Diese Hochschulen lehren hervorragend MINT
Zehn Hochschulen zeichnet MeinProf.de auch in diesem Frühling wieder für ihre hervorragende MINT-Lehre aus. MINT10, die neueste Auswertung der Evaluationsplattform, spiegelt ausschließlich Bewertungen in den MINT-Fächern, kommt ohne Rangfolge aus und legt die größte Gewichtung auf aktuelle Bewertungen.
In der großen Gruppe der MINT-Studierenden – 40 Prozent der Studienanfänger entscheiden sich für einen Studiengang aus einem der Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Ingenieurwissenschaften/Technik – gibt es hohe Abbrecherquoten. Nur 52 Prozent der Studierenden, die sich an einer Universität in einer Ingenieurwissenschaft eingeschrieben haben, verlassen die Hochschule mit einem akademischen Abschluss. Gerade deshalb ist im MINT-Bereich eine hervorragende Lehre von elementarer Bedeutung.
Oder, Herr Prof. Dr. Müller-Steinhagen, Rektor der MINT10-Hochschule TU Dresden?
»Gute Lehre ist eine wichtige Voraussetzung für den Studienerfolg. Gerade in den so genannten MINT-Fächern steht und fällt die Wissensvermittlung mit der Qualität der Lehrveranstaltungen. Lehrende müssen die Kunst beherrschen, wissenschaftliche Sachverhalte didaktisch so aufzubereiten, dass Studierende Spaß am Lernen haben und sich trotz hoher Anforderungen gern der Herausforderung stellen, schwierige wissenschaftliche Phänomene zu durchdringen und aktuelle Fragestellungen zu lösen.«
Wie wichtig die Qualität der Lehre für die Studierenden ist, zeigt, dass 43 Prozent aller Bewertungen auf MeinProf.de in einer MINT-Veranstaltung abgegeben werden. Woher wir das wissen? Jeder Dozent auf MeinProf.de muss einem Schwerpunkt zugeordnet werden. Diese Schwerpunkte sind etwa Geistes- oder Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Ingenieurwissenschaften. Da jede Bewertung automatisch einem Dozenten zugeordnet ist, können wir ganz leicht alle Bewertungen nach Schwerpunkten filtern. Übrigens: Verglichen mit der Studienanfängerquote bewerten MINT-Studierende ihre Lehrveranstaltungen überdurchschnittlich häufig. Der Großteil der Bewertungen kommt aus den ingenieurwissenschaftlichen Fachbereichen – fast 45 Prozent der MINT-Bewertungen entfallen auf technische Studiengänge.
190.100 Bewertungen berücksichtigt die aktuelle Auswertung. Gegenüber dem allgemeinen Hochschulranking, das im Februar veröffentlicht wurde, gibt es zwei Unterschiede: Zur Ermittlung der am besten bewerteten Hochschulen werden auch für die MINT10 Durchschnittswerte für die Hochschule gebildet. Wir verzichten aber bewusst auf die Veröffentlichung einer Rangfolge unter den MINT10-Hochschulen. Warum? Eine Rangfolge vermittelt generell qualitative Abstufungen unter den Hochschulen: Die Hochschule auf Platz zwei wäre also besser als die Hochschule auf Platz sechs. Da die Unterschiede in der MINT10-Auswertung tatsächlich oft im Nachkommastellenbereich liegen, ist eine echte Rangordnung nicht auszumachen. Und weil es gerade in den MINT-Fächern schwierig ist, eine hervorragende Lehre zu bieten, haben die zehn MINT10-Hochschulen deshalb alle die gleiche Anerkennung verdient.
Der zweite Unterschied zum allgemeinen Hochschulranking betrifft die Errechnung der Durchschnittswertung. Diese wird zwar nicht veröffentlicht, selbstverständlich aber von uns errechnet, um die besten Zehn zu ermitteln. Da die MINT-Fächer mit dem technischen Fortschritt unserer Zeit so eng verzahnt sind, legen wir noch größeren Wert auf die Aktualität der Bewertungen. Alle Bewertungen aus 2013 werden zusätzlich mit den Bewertungen der Vorjahre verrechnet, aber je älter die Bewertungen sind, umso weniger fallen sie ins Gewicht. Aus diesem Grund kann sich in den MINT10-Hochschulen innerhalb eines Jahres mächtig was tun. Dennoch weisen die aktuellen MINT10 drei Titelverteidiger vor: die Uni Kassel, das KIT und die Uni Gießen. Das KIT gehört in eine weitere Dreiergruppe: Zusammen mit der TU Dresden und der RWTH Aachen sind diese Universitäten Mitglieder der TU9, einem Zusammenschluss führender Technischer Universitäten.
Das Ziel allgemein von MeinProf.de und besonders von MINT10 ist es, Abiturienten, die ein MINT-Studium beginnen wollen, Orientierung zu bieten. Studierende und Dozenten können sich an ihren Hochschulen über die Qualität der Lehre rückversichern und sie gegebenenfalls verbessern. Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach, Präsident der Technischen Universität Braunschweig, sieht die Vorteile klar auf der Hand:
»MeinProf hat sehr früh die Chancen der sozialen Medien erkannt und für Studierende eine Plattform errichtet, auf der sie ihre Meinung zur Qualität der Lehre äußern können. Für die TU Braunschweig liefern die Ergebnisse wichtige und aufschlussreiche Aussagen darüber, was wir aus der Sicht der Studierenden gut machen, und was wir noch verbessern können«, urteilt er.
Und wieso ist MINT-Kompetenz eigentlich so wichtig für die Wirtschaft? Das kann Thomas Sattelberger, der ehemalige Personalvorstand der Deutschen Telekom und Vorstandsvorsitzende der Bundesinitiative ›MINT Zukunft schaffen‹ beantworten:
»MINT-Bildung soll fundierte MINT-Kompetenz vermitteln, damit junge Menschen die elementaren Vorgänge in Natur und Technik und damit ihr wissenschaftlich-technisch geprägtes Umfeld verstehen und in der Lage sind, die gesellschaftlichen und kulturellen Folgen, Zusammenhänge, Chancen und Risiken beurteilen können. Die Studierenden selbst bescheinigen ihrer MINT10-Hochschule im Hochschulranking von MeinProf.de, dass es hier Lehrende gibt, die ihren Studenten genau diese Kompetenzen vermitteln.«
Bilder:
TUD/Eckold
TU Braunschweig/Gramann
privat