Ich vermisse dich noch immer. Heute genauso schwer wie damals.
Wir sind beide weitergegangen, jeder seinen eigenen Weg. Und doch haben wir uns verändert. Du wegen mir. Ich wegen dir.
Es ist, als hätten wir unterwegs etwas verloren. Dieses Gefühl. Diese Intensität.
Die ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling auf der Haut. Sie sind noch da aber sie bedeuten nichts mehr.
Ein Blick, der früher alles ausgelöst hat, bleibt heute einfach nur ein Blick.
Ich schaue jeden Tag in die schönsten blauen Augen dieser Welt. Trotzdem habe ich dieses Herzrasen nie wieder gespürt.
Nicht so wie an dem Tag, als ich auf dich gewartet habe.
Als ich viel zu früh da war, voller Nervosität und mein Herz beinahe zersprungen ist, weil du jeden Moment kommen konntest.
Ich habe deinen Herzschlag gespürt und du meinen, als ich dich gehalten habe.
Heute bin ich immer noch der Erste am Treffpunkt.
Viel zu pünktlich. Bereit zu warten.
Aber da ist keine Nervosität mehr. Kein Zittern. Kein Herzrasen.
Ich setze meine Sonnenbrille auf, zünde mir eine Zigarette an und lehne mich an mein Auto. Mein Blick resigniert.
Das entfachte Feuer meines Feuerzeugs erinnert mich bei jeder Zigarette an dich und an deine vergangene Liebe zu mir.
Für einen kurzen Moment spiegelt sich die Flamme in meinen braunen Augen, lässt sie aufleuchten, als wäre noch etwas da.
Doch im nächsten Augenblick steigt der Rauch auf, zieht in meine Augen, brennt leicht und alles verschwimmt wieder.
Ja, deswegen vermisse ich heute nicht mehr nur dich.
Ich vermisse vor allem mich selbst.
Weil ich mit dir der Mensch war, der ich wirklich sein konnte.
Echt, tief und voller Leidenschaft.
Jetzt stehe ich hier und erkenne mich selbst nicht mehr wieder.