Ich starre in den sternenklaren Himmel. Es ist komisch zu wissen, dass obwohl gerade bestimmt übertausend Menschen auf der ganzen Welt zu ihm hochschauen - ob kurz einmal beiläufig, in der Hoffnung eine Sternschnuppe zu sehen, oder so wie ich sich staunend darin verlierend - keiner von ihnen ihn so sieht wie ich.
Nicht aus dieser Perspektive. Nicht in diesem speziellen Winkel. Nicht mit dieser ruhigen Emotionalität, wie ein stiller Tsunami ohne Brausen, der beim Anblick der Küste weiß, dass sie ihn zerbrechen wird. Wir betrachten zwar alle jetzt den Himmel, doch für manche ist es nicht einmal die selbe Zeit. Der Himmel mag für sie Tag hell und blau sein, während ich in diesem pechschwarzen Etwas versinke.
Er ist wie ein schwarzes Tuch, in das man Löcher mit einem Zahnstocher gestochen und über eine Lampe gehängt hat. Ich kann verstehen dass die Menschen vor Jahrhunderten (oder waren es Tausende?) ihn für ein Himmelszelt gehalten haben. Wer weiß, vielleicht haben sie ja recht und die Mondlandung war fake. Vielleicht fliegen Flugzeuge gar nicht, sondern krabbeln klamm und heimlich am Himmelsstoff entlang.
Doch ich sehe das anders. Ich starre in den sternenklaren Himmel und weiß, dass niemand ihn so sieht wie ich.















