Wir mach(t)en die Wölfe kalt
Auch wenn das neue Jahr gerade erst begonnen hatte, war für uns Albtrauf Tripler schon klar: Der erste große Auswärtstrip 2026 durfte nicht fehlen. Mit 45 Personen – darunter ein paar Gäste, die zum ersten Mal mit uns unterwegs waren – ging es von Weilheim aus Richtung München.
Schon beim Einsteigen in den Bus war klar, an welchem Wochentag wir uns befanden: Draußen hing dichter Nebel über der Teck, die Temperaturen dümpelten knapp über null – ein typischer, ungemütlicher Winter-Sonntagmorgen, an dem man selbst den Hund nicht vor die Tür lassen möchte. Doch während andere sich an diesem Tag lieber mit Kaffee und Kuchen ins Wohnzimmer verzogen hätten, saßen wir längst im warmen Fanbus und ließen die Kälte draußen. Schon nach den ersten Kilometern war die gewohnte Stimmung da: Gesänge, Gelächter und die ersten Wetten, mit wie vielen Toren wir die Wölfe "kalt machen" würden.
Kurz vor Augsburg steuerten wir dieses Mal die Waldgaststätte Peterhof in Gersthofen an – und wurden dort standesgemäß mit Schnee begrüßt. Noch bevor es drinnen an die reservierten Tische ging, tat sich draußen vor der Wirtschaft ein kleiner Kreis unserer Mitglieder zusammen und lieferte sich spontan eine kleine, aber lustige Schneeballschlacht – ganz ohne Gewinner, einfach nur zum Spaß –, bevor man frostig, aber bestens gelaunt drinnen Platz nahm. Und dann kam das Essen, und das war, wie man es aus Bayern eben kennt: einfach super. Deftig, reichlich und genau das Richtige, um sich für den Rest der Fahrt zu wappnen.
Auch München empfing uns nicht gerade mit Frühlingsgefühlen. Bei Ankunft an der Allianz Arena zeigte das Thermometer gerade einmal knapp über null Grad, in der Nacht zuvor war es sogar leicht unter den Gefrierpunkt gerutscht. Klirrend kalt, aber genau die Art von Wetter, bei der man sich umso mehr auf ein heißes Spiel freut. Entsprechend schaute man eher, dass man bis kurz vor der Mannschaftsaufstellung im Warmen blieb.
Zum Anpfiff war von der Kälte dann schnell nichts mehr zu spüren – okay, es lag vermutlich auch daran, dass wir dieses Mal nicht im Mittelrang, sondern im Oberrang unsere Plätze hatten. Mancher stand sogar oberhalb des Blocks, dafür mit umso lautstärkerem Support. Und die Unterstützung zeigte Wirkung: Ein Tor nach dem anderen fiel, und selbst in der Südkurve war den Jungs sichtlich "warm", als sie mit freiem Oberkörper die Mannschaft anfeuerten.