Diese Woche ist schon wieder so viel passiert, dass ich gar nicht zum Schreiben kam. Für den Anfang der Woche hatte sich eine Damenrunde angemeldet, die wir mit Mittag sowie Kaffee und Kuchen versorgen sollten. Das Wetter zeigte sich von seiner Schokoladenseite, sodass wir unsere Kreationen bei Sonnenschein unter blühenden Apfelbäumen servieren konnten. Das hat viel Spaß gemacht. Leider blieb das Wetter für den Rest der Woche nicht ganz so schön. Als wir am nächsten Tag für ein paar Erledigungen in die Stadt fuhren, war es grau und kalt. Auch der Mittwoch wurde nicht besser. Wir nutzen die Zeit, um die Unmengen an Löwenzahn im Garten zu pflücken und Marmelade aus ihnen zu kochen (Maskrosmarmelad). Das war deutlich mehr Arbeit als ich erwartet hatte, dafür war das Ergebnis gar nicht so schlecht, mal was anderes. Am nächsten Morgen wurde ich mit der Idee nach Uppsala zu fahren überrollt. Vor dem Frühstück war mein Kopf jedoch nicht bereit irgendwelche Informationen aufzunehmen, nach dem Frühstück gefiel mir dieser spontane Trip schon deutlich besser! Zusammen mit Victoria machte ich mich zuerst auf den Weg nach Alt-Uppsala und wir picknickten im Auto, das war bei dem Regenwetter sehr gemütlich. Das Wetter wurde zum Glück etwas besser als wir in Uppsala waren und so konnten wir entspannt durch die Stadt spazieren, den Dom, das Schloss und den botanischen Garten bewundern. Freitag ging es dann am Nachmittag nochmal sehr spontan nach Stockholm. Mir gefällt Stockholm sehr gut, auf den Feierabendverkehr hätte ich jedoch wirklich verzichten können. Vom Autobahnring bis nach Södermalm war Schrittgeschwindigkeit angesagt, irgendwann kamen wir aber tatsächlich an. Mit Pernilla ging es gleich weiter zum Einkaufen. Am Sonntag, Muttertag in Schweden, findet wieder ein Brunch im Café statt und im Großhandel haben wir die leckersten Sachen für die Gäste eingesammelt. Beim letzten Brunch hatten wir viel Spaß, es kamen mehr Leute als erwartet und das Wetter war toll. Ich hoffe diese Woche können wir das nochmal toppen! Der Rückweg war leider wenig angenehm. Wir verloren Pernilla und Mikael im anderen Auto bald aus den Augen und verpassten die erste richtige Ausfahrt. Es war nicht mehr ganz so früh am Abend und ich war müde, mein Bett rückte weiter in die Ferne. An der nächsten Ausfahrt bogen wir dann falsch ab, von meinem Rücksitz konnte ich wenig erkennen und jedes Mal wenn ich die Augen öffnete, schien sich unsere Situation ein wenig zu „verschlimmern“. Die Ankunftszeit lag mittlerweile bei kurz nach Mitternacht, es regnete, war nebelig und auf den schwedischen Straßen quer durch den Wald könnte einem auch schon mal ein Elch vor der Nase stehen. Diesen rechtzeitig zu sehen, wäre quasi unmöglich gewesen. Nun kamen wir - alle etwas übermüdet - auch noch in eine Baustelle. Wir mussten eigentlich abfahren, aber die Beschilderung war sehr verwirrend und auf den ersten Blick war nichtklar, ob die Ausfahrt gesperrt war. So landeten wir auf der anderen Fahrspur (keine Sorge, nicht als Geisterfahrer. Der Verkehr wurde hierher gelenkt) und mussten nun nochmal 40km in eine Richtung fahren, in die wir gar nicht wollten. Hier auf dem Land gibt es halt einfach nicht so viele Straßen zum Abkürzen. Unsere Ankunftszeit war jetzt auf ein Uhr vorangeschritten und ich war unglaublich müde. Der Haustürschlüssel war übrigens bei uns im Auto, aber die anderen waren bereits da. Aus Angst beim nächsten aufwachen wieder einen weiteren Umweg feststellen zu müssen, traute ich mich nicht mehr einzuschlafen. Müdigkeit ist neben Hunger eine der Sachen die ich gar nicht gut aushalten kann, ich glaube das wissen nun auch meine Mitfahrer. Als wir schließlich nach 4 anstatt 2 Stunden ankamen, waren wir jedoch nur noch froh diese Umwege ohne Zwischenfälle hinter uns gebracht zu haben. Ich hoffe, dass diese erste nächtliche Irrfahrt im Nichts vorerst auch die Einzige bleibt.