Sascha Windolph - Ohne Titel
Material: Tuch, Holzspäne, Leim, Leinöl.

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@urnenwahl
Sascha Windolph - Ohne Titel
Material: Tuch, Holzspäne, Leim, Leinöl.

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Barbara Neubauer - Ohne Titel
Material: Modeschmuck, Lack
Links: Barbara Neubauer, rechts: Mansha Friedrich
Bluespunk in der Galeria Lunar von EX+
Ein grandioses Konzert Gestern in der Galeria Lunar!
Angela Hennessy - Falling Ginko
Acryl auf Stahl

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Deniz Sesli - Ohne Titel
Technik: Collage
Material: Sprühfarbe, Plakatabrisse, Kleister
Jasmin Mittag - MERZ-Urne
Technik: Combine
Material: Modelliermasse, Gips, Abriss von "An Anna Blume"-Plakat, Zeitung, Sackleinen, Kette.
Angela Straube - Meine Urne
Neben vielen individuellen Ideen - ich stellte mir einfach unterschiedliche Menschen unterschiedlichen Alters mit unterschiedlichen Interessen vor - dachte ich daran, über was für eine Urne sich wohl meine Großmutter gefreut hätte (vor etlichen Jahren, als die Vorgaben, was in die Erde durfte und was vor allem nicht (!) sowie die Auswahl an Urnen nicht so beglückend war...).
Damals, vor über 10 Jahren, begann mein Interesse für Bestattungsformen und - Möglichkeiten. Immerhin fertigten meine Schwester und ich den Blumenschmuck für die Urne damals selbst, und zwar an dem Küchentisch, an dem unsere Großmutter jahrzehntelang gesessen, gegessen, geredet, gerätselt, gewerkelt hatte, die meiste Zeit davon mit ihrem geliebten Ehemann.
Aber jetzt die Möglichkeit zu haben, eine individuelle Urne zu gestalten, das war noch etwas anderes! Meine Großmutter liebte Handarbeit, sie liebte Blumen, sie liebte schöne Stoffe, sie liebte! All dies sollte in „meine“ Urne einfließen, an und in dieser sichtbar werden.
So setzte ich die Maße des Rohlings in eine rechteckige Form um. Entsprechende Pappzuschnitte stecken in einer Ummantelung aus Designer-Dekostoffen mit Blumenmotiv. Innen ist sie komplett mit grünem Jaquard ausgekleidet, der Urnenboden ist leicht gepolstert. Der Urnendeckel ist ebenfalls innen gepolstert und mit einer mittig gesetzten Stoffblüte versehen. So ist es also auch in der Urne blumig, der Innendeckel ist gelb bezogen und somit auch von der Farbwahl her freundlich.
Der hellgrundige Dekostoff, der für das Äußere der Urne verwendet wurde, besitzt auf der Vorder- sowie der Rückseite ein eingewebtes Blumenbouquet. Dieses ist von mir für die Vorderseite teilweise nachgestickt, mit Perlen besetzt und mit Seidenblüten bestückt worden. Die Seitenwände ziert ein mittig gesetzter, durch den Stoff vorgegebener Streifen. Der Außendeckel hat eine leichte Aufpolsterung, auf der ich Seidenblüten, Glasperlen und Blütenblätter angebracht habe, die sich teils über den Deckel zu ergießen scheinen. Die Farbigkeit der Seidenblüten greift die Farbigkeit des Jaquards auf beziehungsweise ergänzt diese.
Durch die Materialwahl ist größtenteils ein Vergehen in der Erde möglich.
Materialien:
Pappe Stoffe Nähgarn Glasperlen Seidenblumen Füllwatte grüne Kordel doppelseitiges Klebeband Heißkleber
Angela Straube
Zoë MacTaggart - Natural Vintage Glam
Bevor ich anfing die Urne zu gestalten, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und mich mit der Thematik auseinandergesetzt. Sterben und Tod, die Bestattungskultur - was ist und war üblich, hier und anderswo?
Natürlich hätte ich die Urne erwartungsgemäß einfach bemalen können. Als ich den Rohling jedoch in den Händen hielt, kalt und metallisch, war mir schnell klar, dass ich ganz anders vorgehen werde.
Das Leben ist vergänglich. Die Urne dann mit einem unvergänglichen Material zu gestalten, kam mir widersprüchlich vor. Gefallen hat mir der Gedanke, sich im Tod einzukuscheln. In einem warmen, gemütlichen Nest gut aufgehoben zu sein und so in die Natur überzugehen.
Also habe ich gut biegsame Zweige genommen und diese zu einer Art Kugelnest geflochten. Im Nest findet das Urnengefäß seinen Platz. Damit war die Grundform fertig. Im Gegensatz zu meinen farbenfrohen, lebendigen Gemälden, habe ich mich bei der Farbgestaltung hier für das reine Weiß entschieden. Auf mich wirkt diese Farbe neutral, leicht und licht. Im Leben wie in der Kunst hat Perfektion für mich immer was kaltes und totes an sich. Umgekehrt jedoch erscheint mir die Farbe Weiß im Tod klar und ruhig.
Nachdem ich den Rohling aus Stahl und auch das Kugelnest aus Weidenzweigen mit weißer Farbe versehen habe, kamen Daunenfedern und kleine Kristallsteine hinzu. Das Gefäß habe ich von innen komplett mit den Federn ausgekleidet, es sollte ein wirklich kuscheliges Nest entstehen.
Beim genauen Hinsehen fällt auf, das die weiße Farbe von den Zweigen bereits wieder abblättert. Auch wenn es eine unangenehme Wahrheit ist: Mit dem ersten Tag in dieser Welt beginnt der Verfall. Die Kristalle sind nicht gleich sichtbar, sollen hier und da, je nach Blickwinkel und Lichteinfall, hervorfunkeln. Sie sind Symbole für das, was vom Menschen auf der Erde bleibt. Was, bewusst oder unbewusst für die Hinterbliebenen, sein Leben ausgemacht hat – ein Lachen, ein Erlebnis.
„Natural Vintage Glam“ Urnengefäß aus Stahl, Weidenzweige, Sprühlack, Kristalle, Daunenfedern, Silikon
Niels Heidenreich - Ohne Titel
Mich fasziniert die Idee, dass die Seele – die spirituelle Manifestation unserer Existenz – unsterblich ist, und der Körper nur eine Art Gefäß darstellt, in dem die Seele haust, bis das körperliche Leben endet. Mit diesem Leuchtobjekt, das aufgrund seiner umständlichen und etwas groben Konstruktion etwas technischer anmutet als gewollt, habe ich versucht, dieses Konzept zu visualisieren.
Die aufglühenden Leuchtdioden stehen für die Fortexistenz der Person in der spirituellen Sphäre. Da diese sich spätestens mit dem Tod von ihrer irdischen Repräsentation entkoppelt, ist mein Leuchtobjekt ebenfalls von der Urne trennbar. Tatsächlich ist es so konstruiert, dass es an Trageseilen von der Urne abgehoben werden kann, nachdem diese beigesetzt wurde. Angehörige können das Leuchtobjekt anschließend wieder mit nach Hause nehmen. Es kann dort weiter leuchten und symbolisiert so die fortbestehende Verbindung zu der spirituellen Existenz, deren körperliches Leben geendet hat.
Für den Zweck der Ausstellung ist das Objekt an eine stationäre Spannungsversorgung gebunden; ein Batteriebetrieb für die Beisetzung ist jedoch ebenfalls realisierbar.
Material: 24 weiße Leuchtdioden, 24-Kanal-LED-PWM-Treiber (Breakout-Board für TLC5947), Arduino Micro, Taster, Ein/Aus-Schalter, Lüsterklemmen, weiß isolierte Litze, lasergeschnittenes Acrylglas, lackiertes PVC-Rohr, Gewindestangen, Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben. Software: etwa 250 Zeilen Arduino-Code.

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Edin Bajric - Die Reise
Die Reise Das gefaltete Papierschiff Tod und Abschied Die letzte Ruhe Das Leben als Reise Die Reise ins Jenseits
Es ist ein fragiles Gefährt, das uns durch die Ausstellung trägt: ein aus weißem Papier gefaltetes Schiff. In der Falte liegt das Erlebte, im Weiß das Unbekannte, in einer ständigen Reise verläuft das Leben. Dieses Symbol durchzieht alle Werke und zeigt uns auf eine im wahrsten Sinne des Wortes leichte Art und Weise, womit die Träume unterwegs sind – und der letzte Abschied.
Mansha Friedrich - Ich bin gegangen, aber habe Liebe gesät
„ Ich bin gegangen, aber habe Liebe gesät.“
Die Linien spannen sich um die Urne. Es sind Lebenslinien – die Landkarte eines Lebens.
Hellgrün, Rosa, Magenta und Türkis – die Farben des Trosts, der Hoffnung, der Heilung und der Liebe.
Der Verlust eines Lebens ist vor allen Dingen für die, die zurück bleiben der Schmerz.
Bei meiner Auseinandersetzung mit der Urne, wurde ein Fakt immer klarer, je mehr ich in den Prozess der Umsetzung ging.
Was lasse ich zurück?
Was bleibt?
Ich gehe, doch alles andere bleibt.
Die Urne, die Ruhestätte meiner körperlichen Überreste und Sinnbild des Verlustes für die, die mich lieben.
Die Liebe ist das was bleibt.
Der Keim der sich weiter trägt, ist das was weiterleben wird.
Der Trost, der den Schmerz umhüllt.
Jetzt im Leben, auch für mich ein Trost für den Schmerz, eines Tages zurück zu lassen.
„Ich bin gegangen, aber habe Liebe gesät“ - Wolle / Plastik gestanzt – Installation an einer Urne
Roksana Jachim - Home Sweet Home
Diese Urne ist bereits verkauft.
Roksana Jachim ist in einem polnischen und katholischen Elternhaus aufgewachsen. Die Themen Tod und Bestattung waren in ihrem Bewusstsein lange eindeutig negativ konnotiert – sie standen für Trauer, Leid und Unglück. Das Gefühl, dass auch ein anderer Umgang mit diesen Themen möglich sein muss, hatte sie schon länger; tatsächlich erlebt hat sie einen solchen, ganz anderen Umgang dann während ihres dreijährigen Mexiko-Aufenthalts. In Mexiko hatten Todesfälle und Bestattungen nicht nur mit Trauer zu tun, sondern wurden als Zeiten der Besinnung wahrgenommen. Der Tod wird dort nicht verdrängt und tabuisiert, sondern als etwas akzeptiert, das zum Leben dazugehört.
Diese Erfahrung war ihr sehr angenehm, insofern sie das vorher unbestimmte Gefühl bestätigte und auch Aspekte ihres vorangegangenen Studiums der Religionswissenschaften betonte. Denn gerade im christlichen Glauben hat der Tod ja viel mit Ruhe und Geborgenheit zu tun; er ist nicht eigentlich das Ende, sondern vielmehr die Vollendung des Lebens, nach der man irgendwohin zurückkehrt – zu Gott, einem bestimmten Seelenzustand, seinem spirituellen Ursprung.
Betrachtet man den Tod so, wird auch die Bestattung zu etwas anderem als einer reinen Trauerveranstaltung, nämlich zur Möglichkeit, den Verstorbenen ins ewige Leben zu begleiten, sich ihm ein letztes Mal tröstend zuzuwenden.
Diese Gedanken und Einstellungen zu Tod und Bestattung waren auch bei der Gestaltung der Urne maßgebend. Von Anfang an war klar, dass die Urne als solche erkennbar bleiben sollte, die Form also nicht verändert werden würde – quasi um die Urne als solche zu akzeptieren. Außerdem sollte die Gestaltung Schrift und damit Worte enthalten, die den Widerstreit von Trauer und Akzeptanz ausdrücken.
Bei der Wahl der Worte hatte Roksana Jachim zunächst etwas sehr Provokantes und Ironisches im Sinn, sozusagen als Antithese zum feierlichen und getragenen Habitus von Bestattungen. Während der Beschäftigung mit der Urne wählte sie dann jedoch eine versöhnlichere Aussage, um neben Ironie auch Geborgenheit mit auszudrücken. So entstand die Idee „Home Sweet Home“ als Aufschrift zu verwenden, da dieser Spruch tatsächlich beides ausdrückt: sowohl Geborgenheit als auch leichte Ironie. Damit die Aussage funktioniert, reichte es jedoch nicht, sie einfach auf die Urne zu schreiben. Vielmehr musste sie eine tatsächliche Verbindung mit dem Material eingehen – nur so gibt sie dem Objekt einen eigenen Sinn.
Die Lösung bestand darin, die Aussage auf die Urne zu sticken. So wird dem kalten Stahl der Urne eine andere Materialität gegenübergestellt, nämlich Stoff, der ja auch im Leben schon dazu genutzt wird, die Menschen zu wärmen und durch Farben Stimmungen auszudrücken. Darüber hinaus sind Stickereien etwas, das oft auf Kissen Verwendung findet – so wird die so gestaltete Urne gleichsam symbolisch zum letzten Ruhekissen, ebenso wie der Ausdruck „Home“ tatsächlich kurzzeitig für das letzte Heim des Betreffenden steht.
Hinzu kommt, dass die Restauratorin, die sehr oft sehr handwerklich arbeitet, den Anspruch hatte, eine tatsächlich handwerkliche Arbeit abzuliefern. Da das Material Stahl ihr eher fremd war, hat sie durch die Stickerei nicht nur die Urne selbst wärmer und zugänglicher gestaltet, sondern sich auch das Material erst erschlossen und damit zugänglich gemacht.
Dazu waren verschiedene Einzelschritte notwendig. Zuerst wurde das Motiv von einer Vorlage auf die Urne übertragen. Die so entstandenen Stick-Punkte galt es anschließend mithilfe eines Körners zu körnen und mit einem sehr dünnen Bohrer zu durchbohren, um überhaupt durch das Stahlblech zu dringen. Im nächsten Schritt wurden diese Löcher mit einem Bohrer von 1,3 mm auf den richtigen Durchmesser gebracht. Nachdem sämtliche Löcher gebohrt waren, wurde die so entstandene Motivfläche abgeschliffen und der unbearbeitete Stahl der restlichen Flächen aufpoliert. Danach folgte das eigentliche Sticken des Motivs in zwei unterschiedlichen Farben. Im letzten Schritt wurde die Motivfläche mit einer Häkelspitze umrahmt und die dünne weiße Kordel durch eine etwas dickere und farblich passende ersetzt.
Links: Roksana Jachim, rechts: Klaus Weiße
Text: Roksana Jachim
EX+
Das Künstler-Duo EX+ hat vor allem im Bereich der Performance-Kunst eindrucksvolle Werke geschaffen.
Dafür schließen sich Nils Schumacher und Iris Schmitt auch schon mal 72 Stunden in einer Galerie ein, um dort Musik zu spielen, Collagen zu erstellen und Zeichnungen anzufertigen. Dieses Happening trägt den Namen „Fabrik“ und ist als eine „(...)künstlerische Intervention im öffentlichen Raum und als ein Statement zur Soziologie der Arbeit in einem von psychosozialem Druck geprägten spätkapitalistischen Gesellschaftssystem(...)“ zu verstehen.
Die Kritik an einem System in dem wir alle leben, wird dialektisch aufgearbeitet und offenbart sich als filigrane Symbiose der Schaffensbereiche beider Künstler im Schaufenster – für den Kapitalismus das, was das Bild für die Kunst ist – das Fenster zur Welt.
Die diametral angelegten Kompositionen aus Acrylfarbe von Iris Schmitt legen den Focus auf Körperformen und Physiognomien – große, ineinander laufende Farbflächen im Hintergrund, werden figurativen Elementen im Vordergrund entgegengesetzt. Die übereinander gelegten sowie ineinander verschlungenen Körperformen ziehen sich über den Großteil der Bildfläche und führen so den Blick des Betrachters geschickt durch die dargestellten Szenen.
Nils Schumacher fertigt vornehmlich kleinteilige Collagen aus verschiedenen Printmedien an. Die surreal wirkenden Szenerien changieren zwischen Ironie sowie der humorvollen Übertreibung einer vergangenen Lebensrealität, deren Bezugsrahmen satirisch auf aktuelle Ereignisse gesetzt werden.
EX+ setzt sich kritisch mit den Strukturen im Alltag auseinander; dieses Leitmotiv stellt im Hinblick auf das Projekt Urnenwahl einen vielversprechenden Ausgangspunkt zur Urnengestaltung dar – auf das Ergebnis des Künstler-Duos dürfen Sie sich jetzt schon freuen!
Für alle die nicht bis Morgen um 20 Uhr warten können: Hier kann man sich erste Eindrücke verschaffen.

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Mansha Friedrich
Mansha Friedrich ist Pionier, als eine der ersten weiblichen Graffiti-Künstler in Deutschland hat sie sich in der Szene bewiesen und die männerdominierte Graffiti-Welt um ihren Beitrag bereichert. 2011 ist die aus Berlin stammende Künstlerin dann auf Wolle umgestiegen und das nicht nur der Natur zu liebe; die aus Wolle, Garn und anderweitig umweltfreundlichen Materialien gefertigten Installationen im öffentlichen Raum können ohne Rückstände entfernt werden.
Die meisten Menschen wissen die kleinen in situ Arbeiten aber sehr zu schätzen und statt dem Mülleimer kommt der Fotoapparat zum Vorschein, um die bunten Kunstwerke festzuhalten. Die unterschiedlichen Ausführungen ihrer Installationen aus Wolle, von gespanntem Garn gepaart mit kleinen Holzobjekten bis hin zu großflächigen Stricküberzügen für öffentliche Wahrzeichen und Denkmäler, bringen nicht nur Farbe in den Alltag sondern auch eine gewisse Leichtigkeit in Hannovers Stadtbild, welches vielerorts durch Nachkriegsbauten geprägt ist.
So trivial es sich auch anhören mag, ubiquitär in ihren Arbeiten vorhanden ist – Liebe – Inhalt, Aussage und Konzept der farbenfrohen Werke lassen sich auf diese Quintessenz zurückführen.
Friedrich geniesst in Hannover einen soliden Bekanntheitsgrad und sorgt mit ihren Strickaktionen immer wieder für Furore. Eines ihrer aktuellen Projekte „Eine wollene Kuppel für die St. Clemens Basilika“ partizipiert zahlreiche Strickerinnen aus Hannover und soll im September 2014 fertiggestellt werden. Friedrich hat die künstlerische Leitung über das von ihr konzipierte Unterfangen – neben ihren zahlreichen, weiteren Strick-Projekten überschaut sie den Fertigungsprozess der einzelnen Strickelemente.
Friedrichs besondere Art, die Dinge in ihrer Umwelt hervorzuheben, hat uns für das Projekt der Urnenwahl sehr interessiert und wir sind froh, dass wir mit unserem Vorhaben bei der kreativen und lebensfrohen Künstlerin auf fruchtbaren Boden gestoßen sind.
Xenia Beliayeva
Ihre ersten Auftritte als DJ hatte Beliayeva auf Vernissagen und Galerie-Eröffnungen in Köln und Düsseldorf. Ihr Auftritt zur Eröffnung des ZKM in Karlsruhe, bei welcher Techno-Größen wie Kraftwerk und Laurent Garnier vertreten waren, katapultierte sie 1997 von der Kunst- in die Club-Szene.
Künstlerisch arbeitet Beliayeva auch außerhalb der elektronischen Musik – von der Restaurierung alter Designer-Stühle bis hin zur Konzeption, Produktion und digitalen Bearbeitung von Musik-Videos für sich selbst und andere Künstler – bietet sie ein Spektrum an Fähigkeiten an, das seines Gleichen sucht.
(Foto: Pascal Mühlhausen)
Sie selbst sagt über sich und ihre Musik: „Of course I see myself first and foremost as a DJ for electronic music, or Techno to be more precise, but I don't want to limit myself to this role. I'm not scared of innovation, experiments and the conscious break from keeping expectations.“ Dementsprechend gestaltet sich auch ihr Wirken und Schaffen außerhalb der Musik, denn Beliayevas Arbeitsweise kann nicht in einer Sparte verortet werden: Universell gebildet, ohne akademische Vorbehalte und mit tiefer Leidenschaft setzt sie jedes Projekt mit größter Sorgfalt und Professionalität um.
Der Bruch mit den Erwartungen an ein bestimmtes Thema verstärkt sich im Hinblick auf den Kontext der Urnenwahl, da auch wir versuchen, über tradierte Muster hinaus neue Wege zu gehen.
Die multilinguale und mannigfaltig versierte Künstlerin zu den Teilnehmern der Urnenwahl zählen zu können, ist uns eine riesige Freude.