Man müsste die ganzen Negative nochmal scannen. Ist ja schlimm, was ich damals abgeliefert habe.
Immerhin glaube ich, mich zu erinnern, daß ich die Aufnahmen mit der Zorki 1c und dem passenden Tessar/Elmar-Nachbau gemacht habe. Die Zorki ist echt eine Süße. Das Urmodell praktisch, das sich kaum von der Leica unterscheidet. Nur alles etwas einfacher konstruiert. Und: Keine Möglichkeit einen Gurt anzubringen.
Die Angeberfotografen machen zwar sowieso sofort alles Gurtige ab. Ich bin aber kein Angeber. Und ein Photograph mit Phi.
Wohin mit der Kamera, wenn man sich mal eine drehen will? In den Hosenbund schieben? Gepolsterte Spezialtäschchen (am Gurt) mitführen? Nee, nee.
Immerhin konnte ich mir damals noch den Tri-X leisten. Knapp unter 4 Euro die Rolle. Als sie mir in Paris mal 9 Euro für die Rolle abknöpfen wollten, habe ich mir gedacht “lêche mes couilles” und bin ohne Einkauf wieder raus. Und “die Pariser sind arme, arme Schweine”, habe ich auch noch gedacht. Damals.
Heute ist mir klar, daß ein Händler halt solche Preise nehmen muss. Wenn man ihm ein halbes Pfund Silber/qm Monatsmiete für sein Ladenlokal abknöpft? Berlin wird auch bald so weit sein. Aber auch ohne ist die Rolle 10 Jahre später bei über 10 Euro angekommen. Wegen der grünen Energiepreise. Und der Chemie, die keiner mehr herzustellen in der Lage ist. Seit der Pleite von Tetenal. Lêche mes couilles, sind wir runtergekommen. Und Mann, bin ich vulgär.