Neongrün und lila; Samstasg, 20. Sept. 2014
Ein üblicher Samstag. Ja, wirklich ein üblicher Samstag. Ein Samstag an dem ich das Haus verlasse und beinahe bereue, dass ich nur noch die letzten warmen Sonnenstrahlen auf meiner Nase spüre.
Ein Tag an dem ich glücklich und traurig bin, ruhig und rastlos. Ein Tag an dem ich Menschen mag. Da gibt es diese Tage da nehme ich farbiges Glück.
Heute ist mein Glück lila mit einem eingekerbten +
Morgen ist mein Glück lila mit einem eingekerbten -
Mein lila Glück ist bitter, mein lila Glück bleibt mir im Hals stecken.
Nach einer Stunde macht mein Glück mich glücklich. Glück ist Liebe und ohne Liebe bin ich nicht glücklich.
Von meinem Glück wird mir heiß. Setze mich auf Stufen. Rauche. Meinthol.
Vor mir steht ein Junge. Später erzählt er, dass er 16 ist. Er sieht aus wie 25. Beugt sich herunter. Fragt mittels Gestik und Gebrüll nach einer Zigarette. Gebe ihm eine. Mache ihm ein Kompliment.
Geile Mütze!
Neongrün. Ist schon seit drei Jahren in der Szene. Trägt sie seit zwei. Jetzt trägt sie jeder, meint er. Deute auf mein Ohr. Zwei Centimeter gedehnt. Lacht. Sagt er kann keine Zigaretten kaufen. Frage wieso. Trippt zu hart. Will sie für ihn kaufen. Gibt mir fünf. Kosten fünf fünfzig. Kaufe sie. Finde ihn nicht.
Finde ihn doch. Winke mit den Zigaretten. Grinst. Sieht mich an. Große Augen. Große Pupillen. Umarmt mich. Glücklich.
"Danke für die Tschik."
"Danke, dass ich dir helfen durfte!"
Glück.












