Get well soon
Der Wind weht mir die letzten Regentropfen aus dem Gesicht. Es hat aufgehört. So sehr ich es hasse, wenn es mir auf den Kopf regnet, so sehr liebe ich den Geruch von Regen. Ich laufe dorthin, wo ich im Moment wohne, dorthin, wo ich hingehe, wenn ich sage, dass ich heim gehe. Aber das ist es nicht. Es sind nicht mehr als vier Wände. Ich weiß nicht, was das sein soll, "Heimat". Zwar habe ich mich schon oft zuhause gefühlt. An Orten. Bei Menschen. Doch das, was sie Heimat nennen ist mir vollkommen fremd. Ich trete in eine Pfütze, merke, wie mein Schuh sich langsam vollsaugt. In ihr liegt eine Postkarte. "Get well soon".








