Ein kurzer aber anregender Werbefilm fĂŒr TEDx Basel. Erarbeitet von Benjamin LĂŒthold, Rhoda Berger und Ramona Graf.Â
Weitere Informationen, siehe:Â https://wiki.animation-luzern.ch/index.php?title=2018_Merging_Minds
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In den letzten 2 Wochen unseres âWalking and Waitingâ â Modules im 3D, erhielten wir die Aufgabe, anhand eines Soundfiles, eine Animation zu gestalten. Ein sogenannter Reacting-Shot. AnfĂ€nglich arbeitete ich mit dem Blocking, das bedeutet ich setzte alle Posen die ich haben möchte ohne, dass Maya die Zwischenkeys berechnet. Mit selbst aufgenommenen Referenzen, tastete ich mich an meine Animation.
Hier, mein Ergebnis, nachdem ich die Animation auf Spline gesetzt und gepolisht habe:
FINAL ANIMATION
Die geriggten Figuren sind von der HSLU gekaufte Body Mechanics. Hier der Link, wenn man diese kaufen möchte. Sehr zu empfehlen! https://gumroad.com/l/xhRK
Das 5-Wöchige 3D Modul, mit dem Programm Maya, war sehr intensive. Wir erhielten einen Crashkurs, wie man in Maya animiert und was fĂŒr verschiedene Workflows man ansteuern kann. Unser Dozent war Matthias Lappe, ein freischaffender Animator, der uns streng und kritisch ĂŒber die Schultern blickte. Durch seinen geschulten Blick erhielten wir nĂŒtzliche Feedbacks. Mein eigener Lernfortschritt war immens.
Hier meine Ăbungen in den ersten 3 Woche - Walking and Waiting
Mein Workflow hier war mit Spline, das bedeutet: Maya rechnet die Frames zwischen meinen gesetzten Keyframes.
Referenz fĂŒr meinen nĂ€chsten Walk.
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Ja, die zweite Woche in Maya ist schon durch. Es geht ziemlich schnell. Ich erwische mich oft dabei, dass ich mich im Programm verliere. So vieles zum Ausprobieren!Â
Als âGreenhornâ in Maya stolpere ich, immer mal wieder, ĂŒber Probleme. Ich musste ernĂŒchternd feststellen, dass HĂ€nde verwerfen und Fluchen nicht gerade eine Lösung darstellt.Â
Dieses Programm wird nicht in 3 Wochen erlernt, das steht fest. Aber mit Tutorials auf Youtube, Studenten die NAKUâs (Nachhilfkurse) anbieten und Dozierenden die auch mal ĂŒber die Schulter schauen, erlernt man Maya fortschreitend.
Aktion und Reaktion.
Wie verhÀlt sich ein Gegenstand, was ist seine mögliche Aktion?
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Die erste Woche unseres 3D-Moduls im Studiengang Animation ist schon durch. Momentan muss ich viele neue EindrĂŒcke verarbeiten.
Dieser Eintrag ist etwas knappgehalten, momentan haben ich viel um die Ohren, somit gibt es nur einen kleinen Input ĂŒber Maya.
Wir erhielten Einblick im Programm âMayaâ und eine unserer ersten Aufgaben war, einen Raum zu gestalten. Wir erhielten eine Auswahl von Bauhaus-Bildern, diese nahmen wir als Referenz.
Das âBauenâ des Raumes entwickelte sich ziemlich schnell. Mit den einfachsten Grundformen baute ich meinen Raum zusammen. Das passenden Licht dazu und schon wurde alles sehr dĂŒster. Alles kann man bewegen und verfremden.
Diese erste Woche hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich manchmal am Verzweifeln war. Man lernt nie aus.
Das Silikon liegt bereit, der Zinn ist auf 232°C aufgeheizt und flĂŒssig!
Nun kommen wir zur heissen Angelegenheit.
Eine Frage, woher bekomme ich Zinn? Ganz einfach, kennt ihr diese alten, schönen ZinnkrĂŒge? Oder die Becher? Die, die so schön gemustert sind und so?
Ja, also diese kann man natĂŒrlich einschmelzen, oder man geht ganz einfach zum MetallhĂ€ndler und feilscht etwas rum. Damit diese schönen ZinnkrĂŒge nicht dran glauben mĂŒssen.
Bei mir waren es minderwertige Zinnbecher.
Aufgeheizt haben wir, sehr modern, mit einem Herd und einer Pfanne. Der Heissluftföhn war auch sehr praktisch, man kann sich das wie beim Kerzenziehen vorstellen.
Als das Zinn sich völlig verflĂŒssigt hatte, konnte man mit einem Schöpflöffel Unreinheiten, die oberhalb schwimmen, abschöpfen. (Das Passiert weil das Zinn, das ich genommen habe, mit einer leichten Legierung beschichtet war.)
Ganz langsam und vorsichtig gossen wir mit der Pfanne, das heisse Zinn in die Silikonform.
NatĂŒrlich wieder der Clou hier, es darf nicht zu schnell eingegossen werden und nicht zu langsam. Wenn man zu schnell eingiesst, kann es zu Blasenbildungen fĂŒhren da die Luft nicht genug Zeit hatte zu verflĂŒchtigen und man selbst Gefahr lĂ€uft sich zu verbrennen. Wenn es zu langsam passiert hĂ€rtet das Zinn zu schnell aus und die OberflĂ€che bekommt eine fleckige Struktur.
15 Minuten in der Gussform stehen lassen und dann kann man vorsichtig die Zinnplatte aus der Silikonform StĂŒlpen.
Das AuskĂŒhlen geht ziemlich schnell, ein GlĂŒck fĂŒr mich, hierbei bin ich immer sehr neugierig.
(Im Bild: die Holzplatte neben der Zinnplatte)Â
Das Tolle am Silikonguss, ich kann nun endlos Zinnplatten produzieren.
Zinn ist ein sehr weiches Metall, mit niedrigem Schmelzpunkt. Es lĂ€sst sich bei 232°C schmelzen und kann somit gut ohne Brennoffen verarbeitet werden. NatĂŒrlich sollte man sich trotzdem noch gut schĂŒtzen. Die Verbrennungsgefahr ist nicht zu missachten.
Bevor man Zinn giessen kann, braucht es eine Gussform die diesen Temperaturen standhalten kann. Meine Holzplatte kommt hier sicher nicht infrage, nun, wie wird das gelöst?
Es gibt viele verschiedene Methoden Zinn zu giessen.Â
Um einige Beispiele zu nennen:
Zementsand
Silikon
Feinkörniger Sand (Trocken!)
Holz (Esskastanie)
Gips (Zuvor muss der Gipsform die Feuchtigkeit entzogen werden!)
 FĂŒr meine Gussform verwendete ich Silikon (Silikonkautschuk RTV HB).
Dieses Silikon kann kurzzeitig Temperaturen von bis zu 400°C aushalten und ist sehr einfach zu handhaben. Sehr geeignet fĂŒr Reliefs. Silikon ist ein Zweikomponent der, bei verschiedenen Marken, Abweichungen beim MischverhĂ€ltnis hat. Also immer schön das Etikett lesen! (Ich spreche aus Erfahrung.)
 Nun, bevor ich mit dem Mischen anfing, musste zuerst eine kleine Burg gebaut werden. Damit meine ich einen kleinen Damm, rund um meine Holzplatte. Diese habe ich zusÀtzlich an eine Holzplatte befestigt. (Damit nichts rutscht und nicht zu viel Silikon unter die Holzplatte lÀuft.)
Die fertig durchmischte Silikonmasse verteilte ich gleichmĂ€ssig ĂŒber meine Platte. Nach 24 Stunden aushĂ€rten und zusĂ€tzlichen 3 Stunden in der Mittagssonne, war meine Gussform bereit.
In unserem Studiengang lernen wir nicht einfach nur das Animieren, von uns wird auch abverlangt selbst Charakter zu designen. Im Kurs âArtSkillsâ lernen wir, wie man einen Charakter erstellt und diesen auch wieder verfremdet.
Die Aufgabe war, von einer Geschichte, die wir im Storytellingmodul erarbeitet haben, die Figur zu entwerfen.
Meine Geschichte in kurzen SĂ€tzen:
Es ist Winter. Ein Kind steht im Schnee und sieht den Schneeflocken nach. Es wird aufmerksam auf einen Schneehaufen und springt in diesen rein. Das Kind macht es sich auf dem Haufen bequem, die Auflösung, es liegt zuhause im Sitzsack.
Meine Figur ist also ein Kind, mit dicker Jacke und grossen Schuhen.
Das war also meine Ausgangslage. Nun folgte das Silhouetten Zeichnen und schon diese in der Form zu verĂ€ndern. So entstanden acht verschiedene Umrisse die alle etwas Neues erzĂ€hlen. Es war ĂŒberraschend, wie viel diese einfache Art der Formfindung hilft, einen Charakter zu definieren. Einige waren definitiv Kinder, andere schon eher Teenager. Man kann schon CharakterzĂŒge abschĂ€tzen die zu den einzelnen Charakteren passen könnten.
Ich blieb aber ziemlich bei der ersten Form und arbeitete diese im Detail aus.
Â
Die nÀchste Aufgabe ist nun diese erarbeitete Figur zu Modellieren.
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Die Maske schĂŒtzt und versteckt, indem sie zeigt und offenbart. Das Projekt Maske lĂ€sst mich aufs Unbekannte zugehen, aus Altem Neues schaffen und eigene Kreationen weiterentwickeln. Zuletzt entstehen Masken fĂŒr sich allein, eröffnen neue Inspirationsquellen und lassen sich neu verbergen.
Mit dieser Arbeit habe ich 2015 gestartet und sie bis heute weitergefĂŒhrt.
Ausgangslage war eine Titelseite eines Magazins, welches ich schrittweise mit weisser Gouache ĂŒbermalt habe und eine Serie von verwischten Gesichtern und Masken bildete. Die Maske war Grundlage fĂŒr eine eigene Musterentwicklung.
Da es bei mir oft nicht beim Zeichnen und Malen bleibt entwickelte sich diese Arbeit schnell weiter im Bereich des FigĂŒrlichen. Ich schnitze in eine Holzplatte, 20cm auf 20cm, die Masken heraus. Diese Holzplatte verwendete ich dann fĂŒr den Hoch- und Tiefdruck. Mischte dies wieder mit meinen Ăbermalungen und natĂŒrlich fand ich noch den passenden Mann!
Ihn habe ich auch nur mit weisser Gouache ĂŒbermalt, bei ihm konnte ich noch die geschnitzte Holzplatte einbeziehen.
ZurĂŒck zum FigĂŒrlichen, ich hatte dazumal GlĂŒck, dass ich in diesem Zeitraum bei einem Bildhauer gearbeitet habe. Er brachte mich auf die Idee weiter zu gehen als nur bei der Holzplatte zu bleiben.
So entstand, unter seinem wachsamen Auge die Silikonform, die Zinnplatten und der kleine Teil mit dem Silber Art Clay. (Auf diese werde ich in einen spĂ€teren Post zurĂŒckkommen und genauer erlĂ€utern.)
 Es ist ein Projekt, das mich heute noch âverfolgtâ. NatĂŒrlich im guten Sinne. Ich ziehe aus dieser Arbeit viel Kraft. Mit ihr kann ich sehr gut darstellen wie Schöpferisch man eigentlich ist und wie endlos man es weiterziehen kann.
BLU, ein italienischer Streetart-KĂŒnstler, dessen wahre IdentitĂ€t verborgen bleibt, lebt in Bologna. Er fĂ€llt mit seinen surrealen Charakteren auf, seine Film BLU wurde zum Internet-Hit und ist eines seiner bekanntesten Werke im Bereich Stop-Motion. Seine Vergangenheit als Sprayer nimmt man bei seinen Werken deutlich wahr. Der KĂŒnstler bemalt kleinste sowohl auch grossflĂ€chige RĂ€ume und WĂ€nde. Weiss und schwarz sind seine Farben.
âMutoâ kommt aus dem Spanischen und heisst âich verĂ€ndereâ oder auch âStummâ. Entstanden ist die Arbeit in Buenos Aires im Jahr 2007/2008, insgesamt dauert sie 7â27. UnterstĂŒtzt wurde BLU von seinem Assistenten Sibe, Andrea Martignoni und Mercurio Film.
Bewaffnet mit schwarzer und weisser Farbe, einer Kamera und viel Zeit, reist BLU durch Buenos Aires und erschafft eine Welt, in der schier endlose KreativitĂ€t herrscht. Er bemalt riesige GebĂ€ude, die durch seine grossen Zeichnungen klein wirken, nutzt aber auch viele kleine Ecken fĂŒr seinen Animationsfilm. Seine skurrilen Charaktere entwickeln sich immer wieder aufs Neue, erschaffen sich neu, verĂ€ndern sich wie in einer permanenten Metamorphose. Es scheint, als seien den verschiedenen Figuren keine Grenzen gesetzt. BLU spielt mit Raum und Umgebung, nutzt sie als verĂ€nderliche Leinwand immer wieder neu, bezieht sie in seine Geschichte ein. Wie in einer Szene zum Beispiel eine Figur unter einer Fensterbank durchlĂ€uft oder eine andere Figur Papier in sich hinein frisst, so fallen auch mal BaumstĂ€mme oder Ziegelsteine um. Die Kamera verfolgt das Spektakel, geht mit der steten VerĂ€nderung mit. Der Audioton unterstreicht zusĂ€tzlich die verschiedenen Charaktere und es herrscht eine ruhige und doch dynamische Stimmung durch den ganzen Film. So entsteht der Eindruck einer nicht fassbaren Unendlichkeit des Wandels entsteht.
Da es ein Stop-Motion Film ist und ĂŒber einige Wochen âgedrehtâ wurde, ist die Kameraeinstellung nicht immer dieselbe. Das kann als störend wahrgenommen werden, jedoch steht immer BLUs Werk im Mittelpunkt. Einige der Aufnahmen entstanden draussen, teilweise war der Schatten von BĂ€umen schuld, dass man der Handlung schlecht folgen konnte, da es zu wenig Kontrast gab. Und doch schafft es der Film, dass die Augen seinen bewegten Bildern folgen mĂŒssen.
Insgesamt hat BLU mit Muto eine bemerkenswerte Arbeit verrichtet hat. Man erhĂ€lt einen kleinen Einblick in seine surreale Welt voller KreativitĂ€t und Schöpfergeist. Es ist ein sehenswerter Stop-Motion Film, der dieÂ ĂŒblichen Dimensionen sprengt und zeigt, dass Mauern nicht immer nur Mauern, Figuren mehr als nur Figuren sind.
(Zugriff am 09.11.2016)Â https://www.youtube.com/watch?v=uuGaqLT-gO4
 Eine Aufgabe des Zeichentrickmodules war es, diese 12 Prinzipien in eigenen Animationen aufzuzeigen.
So entstand die Idee einer Figur die einen HĂŒrdenlauf durchsprinten muss. Um möglichst alle Prinzipien zu treffen, verpasste ich der Figur einen runden Körper und lange Haare. Die Umgebung ist einfach gehalten und doch muss sich das FigĂŒrchen strecken, quetschen, ausholen, beschleunigen und abbremsen.
Ein toller Nebeneffekt - Â Es kann als Endlosschlaufe gezeigt werden Â