriedensten Studenten, die ihren Dozenten auf MeinProf.de Bestnoten für die Verständlichkeit gegeben haben. Daraus resultiert eine Durchschnittswertung von 4,3294. Gleich dahinter folgt die Hochschule Aschaffenburg mit einer immer noch exzellenten 4,2536. Auf dem dritten Rang folgt die FH Kiel. Zusammen mit der Uni Kassel auf Platz acht ist sie die einzige Hochschule, die sich über das Ranking nach Verständlichkeit der Lehre einen Platz unter den Top-Hochschulen 2013 sichern konnte. Alle anderen Hochschulen sind schon aus dem allgemeinen Hochschulranking bekannt: Die RWTH Aachen auf dem vierten Platz gibt einen Platz her, genauso wie die Uni Gießen auf dem fünften Platz und die Uni Köln auf Platz sechs. Die HS Zittau-Görlitz dagegen kann einen Platz gut machen und sichert sich somit Rang sieben. Die HS Koblenz kann ihren Hochschulrankingplatz neun halten, die TU Dresden gibt vier Ränge ab, zählt damit aber immer noch zu Deutschlands zehn besten Hochschulen nach Verständlichkeit der Lehre.
Das Ost-West- und Nord-Süd-Gefälle ändert sich nur geringfügig durch die FH Kiel, die zur Leuchtturmhochschule im Norden Deutschlands wird. Aus dem Osten der Republik stechen – wie im allgemeinen Hochschulranking auch – die Hochschule in Zittau-Görlitz und die Technische Universität Dresden heraus.
Mit der RWTH Aachen, der TU Dresden und der Uni Gießen sind drei Universitäten im Hochschulranking, die im Rahmen der Exzellenzinitiative der Bundesrepublik in den letzten Jahren staatlich gefördert wurden – vielleicht auch ein Grund, wieso die Studenten hier zufrieden mit der ihnen dargebotenen Lehre sind.
Das gesamte Team von MeinProf gratuliert allen Hochschulen herzlich zu ihren tollen Bewertungen!