Im neuesten Bericht des Umweltbundesamts wird angemahnt, dass DE seine Klimaziele 2025 nur knapp erreicht hat und dringend mehr Engagement beim Klimaschutz braucht! Das sehen wir natĂŒrlich genauso und haben ein paar Ideen dazu... đđ±
Die Politik fragt nach Lösungen, dabei gibt es diese lĂ€ngst. Wir möchten im folgenden Text unsere Ideen fĂŒr die wichtigsten Sektoren umreiĂen. Dabei geht es nicht um exakte und detaillierte Berechnungen, sondern zuerst einmal um eine allgemeine EinschĂ€tzung.
1.: Agrar- und ErnÀhrungswende:
- Durch eine schnelle Freigabe von PrĂ€zisionsfermentation und weiteren neuen Technologien in der EU lieĂen sich Molkenprotein, Casein und Milchfett sehr effizient mikrobiell bzw. mittels Hefen herstellen. Daraus kann man in groĂen Mengen Trinkmilch, KĂ€se, Speiseeis, Joghurt usw. produzieren.
- Die Haltung von KĂŒhen wĂ€re damit nicht mehr erforderlich und sollte beendet werden. Dasselbe gilt fĂŒr die wenigen Mastrinder, welche sich ĂŒber pflanzliche und kultivierte Fleischsorten problemlos "ersetzen" lassen wĂŒrden. Die Haltung von HĂŒhnern und Schweinen ist natĂŒrlich ebenfalls zeitnah zu beenden, das ist aber nicht Teil dieser Betrachtung.
- Aktuell halten die landwirtschaftlichen Betriebe in DE 10,4 Mio. Rinder, davon 3,6 Mio. "MilchkĂŒhe". Diese Tiere produzieren durch ihre Verdauung pro Jahr etwa 0,8 Mio. Tonnen Methan. Da Methan sich innerhalb von 12 Jahren abbaut, legen wir den 20-Jahre-Wert des GWP20 zugrunde, welcher bei 84 CO2e liegt. Damit lieĂen sich pro Jahr also 67 Mio. t CO2e einsparen - das entspricht rund 10% der Gesamtemissionen Deutschlands. Zudem wĂŒrde das Land von den enormen Mengen an GĂŒlle entlastet werden, welche ĂŒbrigens ebenfalls Methan- und Lachgasemissionen verursacht.
- Gleichzeitig nutzen wir 4,5 Mio. Hektar GrĂŒnland landwirtschaftlich. Dieses dient vor allem zur FĂŒtterung der 10,4 Mio. Rinder. WĂŒrden wir keine Rinder mehr halten, lieĂe sich diese WeideflĂ€chen z.B. zur Erzeugung von Strom nutzen.
2.: Energiewende:
- Die Bundesregierung will neue Gaskraftwerke bauen, um Dunkelflauten auszugleichen. Diese Idee ist nicht nur sehr teuer, da Strom aus Gaskraftwerken mit Abstand am teuersten ist, sondern auch klimaschÀdlich.
- Da wir aber nach Umsetzung der Agrar- und ErnĂ€hrungswende 4,5 Mio. Hektar Wiesen und Weiden zur VerfĂŒgung haben, welche sich ĂŒber das gesamte Bundesgebiet verteilen, lieĂen sich dort hervorragend Solar- und Windparks errichten. Es gibt Betreiberfirmen (siehe Quellen), die Land speziell fĂŒr diese Nutzung pachten, weshalb auf die landwirtschaftlichen Betriebe nur Einnahmen, aber keine Investitionskosten zukommen wĂŒrden.
- WĂŒrden wir auf 10% des Graslands Solarparks und auf 13% Windparks errichten, lieĂe sich der aktuelle Strombedarf in DE mĂŒhelos abdecken. Und selbst, wenn wir komplett auf WĂ€rmepumpen und E-Autos umsteigen, wĂŒrde noch FlĂ€che vorhanden sein, um den Mehrbedarf zu erzeugen. Wir gehen hier von einer Erhöhung auf insgesamt 38% aus. Die Anlagen mĂŒssen dann ĂŒber intelligente Regelungen und Batteriespeicher ergĂ€nzt werden, um nachts und im Winter ausreichend Strom bereitstellen zu können.
- Biomasse sollte eher zurĂŒckgefahren werden, da der Anbau von Energiepflanzen (wie Mais) viel wertvolles Ackerland benötigt, welches wir fĂŒr den Anbau pflanzlicher Lebensmittel brauchen.
3.: WĂ€rmewende:
- Gerade im GebĂ€udesektor muss dringend etwas passieren. WĂ€hrend andere LĂ€nder seit Jahren auf WĂ€rmepumpentechnik setzen, werden bei uns noch immer neue Gasheizungen eingebaut. đ
- Da wir durch die Umsetzung der Punkte 1 und 2 nun viel gĂŒnstigen Strom aus den Solar- und Windparks im Netz haben, können wir mit diesem unsere HĂ€user beheizen. Eine Luft-Wasser-WĂ€rmepumpe erreicht selbst im Altbau, bei guter Planung und einer Anpassung der Heizkörper, eine Jahresarbeitszahl von 3 bis 4. Das heiĂt, dass diese aus 1 kWh Strom 3 bis 4 kWh WĂ€rme produziert. đ
- Aktuell sind solche Heizungsanlagen mit Installation in DE noch relativ teuer, gerade im Vergleich zu anderen LĂ€ndern. Was sich als Alternative anbietet, sind gĂŒnstige Luft-Luft-WĂ€rmepumpen, welche auch als Split-Klimaanlagen im Handel sind. Diese sind noch effizienter, weil sie direkt die Raumluft aufwĂ€rmen. Wenn man diese in die wichtigsten RĂ€ume einbaut, kann man die alte Gasheizung zuerst einmal als Backup fĂŒr besonders kalte Wintertage lassen und einen GroĂteil des WĂ€rmebedarfs ĂŒber die Klimaanlagen erzeugen.
- Zur effizienten Warmwasserbereitung gibt es Brauchwasser-WĂ€rmepumpen. Dabei handelt es sich um Boiler, die ĂŒber eine angeflanschte WĂ€rmepumpe das Wasser erwĂ€rmen und dabei rund 70% weniger Strom verbrauchen als ein herkömmlicher Boiler.
4.: Verkehrswende:
- Auch in diesem Sektor bewegt sich seit Jahren fast nichts. Der Ausbau von Radwegen und eine bessere Anbindung und Taktung des ĂPNV sind bekannte Ideen, um mehr Leute vom Auto wegzubewegen.
- Neue Autos mit Verbrennungsmotor sollten nicht mehr zugelassen werden. Wir sollten hingegen gĂŒnstige, kleine E-Autos verstĂ€rkt auf dem Markt anbieten und nicht lĂ€nger auf schwere SUVs setzen. Diese könnten dann kostengĂŒnstig mit dem grĂŒnen Strom aus dem Netz geladen werden.
5.: Artensterben:
- Auf den FlĂ€chen der Solarparks findet keine Landwirtschaft mehr statt. Damit können sich dort wieder WildkrĂ€uter, Insekten und Wildtiere heimisch fĂŒhlen. Studien bestĂ€tigen, dass dies genau so passiert und die BiodiversitĂ€t dort zunimmt.
- Da wir nach Umsetzung von Punkt 1 keine Futtermittel mehr importieren mĂŒssen, wĂŒrden wir den Druck aus diesem System nehmen, weshalb LĂ€nder wie Brasilien kein Interesse mehr an der Abholzung weiterer RegenwaldflĂ€chen hĂ€tten.
Fazit:
Ihr seht, wie die einzelnen Sektoren ineinandergreifen. Die zeitnahe Umsetzung der Agrar- und ErnĂ€hrungswende und damit die Beendigung der platzintensiven Haltung von Rindern ist der SchlĂŒssel, um Artenschutz und Energiewende umsetzen zu können. Ohne ausreichend Platz und grĂŒnen Strom lassen sich die anderen Projekte hingegen nicht verwirklichen! Wann also fangen wir an? đđđ±
Quellen:
⥠LINK 1
⥠LINK 2
⥠LINK 3
⥠LINK 4
⥠LINK 5
⥠LINK 6
⥠LINK 7
CHANGE IS COMING! đđ