Wage ich einen Sprung aus der Zeit und finde mich in dem Gefühl, das damals dominierte. Insekten, Schlangen und Dämonen unter meinem Bett, kein Licht und ich renne, renne aber erreiche nie das Ende. Was bleibt ist die Ungewissheit, eine quälende Ungewissheit. Naive Vorstellung von einer Welt, in der ich nie gelebt. Gebe auf und lege mich zu Boden – um mich herum all diese düsteren Wesen. Und ich mittendrin. Jahre der Versuche ins Unermessliche. Und all die Wesen, ich heiße sie willkommen, tanzt mit mir den Totentanz. Unter meinem Bett, da wo meine Ängste liegen, da finde ich viel Platz, und ich habe meine Augen verschlossen. Ignorante Orientierung an einer normlaisierten Realität, gähnende Gleichförmigkeit, groteske Langeweile. Graben wir den Boden gemeinsam auf und holen die Leichen herauf, die unter meinem Bett begraben liegen. Vergessene Geschichte meiner Generation, gezeichnet von der Schuld unserer Großeltern. Kein Vergessen, performative Solidaritätsbekundung statt ehrlicher Reflexion. Meine Mutter weint, während mein Großvater sie brutal zusammenschlägt. Jahre später und wir sitzen zusammen am Esstisch, es gibt Schnitzel. Unter dem Tisch liegt der Hund, den ich mehr liebe als sie alle und lege mich dazu. Der Hund zeigt mehr Gefühl, als meine Familie und ich rufe die Wesen. Ich hab euch nicht vergessen, nur ganz vergraben, ganz tief vergraben. Und die Geschichten werden bleiben, grabe weiter in den blutigen Wunden meiner Vergangenheit, tiefer, tiefer.