Tolvsbostigen
Ein freier Tag und ein entspanntes Frühstück bei Sonnenschein im Garten, Melissa und mir war nach etwas Abenteuerlichem. Wir entschieden uns den Tolvsbostigen in Angriff zu nehmen, mit Flyer in der Hand spazierten wir auf gut Glück los. Leider ist der Start sehr schlecht markiert und wir konnten der schwedischen Beschreibung nicht ganz folgen. Erst liefen wir in die falsche Richtung und landeten in einer Sackgasse. Wir gingen zurück und trafen Fridus, der uns den Weg zum Start erklären konnte. Nun starteten wir den zweiten Versuch. Erst standen wir wieder ahnungslos auf der Straße rum, aber dann sahen wir den kleinen Trampelpfad hinter der alten Schule. Wenn ich hier so dran vorbei gekommen wäre, hätte ich nie und nimmer einen Rundweg erwartet! Melissa und ich kämpften uns also durch das Gebüsch und um unsere Köpfe surrte es ausgiebig, schon nach kurzer Zeit meldeten sich die ersten Mückenstiche. Die Wanderung war wirklich besonders, es ging durch den wilden Wald und um uns herum gab es nur Stille und Natur. Auch wenn sich deutlich erkennen ließ das dieser Weg eine Elchroute ist, bekamen wir kein Tier leibhaftig zu sehen. Der Weg wurde mal besser mal schlechter und an manchen Stellen schien er sich vor uns zu verstecken. Wir waren froh zu zweit unterwegs zu sein, denn alleine hätte ich Angst gehabt mich zu verlaufen. Die Markierungen waren abenteuerlich verteilt und in dem Gestrüpp auf und zwischen Bäumen nicht immer leicht zu finden. Als wir nach anderthalb Stunden zurück waren brauchte ich erst mal ein Päuschen und ich machte es mir bei den anderen im Garten gemütlich. Die Sonne schien warm zwischen ein paar Wölkchen hindurch, genauso wie es sich für einen freien Tag gehört. Am Abend kam dann noch ein weiterer Junge, dieses Mal aus Japan. Nun sind wir unschlagbare 11 workaway, außerdem noch aus Deutschland, Holland, Frankreich, Spanien und der Türkei. Es macht sehr viel Spaß mit so vielen verschiedenen jungen Leuten zusammen zu leben, man findet immer jemanden um mit dem Fahrrad in die nächste Stadt zu fahren, ein Lagerfeuer zu machen, Kanu zu fahren oder eben auch für eine wilde Wanderung.











