Vorwort:
Einleitend muss ich sagen, dass diese Journey, sowie die Arosa Classics eines der besten Erlebnisse war, die ich in meinem Leben je gehabt habe. Die Freundlichkeit, die Freundschaftlichkeit und der familiĂ€re Spirit dieser Motorenliebhaber, welche eine Leidenschaft teilen, sucht seines Gleichen. Aus diesem Grund bin ich stolz, zumindest anfangsweise (dieses Wort ist extra so geschrieben) einen Teil dieser Familie geworden zu sein. Aus diesem Grund wird die Reise weitergehen und ich dem Motorsport treu bleiben.Â
Ich bedanke mich fĂŒr die vielen spannenden Begegnungen, dem MitgefĂŒhl und Wohlwollen, das mir als Rookie entgegengebracht wurde. Tausend Dank dem OK, dem Tourismus Direktor Pascal Jenny dieser schönen Region fĂŒr tollen GesprĂ€che und die grossartige Organisation, dem Bella Vista Hotel fĂŒr die schöne Unterkunft, Stefan Furter fĂŒr den Riesen Support, Remo Buob und Frau Natalie, Hampi Tschirren und Monika, Ernst Urs, Patric Iten, Hitsch Leu und allen anderen tollen Menschen dieser feinen Gesellschaft. Wir sehen uns bald wieder. Sehr wahrscheinlich jedoch mit einem anderen Auto :-)Â
Was den TOURENERZAEHLER anbelangt, werde ich demnĂ€chst hier meine Learnings verfassen, denn in diesem Blog, sprich diesem Experiment, habe ich sehr viel gelernt. Nicht nur mein Wissen ĂŒber den Motorsport und mein fahrerisches Können wurden gestĂ€rkt, sondern auch die Kommunikations-beratung meiner Firma CORPMEDIAâą hat wesentlich von den Erfahrungen profitiert.Â
Wenn Euch die Kommunikation im allgemeinen Interessiert und ihr nach Inspiration und Wissen sucht, dann schaut doch meinen wöchentlichen Video-Blog namens CORPCAST. Entweder ihr connected Euch mit mir auf Facebook, abonniert Youtube oder gleich den Podcast auf iTunes. Dann bekommt ihr immer neue Inputs.Â
FĂŒr alle die mit mir in Kontakt bleiben möchten schreibe ich am Ende dieses Posts meine Kontaktmöglichkeiten hin. Jetzt aber zum Crash. Vorwort Ende.
Zu den Geschehnissen: Crash-Boom-Bang
Freunde, es kommt mir echt vor wie eines dieser Staffel-Finale, die wir alle so hasslieben, denn eigentlich wĂŒnschen wir uns doch alle ein Happy End. Leider kann ich Euch fĂŒr diese Arosa Classics Journey kein solches bieten. Die wetterbedingten Konditionen waren auch wirklich so schlecht, sodass selbst die besten Fahrer an Ihre Grenzen gestossen sind und ihre Preziosen in nahegelegene WĂ€nde schossen. So nahm ich mir ganz fest vor, dass das sichere Fahren an oberster Stelle stand. Denn am Freitag knallte der absolute Vollprofi Ernst Urs, der auch im Recap Film von Trainingstag spricht und zum 8. mal dabei ist, durch Bremsversagen Vollgas in einen Porsche 911S 2.4L. Kurz darauf wurde gemeldet, dass ein Alfa in die Wand geknallt ist und am Samstag vier weitere Fahrzeuge verschrottet wurden. Ein Mini Cooper musste ebenfalls abgeschleppt werden und ein Opel GTI machte Bekanntschaft mit der Absperrung und so weiter und so fort. Kurz gesagt.. Es war eine Rutschpartie und Millionen wurden verschrottet, also wollte ich nichts anderes, als meinen Triumph sicher ins Ziel fĂŒhren. â Leider nix gewesen. Â
Unten in Langwies war die Stimmung bereits angespannt. SĂ€mtliche Autos hatten mit Scheibenbeschlag zu kĂ€mpfen. Zwar hatte ich von meinem Held des Tages Patric Iten mit seinem wundervollen Alfa GTV 2000 ein Antibeschlagstuch zum Putzen bekommen, aber dies löste das Problem nur temporĂ€r.Â
Durch Regen und die Sicht fuhr ich defensiv doch zĂŒgig und hatte den Triumph gut im Griff. Dass man mit alten Autos diverse kontrollierte Drifts hinlegt, gehört dazu und ist auch ein Teil der Faszination. Alles lief wie am SchnĂŒrchen. Doch kurz nach und dem StarterhĂ€uschen ca. 400 Meter vor Arosa geschah es: In einer langen Linkskurve verlor ich den Halt und mein Heck zog nach rechts. Ich dachte noch, dass ich dies gut wieder fangen kann, jedoch war so viel Wasser auf der Fahrbahn, dass beim Gegenlenken das Auto wie aus dem nichts nach links drehte. «Oh, oh, jetzt istâs gelaufen», dachte ich mir.Â
Ganz kurz hatte ich ein Deja-Vu von einem Autounfall den ich mit 16 hatte, als ein Renault Espace mit 60 km/h auf dem FussgĂ€ngerstreifen auflud. Auch da habe ich den Aufprall sehen kommen und wusste, dass ich nichts mehr tun konnte. Aus diesem Grund entspannte ich mich.  Â
In der nachfolgenden Rekonstruktion muss folgendes passiert sein: Mein Auto drehte sich mit etwa 45 km/h um 180 Grad als ich zuerst in einen Weiss-Schwarzen-Abstandspfosten rein bin, welcher das Auto durch die Wucht ca. 70 Grad links austellte. Aufgrund der Spuren am Helm, muss ich dabei halb aus dem Auto raus gewesen sein und mich um die eigene Achse gedreht haben, da der Helm an beiden Seiten beschĂ€digt ist.Â
Da dann jedoch die Steinmauer kam, muss es mich mit voller Wucht wieder zurĂŒck in den Sitz geschleudert haben, da ich danach im Auto an der Mauer sass, als hĂ€tte ich einfach zu nah geparkt.
Was zwischen «Oh, Oh» und dem «geparkten Dasitzen» passiert ist, muss mein Kopf total ausgeblendet haben. Wieder bei mir, sass ich noch im Auto und rief meine Freundin an und erzĂ€hlte ihr leicht benommen: «Mein Auto ist kaputt. Ich bin gegen ein Wand gefahren», als schon die ersten Menschen hinzu kamen und mich fragten, ob ich aussteigen könne. «Klar kann ich aussteigen», meinte ich und stieg ĂŒber die Handbremse.Â
Wie aus Reflex sagte ich den Herren wo ich wohnte und wie meine Telefonnummer war (das selbe musste ich auch beim Autounfall mit dem Espace tun). «Kannst du Ihn starten?» fragten sie mich. Also öffnete ich die Motorhaube und startete den voll demolierten Chlapf (die elektrische ZĂŒndung war ja seit Tagen zickig). Zu aller Erstaunen sprang er ohne Murren an. Als ich mich ĂŒber die BeifahrertĂŒr wieder reinsetzte. Abgesehen davon dass das der Spitfire zu nah an der Wand geparkt war, konnte man die TĂŒre durch die Deformation eh nicht mehr öffnen. Zwar machte die Karosserie, welche an allen Ecken und Enden gegen die RĂ€der drĂŒcken nie dagewesene GerĂ€usche, aber es fuhr. Nach einem Wendemanöver (ich stand ja immer noch in die Richtung Chur) fuhr ich das Auto mit einer sprichwörtlich abgefahrenen GerĂ€uschkulisse nach Arosa.Â
Kaum oben angekommen, sah ich das Ausmass am Auto und war gottenfroh, dass mein guter Freund Donatus da war und sich auch alle Anderen um mich kĂŒmmerten. (Danke!)Â
Um sicher zu gehen, dass auch wirklich nichts ist (denn ich fĂŒhlte mich gut), ging ich zu den Sanis, welche ich mich kurz durchcheckten. Trotz der Tatsache, dass alle Tests absolut normal waren, fuhren sie mich mit dem Krankenauto und einer Halskrause zur nahegelegenen Ărztin, welche mich «durchröntgte», aber auch da war alles normal.Â
Ein Schleudertrauma wurde trotzdem attestiert. Auf die meine Frage hin was man denn sonst tun könnte, entpuppte sie sich Radka (das war ihr Vorname) zudem als Akupunkteurin und haute mir sogleich ein paar Spritzen ins Ohr. Dass ich eine Halskrause tragen wollte hielt sie fĂŒr unnötig, aber ich bestand darauf. Zum Einen weil ich bei der KĂ€lte einen warmen Hals haben und zweitens, es mich von weiterem Unfug abhalten sollte. Schon sehr cool was Arosa alles zu bieten hat (top Gastronomie, fortschrittlichste Röntgenapparate und Ărzte mit TCM Weiterbildung finde ich wirklich sehr gross. Auch wenn man bedenkt, wie gefĂ€hrlich Schneesport sein kann.)
Als ich wieder im Zentrum angekommen bin, war die Anteilnahme gross. Meine Freundin kĂŒmmerte sich liebevoll um mich und auch alle anderen wollten helfen. Die Frau von Remo schenkte mir sogar ein Ragusa fĂŒr die Besserung. Bald darauf kam der Schlepper und lud meinen total demolierten Triumph auf.Â
Im Gegensatz zu mir, fanden alle total schlimm was passiert ist. Zwar sagte meine Mutter immer scherzhaft: «Lieber ein Loch im Kopf, als eins in der Hose», ich finde jedoch, dass das Materielle eigentlich völlig Wurst ist und Erlebnisse, Erfahrungen, Freude und Gesundheit viel mehr wert sind. So sehe ich das Ganze als eine riesen Erfahrung und wer Auto fĂ€hrt, muss damit rechnen, dass etwas passiert. Zwar habe ich meinen Triumph durch den Totalschaden verloren, aber einen wundervollen Event, Freunde und eine Familie gewonnen.Â
Dank Uepaa und Ihrem Remote-Tracking konntet ihr alles Live miterleben, was ich ultra faszinierend fand â eine echt tolle App. Egal wie und wo man draussen unterwegs ist. Denn Helfer wurden auch bei mir gleich angefordert!! Danke Uepaa.
Auch die Erfahrungen mit der Legria Mini X von Canon waren hervorragend, mit welcher ich die Reza Videos produzierte. Durch das extrem einfache Handling ist sie wirklich ideal fĂŒr solche Stunts wie ich sie gemacht habe und eine tolle Sache fĂŒr Blogger. Â
Mittlerweile bin ich wieder zu Hause und mir geht es gut. Meine «Schutzengel» haben wiedermal hervorragende Arbeit geleistet. Zwar muss ich mich die kommenden Tage etwas schonen, denn mein Hirn sagt mir schon, dass es einen ziemlichen Aufprall erleben musste, aber ich hatte echt unfassbares GlĂŒck im UnglĂŒck und freue mich auch schon auf die nĂ€chsten Rennen und Abenteuer.Â
In diesem Sinne wĂŒnsche ich Euch einen wundervollen Sonntag und viel Erfolg all jenen die noch in Arosa sind. Ich drĂŒck euch ganz fest die Daumen und hoffe, dass ihr Eure tollen Oldtimer sicher nach Hause bringen könnt.Â
Falls Ihr spannend findet was ich so mach könnt ihr das das gerne ĂŒber meine Profile tun. Also wer mir folgen, mit mir in Kontakt treten oder GeschĂ€fte machen möchte, hat folgende Möglichkeiten:
Meine Firma CORPMEDIAâąÂ
Bis bald! Euer Timo a.k.a der TourenerzÀhler