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Mit infogr.am kann man einfach und (halbwegs) schnell fancy Infografiken erstellen, die auch noch interaktive Features anbieten. Da mir diese Tabelle der aktuellen Ergebnisse der europäischen Bürgerinitiative Inititiave Right2Water nicht ganz zugesagt hat, hab ich kurzer Hand mal mit infogr.am experimentiert:
Infographic: "WATER IS A HUMAN RIGHT"
Falls ich beim Abtippen Fehler gemacht habe, bitte melden. (Matthias)
Nachgehakt: How to turn yourself into a sexual object
Am Freitag haben wir spontan das Video "How to turn yourself into a sexual object" von Simone in Facebook entdeckt und weiterverteilt. Agata wies uns daraufhin, dass es da ihrer Meinung nach leider auch Parallelen zum "Victim Blaming" gibt (danke an dieser Stelle für den Input, Agata!).
Da wir uns inzwischen ja im Zeitalter der kurzen und bidirektionalen Kommunikationswege befinden, habe ich bei Simone einfach mal nachgefragt, wie das Video entstanden ist und wie sie zu den "Victim Blaming"-Bezügen steht (Thanks Simone for answering the questions!).
Das Ziel von einer Millionen Unterschriften hat die europäische Bürgerinitiative "right 2 water" erreicht, aber die Mindeststimmzahlen konnten aktuell nur in 5 EU-Staaten erreicht werden. Sieben wären nötig gewesen, um die Prüfung und öffentliche Anhörung im Europäischen Parlament zu erreichen.
Somit hat es bis jetzt keine Initiative geschafft, die Einladung der europäischen Kommission anzunehmen und im Rahmen der "European Citizens Initiative" einen Rechtsakt in Bereichen vorzuschlagen, in denen die EU zuständig ist.
Stellt sich die Frage, ob die Bürger_innen nun doch keine Lust auf Partizipation haben (anscheinend schon, aber nicht verteilt genug), die Stimmzahl-Hürden zu hoch sind oder auch (technische) Probleme bei der Teilnahme an Initiativen in einzelnen Ländern einen Erfolg verhindert haben. Die "Initiative for the European Citizens' Initiative" (Inception?!), die sich für ein bürgerfreundlicheres Teilnahmeverfahren einsetzt, hat schon mal Verbesserungsvorschläge vorgebracht.
Quelle: Deutsche Wirtschaftsnachrichten - EU könnte Wasser-Petition trotz einer Million Unterschriften zu Fall bringen
Update: Die Petition läuft noch bis zum 1.11.2013. Ein aktueller Stand kann hier eingesehen werden.
Unser Lieblings-Innovations-Konzern Exxon Mobil bietet im US-Bundesstaat Arkansas ab sofort die Öl-Direkt-Lieferung vor die Haustür für Endverbraucher an. Und wer versteht das Konzept wieder nicht? Die blöden Journalist_innen.
Deswegen schicken wir solidarische Grüße aus Deutschland, dem Land der Ideen, und singen Raise your glass to exxon mobil!

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Die Welt reparieren? Ja klar! Äh... aber wie eigentlich? In unserem neuen Online-Experiment wollen wir genau das herausfinden und laden Aktivist_innen in einen Google Hangout on Air ein. Denn wenn das Internetz uns die Möglichkeit gibt zu kommunizieren, dann sollten wir das doch auch nutzen.
In Folge 1 der neuen Reihe "Welt retten - aber wie?" sprechen wir mit Stevie Schmiedel. Sie war u.a. Dozentin für Genderforschung an der Universität Hamburg und ist Gründungsmitglied vom Verein “Pinkstinks Germany e.V.” in Deutschland. Wir sprachen mit ihr über die Petition "Gegen sexuelle Verfügbarkeit in der Außenwerbung: Kinderschutz jetzt!".
Vielen vielen Dank noch mal an Stevie, dass sie so spontan an unserem Experiment teilgenommen hat. :)
Die Petition findet ihr hier: http://pinkstinks.de/petition/
Philipp Ruch, Aktionskünstler und Begründer des Berliner "Zentrums für politische Schönheit" im Gespräch mit der taz zum Thema Ostermarsch, verantwortungslosem Pazifismus und dem Konzept des "aggressiven Humanismus": "Pazifismus ist feige"
Wir sollten Produzenten stärker wertschätzen. Daher Danke Dritte Welt, dass ihr uns das ermöglicht!
Volle Transparenz als Image-Marketing-Idee: Agraprofit bietet faire Preise für den Konsumenten und legt seine Produktionskette schonungslos offen.
Guten Morgen Welt,
wir wünschen allen einen schönen Weltwassertag! Anlässlich dieses speziellen Tages haben wir ein kleines Video-Experiment gestartet:
Bundestagssitzungen können für Zuschauer_innen manchmal langwierig und anstrengend sein. Was passiert, wenn wir versuchen die Sitzungen in das Sportschau-Berichterstattungsformat zu übertragen, um den Bürger_innen einen kurzen Überblick zu geben und sie über den (groben) Ablauf zu informieren? Wir haben das Experiment gewagt und hoffen, dass es im Sinne der Nutzungsrichtlinien kein sinnentstellter Kontext ist.
Für alle Magdeburger_innen: Die Grünen starten um 15:00 Uhr einen Flashmob auf dem Breiten Weg und im Cafe Central wird 19:00 der Film "Water makes money" gezeigt (Facebook-Event).
Einen aktuellen Beitrag zum Thema findet ihr u.a. bei der Sendung Monitor: "Wasserprivatisierung Marsch! Wie EU und Bundesregierung Politik für Großkonzerne betreiben"
Wir haben unsere erste Followerin auf Tumblr, danke Ulrike! :) http://konfettiherz.tumblr.com/

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Wer kennt sie nicht, die Schwierigkeiten des Alltags?
Aber wer über FirstWorldProblems jammert, sollte auch über Lösungen nachdenken!
In Magdeburg wurde genau dies anscheinend getan, denn vor kurzem entdeckten wir Adbusts mit konstruktiven FirstWorldSolutions.
Seit Plastic Planet wissen wir ja, dass Plastik vielleicht doch nicht so das harmlose Zeug ist, für das es sich immer ausgibt. Und erst vor kurzer Zeit startete das “Projekt Umdenken - Agentur für gesellschaftlichen Wandel”, eine Petition, die Peter Altmaier auffordert, Plastiktüten in Deutschland zu verbieten. Plastik - ein klarer Fall für “Hakts?” also. Da wir gerade zufällig in Hamburg waren, konnten wir nicht widerstehen und sind zu der Ausstellung “Endstation Meer? Das Plastikmüll Projekt” ins Museum für Kunst und Gewerbe gegangen, die dort noch bis 31. März zu finden ist. Nun gut - was erwartet man von so einer Ausstellung? Wir haben zumindest irgendwie mehr erwartet. Der Kunst-Teil der Ausstellung bestand in der Aktion, Plastikmüll aus dem Meer in die Mitte des Raumes zu werfen. Ansonsten wurde mit Holzkisten gearbeitet, auf denen entweder Flachbildschirme mit kurzen Filmen liefen oder Alltagsgegenstände lagen. Um ein bisschen mehr Museumsflair einzubringen, waren überall “Bitte nicht berühren”-Schilder angebracht, was die Gebrauchsgegenstände wie Plastikhelm, Starbucks-Becher und CD irgendwie wertvoller machte, als sie sein sollten. Die Informationsvermittlung fand hauptsächlich über A4-Textblätter statt. Ansonsten gab es aber auch einige fancy Infografik-Aufsteller, die allerdings größtenteils auch auf Quellenangaben verzichteten und lieber allgemeine Fakten nannten. Interessant war die Tafel der Pellet Watch Organisation, die auch noch mal statistisch Anhaltspunkte gab, dass Mensch die Weltmeere nicht nur mit Plastiktüten und anderen größeren Gegenständen verschmutzt hat, sondern inzwischen auch global mit winzigen Plastikteilen. Auch der Hinweis auf das Zero-Waste-Prinzip war sicherlich eine gute Idee der Ausstellung sowie der Hinweis auf das allseits beliebte Greenwashing durch verschiedene Methoden. Lustige Anekdote am Rande: Das Museum für Kunst und Gewerbe darf man nicht mit Jutebeutel betreten, sondern bekommt eine Plastiktüte, um seine Wertsachen mitzunehmen. Die Plastiktüten wurden aber anscheinend wenigstens öfter benutzt. An sich war die Ausstellung sicherlich nicht schlecht, um mal einen allgemeinen Einblick zu erhalten. Aber wenn man bedenkt, dass das Thema Plastik nun doch schon differenzierter behandelt wurde, dann kratzte die Ausstellung eben nur an der Oberfläche. Matthias: Die wirklich interessante Frage, wo der ganze Müll auf dem Meer denn herkommt, wurde nur in der Kinder-Tour gestellt. Denn das Werbevideo des Dualen Systems Deutschland GmbH suggerierte ja eigentlich, dass wir alles brav wieder in die Bestandteile trennen. Eine der Antworten lautet übrigens: "Wenn Kinder Spielzeug am Strand vergessen". Eine andere Frage, die mir in den Sinn kam, war, da ich eigentlich auf Rettet den Regenwald getrimmt bin: Wären Papiertüten wirklich der bestmögliche Ersatz für Plastiktüten, wie von einigen Leuten propagiert? Meine Idee wäre ja, die Zersetzungsdauer von Produkten auf den Produktpreis umzuschlagen, anstatt Plastiktüten schnöde zu verbieten.Oder wir vergessen einfach alle unsere Spielsachen nicht mehr am Strand. Wie stehen wir eigentlich zu Verboten und/oder Steuern, Sarah? Sarah: Verbote, die solche alltagsnahen Bereiche betreffen, haben bei mir immer ein wenig den Beigeschmack wohlwollender Eltern, die genau wissen, dass Cola vor dem Zubettgehen eher eine schlechte Idee ist. Das Problem beim Plastiktüten-Verbot ist jedoch, dass auch die “Kinder” wissen, das Plastiktüten eher eine schlechte Idee sind. Die Folgen sind jedoch für uns nicht mehr so alltagsnah. Daher: regulieren - warum nicht? Entsprechende Maßnahmen wurden z. B. in Frankreich, Italien oder Neu-Delhi schon eingeführt. Das zweite Problem bei Verboten ist, dass ihre langfristige Einhaltung meist mangels besserer Alternativen scheitert. Doch welche Alternativen haben wir?
Kompostierbare Bioplastik? In der Herstellung sehr energieintensiv, konkurriert mit Nahrungsmitteln um die Anbaufläche, landet aufgrund fehlender Sortiertechniken mehrheitlich in der Müllverbrennung. Papiertüten? Haben unter anderem aufgrund ihres größeren Eigengewichts (weniger Tüten je Liefertransport) teilweise sogar eine noch schlechtere Klimabilanz als Plastiktüten.
Wie wäre es denn daher alternativ zu einem Verbot mit einer neuen Pflicht? Ich bin für die Einführung der “Jutebeutelmitführungspflicht”! Das hat so ähnlich ja auch schon mit den Warnwesten in jedem Fahrzeug geklappt. Zur Ausstellung bleibt mit noch zu sagen, dass durch die weiß-weiße Museumsatmosphäre sogar der Müllhaufen in der Mitte des Raumes irgendwie steril wirkte. Der einzige optimistisch stimmende Farbtupfen war Alexandra Klobouk’s Bildergeschichte “Polymeer", die beruhigend illustrierte: Die Menschheit hat’s zwar verkackt, aber am Ende wird Plastik uns doch alle retten!