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Verhandlungstipps von A - Z: Pönale
Bei der Pönale handelt es sich im engeren Sinne um eine pauschalierte Vertragsstrafe, die zwischen den Verhandlungspartnern im Zuge von Vertragsverhandlungen festgelegt wird. Beispiel: Es wird ein Ăbergabetermin fixiert und fĂŒr jeden Tag Verzögerung muss der Lieferant einen vorher festgelegten Betrag an den Auftraggeber bezahlen. Dies wird regelmĂ€Ăig so gehandhabt, dass der Kunde Schlusszahlungen kĂŒrzt. HĂ€ufig gibt es trotzdem Streitigkeiten, weil der Lieferant nicht bezahlen will und auf Verzögerungen verweist, die der Kunde zu vertreten hat. Je komplexer die Leistung, desto wahrscheinlicher, dass es zu umfangreichen und streitigen Nachverhandlungen kommt. Pönale in der Verhandlungspraxis Es hat sich vielfach eingebĂŒrgert auch bei beiderseitigen Nachforderungen im Laufe des Projekts von Pönalen zu sprechen: "Die wollen eine Pönale von uns, weil die Farbe nicht RALxxxx entspricht.", "Wir sollen eine Pönale zahlen, weil...". Damit wird aus der Pönale eine Strafzahlung fĂŒr (angeblich) nicht vertragsgerechte Leistung, die jederzeit als Forderung auf den Tisch kommen kann. In StreitfĂ€llen (Claims) geht es hĂ€ufig um gegenseitige Forderungen, die wiederum gegeneinander aufgerechnet werden. In den notwendigen Verhandlungen ist oft "heftige Musik" und es besteht das Risiko, dass die Beziehung nachhaltig Schaden nimmt. In der Auseinandersetzung um eine Pönale geht es hĂ€ufig um Fragen wie: Wer ist verantwortlich? Gibt es ungewöhnliche Ereignisse - Naturkatastrophen, Krieg, ... - die verantwortlich sind? Ist es ein "Force Mayeur"?
Mein Verhandlungstipp fĂŒr die Praxis:
Wenn immer möglich, dann versuchen Sie die Verhandlungen ĂŒber eine Einigung wegen der Pönale von Verhandlungen ĂŒber NeugeschĂ€ft zu trennen. Falls das nicht möglich ist, dann mĂŒssen Sie in der Vorbereitung klare Ausgrenzen (GO-Away-Limit) fĂŒr Ihre ZugestĂ€ndnisse bezogen auf die Forderung nach der Pönale machen und fĂŒr die Konzessionen, die Sie bezogen auf das NeugeschĂ€ft machen. Und wenn Sie beides gemeinsam abrĂ€umen wollen, dann ĂŒberlegen Sie genau, was das Eingehen auf die Forderung in Sachen Vertragsstrafe fĂŒr Ihre Verhandlungsmasse in der Hauptsache bedeutet: Ist es wirklich so viel wert? Und wie wirkt sich das Ganze ĂŒberhaupt auf die Beziehung mit Ihrem GeschĂ€ftspartner aus? Wie beeinflusst es Ihr kĂŒnftiges Standing? Merken Lesen Sie den ganzen Artikel
Verhandlungstipps von A-Z: Sinne (2)
VAKOG ist kein starres System! Auch wenn Sie grundsĂ€tzlich eine bestimmte PrĂ€ferenz zum Beispiel "Visuell" haben, dann ist das nicht starr. In bestimmten Situationen ist doch ein anderes System fĂŒhrend: Tastsinn, Gehör oder auch Geschmack oder Geruch. Es reicht nicht aus, wenn Sie Ihre VerkaufsprĂ€sentation fĂŒr eine primĂ€r visuelle Kundin nur auf Bilder und visuelle Sprache stĂŒtzen. VerĂ€nderungen in bestimmten Situationen oder im GesprĂ€chsverlauf sind hĂ€ufig und ganz normal. Deshalb sollten Sie sich vor zu einfachen Schablonen in Acht nehmen. Viel wichtiger fĂŒr den Verhandlungsverlauf ist es, dass Sie in der Situation erkennen, welcher Aufnahmekanal bei Ihrem GesprĂ€chspartner gerade aktiv und damit gut ansprechbar ist. Mit allen Sinnen erfolgreich(er) verhandeln Wenn Sie Ihren Verhandlungspartner da abholen, wo er gerade steht, tun Sie sich leichter. Wenn zum Beispiel die PrĂ€ferenz fĂŒr visuelles gerade aktiv ist, kommen Sie leichter zu einer Ăbereinstimmung (und zu Rapport), wenn Sie ebenfalls visuell argumentieren oder agieren. Beispiele: Ihr Verhandlungspartner lehnt sich zurĂŒck und fordert Sie auf: "Dann lassen Sie mal hören!" Jetzt will Ihr GegenĂŒber wirklich etwas hören und nicht aufgefordert werden: "Schauen Sie mal!" Ihre GesprĂ€chspartnerin wendet sich Ihnen zu: "Das will ich genau sehen." Dann zeigen Sie auch etwas: ein Bild, eine PrĂ€sentation, ein Modell. Begleitet mit moderierenden Worten wie: "Schauen Sie hier" Die Aufmerksamkeit kann gelenkt werden Die Aufmerksamkeit Ihres Verhandlungspartners können Sie auch bewusst auf einen Sinneskanal lenken. Dazu reicht alleine schon die Aufforderung: âSchau mal!â, "Fassen Sie doch mal an." "Klingt das nicht gut". Damit können Sie möglicherweise Ihre GesprĂ€chspartnerin in genau den Kanal fĂŒhren, in dem Sie besonders stark sind und sich mit Ihren Argumenten besonders leicht tun. Sie sollten dann jedoch durch Kontrollfragen ĂŒberprĂŒfen, ob Ihr GegenĂŒber Ihnen auch wirklich folgt. Olfaktorisch und Gustatorisch Zwei weitere Sinne sind noch zu ergĂ€nzen. Diese sind ganz entscheidend fĂŒr die emotionale Verarbeitung von Geschehnissen. Riechen ist unser schnellster Sinn. Der Weg zum Riechzentrum im Stammhirn ist extrem kurz und die Verarbeitung sehr schnell und weitgehend ungefiltert. Und GerĂŒche sind starke emotionale Anker. Auch das Schmecken hat starke emotionale Anteile. Der Geschmack entscheidet darĂŒber, ob wir etwas mögen und wir machen daran auch fest, ob uns etwas bekommt. Das âGâschmĂ€ckleâ der Schwaben hat lĂ€ngst die Dialektgrenze ĂŒbersprungen und ist in Nachrichtensendungen und Talkshows prĂ€sent. Und wir sagen âDas schmeckt mir nichtâ, wenn wir etwas ablehnen.[b Auch dazu ein Beispiel fĂŒr Ihre Verhandlungen Es kommt Widerstand / ein Einwand: "Das riecht nach ziemlich viel Ărger." Jetzt bleiben Sie besser in der aktuellen PrĂ€ferenz, statt mit einem "Aber ..." zurĂŒckzuschieĂen. Fragen Sie nach: "Was genau riecht da fĂŒr Sie nach Ărger?" Gehirngerechtes Verhandlungstraining zu Verhandeln mit allen Sinnen 2 Tage, Inhouse, Vertrieb, Einkauf oder beide gemeinsam. +49-361-2189-2152 Lesen Sie den ganzen Artikel
091 - Cross Selling-Up Selling_Interpretation im Verkauf
Warum Cross-Selling und Up-Selling schnellere Erfolge im Vertrieb bringen
Cross Selling und Up Selling ist sicher die schnellere Methode, um im Vertrieb den Umsatz sowie die Margen zu erhöhen. Nur warum hilft Cross-Selling und Up-Selling dabei?
2% der VerkÀufe werden beim ersten Kontakt abgschlossen
3% der VerkÀufe werden beim zweiten Kontakt abgeschlossen
5% der VerkÀufe werden beim dritten Kontakt abgeschlossen
10% der VerkÀufe werden beim vierten Kontakt abgeschlossen
80% der VerkÀufe werden beim 5. bis 12. Kontakt abgeschossen!
Jetzt können Sie die Schlagzahl beim tÀglichen Verkauf durch mehr Kontakte bei vielen Kunden erreichen, oder Sie fangen an bei Ihren bestehenden Kunden das Cross-Selling und Up-Selling zu forcieren.
Was ist Cross Selling?
Was heiĂt Cross-Selling? Cross Selling bedeutet wörtlich ĂŒbersetzt âĂber Kreuz verkaufenâ oder Querverkauf. Up-Selling heisst wörtlich ânach oben verkaufenâ. Bei solch einem Zusatzverkauf werden vorhandene Kundenbeziehungen ausgenutzt, um den Kunden zusĂ€tzliche Angebote zu unterbreiten. Diese sollten zum ursprĂŒnglich angebotenen Produkt passen oder es im Idealfall ergĂ€nzen. Eine hohe Cross-Selling-Rate oder Up-Selling-Rate sorgt fĂŒr eine bessere Vertriebseffizienz. Pro Kunde kommt es weniger darauf an, eine hohe Produktzahl anzubieten als mit passenden Angeboten eine möglichst hohe Vertragszahl abzuschlieĂen. Denn schlieĂlich ist es billiger, einen vorhandenen Kunden von weiteren Produkten oder Dienstleistungen zu ĂŒberzeugen, als einen Neukunden zu werben. Unternehmen kommen den Kunden beim Cross-Selling hĂ€ufig mit einer attraktiven Preisgestaltung entgegen, indem sie Rabatte auf Zusatzprodukte oder Dienstleistungen gewĂ€hren. Beim Up-Selling wird ein höherwertiges Produkt verkauft und dadurch der Umsatz und Gewinn erhöht.
Ziele: Was bringt Cross-Selling und Up-Selling?
Cross-Selling und Up-Selling ist eine Verkaufsstrategie, bei der es darum geht vorhandene Kundenbeziehungen fĂŒr neue UmsĂ€tze zu nutzen. So kann man versuchen, Kunden fĂŒr weitere Dienstleistungen oder den Kauf zusĂ€tzlicher Produkte zu gewinnen. Die Produkte oder Dienstleistungen, die beim Cross-Selling und Up-Selling dem Kunden angeboten werden, fragten die Kunden ursprĂŒnglich nicht unmittelbar nach. Cross Selling dient dem kalkulatorischen Ausgleich, ein Teil des Verkaufssortiments wird bei dieser Marketing-Strategie nur mit einem geringen Gewinn oder gar zu Selbstkosten verkauft. So soll der Verkauf von Sortimentsteilen mit hohen GewinnbeitrĂ€gen gefördert werden. Man kann man die Deckungsbeitragsrechnung nutzen, um den Mindestpreis fĂŒr solche Cross-Selling-Angebote zu ermitteln. Unternehmen verfolgen mit dem Cross-Selling mehrere Hauptziele:
Umsatzsicherung und Umsatzsteigerung
VerstÀrkte und langfristige Kundenbindung
Fixkostenbeitrag durch die Cross-Selling-Produkte
Erhöhung des Gewinns
Forcierung des Hauptsortiments ĂŒber ein Randsortiment
Forcierung des Randsortiments mit Nutzung des Hauptsortiments.
Vorteile von Cross-Selling und Up-Selling
Cross Selling und Up Selling hat fĂŒr Unternehmen verschiedene Vorteile. Sie sparen Akquisitionskosten, da sie die Kunden bereits kennen und sie nur direkt ansprechen mĂŒssen. Das ist gesetzlich gestattet, denn wenn schon eine Kundenbeziehung besteht, darf man zu Akquisezwecken seine Kunden kontaktieren. Cross-Selling kann zu einer anhaltenden Kundenbeziehung fĂŒhren, die Kunden können die Produkte oder Dienstleistungen, die ihnen zusĂ€tzlich angeboten werden, weiterempfehlen. Das Sortiment des Unternehmens wird bekannter, Unternehmen sparen Kosten fĂŒr Werbung.
Nachteile des Cross Selling und Up Selling
Man sollte es jedoch mit seinen WerbemaĂnahmen nicht ĂŒbertreiben. Jeder kennt die wiederkehrenden Anrufer des eigenen Mobilfunkanbieters, die einem immer und immer wieder auch einen DSL-Anschluss verkaufen wollen. Das kann Kunden so sehr nerven, dass sie deswegen kĂŒndigen. Auch eine unterschiedliche Preispolitik muss man vor seinen Kunden argumentativ belegen können. Denn warum bezahlt ein Kunde A beispielsweise 20 Euro fĂŒr eine Dienstleistung, die er ausschlieĂlich nutzt, wĂ€hrend Kunde B nur 5 Euro dafĂŒr bezahlt, weil er bereits ein anderes Produkt im Einsatz hat. ErfĂ€hrt Kunde A vom viel geringeren Cross-Selling-Preis, den Kunde B bezahlt, kann Unmut aufkommen.
Instrumente fĂŒr Cross Selling und Up Selling
Unternehmen sammeln Daten ĂŒber die Kunden und deren Kaufverhalten. Das ist völlig seriös und legitim, solange die geltenden Datenschutzrichtlinien eingehalten und die Kunden transparent darĂŒber informiert werden. Die Kundendaten werden fĂŒr Cross-Selling-Aktionen aufbereitet und ausgewertet, hierfĂŒr kommen hĂ€ufig Techniken des Data Mining zum Einsatz. Die Kunden erhalten anschlieĂend Briefe, E-Mails oder Anrufe mit entsprechenden Angeboten. ZusĂ€tzlich werden vor allem Neukunden beim Kauf der Produkte oder bei der Beauftragung von Dienstleistungen auf diese zusĂ€tzlichen Cross-Selling-Produkte und Services  hingewiesen. Moderne CRM Software ermöglicht das frĂŒhzeitige Erkennen von Verkaufschancen und erinnern die Sachbearbeiter in regelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden automatisiert an Anrufe bei guten Kunden.
Beispiele fĂŒr Cross-Selling: Banken und Sparkassen
Banken und Sparkassen stellen ein typisches Beispiel fĂŒr das erfolgreiche Cross-Selling dar. Sie treiben die Technik bei der Eröffnung eines neuen Kontos förmlich auf die Spitze. Sie bieten im Zusammenhang mit der FĂŒhrung von Girokonten verschiedene Dienstleistungen oder Versicherungen an, die weit unter den Selbstkosten liegen. Sie erhoffen sich damit den Aufbau von langfristigen Kundenbeziehungen mit ertragsstarken ZusatzgeschĂ€ften. Eine solche Dienstleistung, die zusĂ€tzlich zum Girokonto angeboten wird, ist besonders bei den Direktbanken eine kostenlose Kreditkarte, die Bank erzielt mit der kostenlosen Kreditkarte keine Einnahmen. Die Banken können die Kunden mit dem Girokonto und zusĂ€tzlichen Dienstleistungen hĂ€ufig fĂŒr andere Produkte gewinnen, beispielsweise fĂŒr ein Tagesgeld-Konto oder einen Sparvertrag. Zum Leistungsspektrum von Banken und Sparkassen gehören darĂŒber hinaus die Vermittlung und der Verkauf von Immobilien. Im Zusammenhang damit bieten sie ihren Kunden die Baufinanzierung zu gĂŒnstigen Konditionen oder die erforderlichen Versicherungen fĂŒr die BaudurchfĂŒhrung oder den Immobilienbesitz an.
Weitere Beispiele fĂŒr Cross Selling und Up Selling
AutohĂ€user bieten den Kunden, die ein Auto gekauft haben, hĂ€ufig zusĂ€tzliche Produkte an. Im Angebot sind oftmals Winterreifen, Zubehör fĂŒr den Neuwagen oder ein gröĂeres Navigationssystem. Die Kunden werden im Herbst angeschrieben, damit sie möglichst rechtzeitig vor dem Beginn des Winters Winterreifen kaufen, die im Rahmen einer solchen Verkaufsaktion gĂŒnstiger zu haben sind. Oftmals gibt es Gutscheine fĂŒr den Reifenwechsel oder das Einlagern der Sommerreifen.
Bestellt ein Kunde in einem Online-Buchhandel regelmĂ€Ăig BĂŒcher, so kann er per E-Mail Angebote fĂŒr Zeitschriften, fĂŒr HörbĂŒcher oder fĂŒr einen E-Book-Reader erhalten.
Hat ein Kunde bei einer Versicherungsgesellschaft eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, so kann ihm die Versicherungsgesellschaft eine Lebensversicherung oder eine private Rentenversicherung anbieten. Versicherungsgesellschaften bieten ihren Kunden zusÀtzlich zu einer bestehenden Versicherung hÀufig weitere Versicherungen an.
Verschiedene Online-Shops zeigen zusĂ€tzlich zum Produkt, das vom Kunden bestellt wird, beispielsweise zu einer Jeans, verschiedene Produkte an, die dazu passen. Sie bieten diese Produkte oft mit dem Hinweis âDas könnte Ihnen auch gefallenâ an, solche Produkte können eine Jeansjacke, ein Jeanshemd oder passende Schuhe sein.
warum cross selling?
Wie geht ein Durchverkaufen?
Wie geht Cross Selling?
Wie geht Cross Sales?
Wie verkaufe ich andere Produkte?
Podcast Verkauf Verhandlung - Serie Verkauf und Verhandlung
090 - Ăbung in der Kommunikation_Frauen verkaufen anders
MÀnnlicher und weiblicher Vertrieb so ungefÀhr typisch Mann, typisch Frau? Nein das gibt es nicht, aber sehr wohl unterschiedlich stark ausgeprÀgte feminine und maskuline Kommunikationsmethoden im Vertrieb und im Job. Und diese sind sehr wohl unterschiedlich.
 Inzwischen ist belegt, dass mĂ€nnliche und weibliche Gehirne in jeweilig anderen Bereichen stĂ€rker vernetzt sind ĂŒber die Synapsen. Auch ist die graue Gehirnmasse unterschiedlich verteilt. MĂ€nner und Frauen scheinen unterschiedliche StĂ€rken und PrĂ€ferenzen mitzubringen, die sich durch die Biologie erklĂ€ren lassen. Ein Beispiel hierfĂŒr ist das bessere rĂ€umliche Denken von MĂ€nnern und die höhere EmpathiefĂ€higkeit von Frauen. MĂ€nnlicher Vertrieb neigt eher zu isoliertem Denken und der weibliche Vertrieb eher zum Denken in gröĂeren ZusammenhĂ€ngen.
Woher die Unterschiede im mÀnnlichen und weiblichen Vertrieb kommen
Catherine Leveroni hat die Auswirkungen von dem Testosteron Ă€hnlichen Hormonen (Androgene) auf das Spielverhalten von Kindern untersucht. Diese Hormone sorgen im Mutterleib dafĂŒr, dass sich die mĂ€nnlichen Geschlechtsorgane bilden. In der Studie analysiert Catherine Leverone wie das Spielverhalten von MĂ€dchen ist, die im Mutterleib einen höheren Androgenspiegel ausgesetzt waren Und tatsĂ€chlich zeigten sie mehr jungentypische Verhaltenswiesen wie raufen und weniger Interesse fĂŒr Puppen, als bei MĂ€dchen die diesem Hormon weniger ausgesetzt waren. NatĂŒrlich spielt auch die gesellschaftliche PrĂ€gung eine Rolle. Es gibt kein âtypischâ Frau oder âtypischâ Mann Verhalten im Vertrieb. Was es gibt, sind VerhaltensprĂ€ferenzen, die eben hĂ€ufiger bei Frauen oder bei MĂ€nnern zu finden sind. Es gibt also âfeminineâ MĂ€nner und âmaskulineâ Frauen, was allerdings nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun hat sondern nur in dem Verhalten und in der Kommunikation im Vertrieb.
#1 MÀnnlicher und weiblicher Vertrieb: Beziehungs- oder BerichtsverkÀufer?
MĂ€nnlicher und weiblicher Vertrieb unterscheiden sich am meisten im Bereich der Kommunikation. Vor allem in der Zielsetzung in der Kommunikation. Weibliche Kommunikation im Vertrieb ist vor allem eine Beziehungssprache, die darauf abzielt Beziehungen aufzubauen und zu stĂ€rken. Die mĂ€nnliche Kommunikation im Vertrieb ist mehr zielorientiert. Es geht hier um die Informationsvermittlung und dem Rangabstecken. Der mĂ€nnliche Vertrieb (auch Frauen mit mĂ€nnlichen Verhaltenstendenzen) geht in ein VerhandlungsgesprĂ€ch mit einer inhaltlich komplett durchdachten und mit Fakten abgesicherten Argumentation, die er auch versucht gegen Gegenargumente durchzuboxen. Der weibliche Vertrieb (auch MĂ€nner mit weiblichen Verhaltenstendenzen) geht in ein VerhandlungsgesprĂ€ch mit mehr Optionen. Der Entscheidungsprozess ist wĂ€hrend der Verhandlung nicht abgeschlossen. Das Weiterentwickeln, WĂ€gen und Durchdenken erfolgt im GesprĂ€ch mit anderen â der Kunde entwickelt die Lösung mit. Typisch fĂŒr weiblichen Vertrieb ist somit nicht nur der Beziehungs- sondern auch der Prozessfaktor.
Hier ein Beispiel:
Fragt der VerkĂ€ufer den Kunden: âWie kommen Sie darauf?â hĂ€ngt es sehr stark davon ab ob der Kunde eher in der Beziehungs- oder in der Berichtssprache zu Hause ist. Im weiblichen Denken wird er es als Aufforderung sehen, seine Gedanken uns seinen noch nicht abgeschlossenen Meinungsbildungsprozess mit dem VerkĂ€ufer zu teileln. Im maskulinen Denken wird er sich eher angegriffen fĂŒhlen. Er empfindet diese Frage als Angriff auf seine Kompetenz und kontert sofort mit Beweisen und Fakten. Erkennbar ist die Berichts- oder Beziehungssprache recht einfach an der Nutzung von Wörtern und Satzkonstruktionen. Der maskuline Ansatz des PrĂ€sentierens und sich durchsetzens nutzt Formulierungen mit wenig Interpretationsspielraum âWenn wir A machen, dann ist B der Fall.â Punkt. Der feminine Ansatz bevorzugt Wörter die EventualitĂ€ten betonen wie z.B. âunter UmstĂ€ndenâ oder âmöglicherweiseâ und enthĂ€lt den Konjunktiv. Beziehungskommuniktion nutzt mehr Worte und NebensĂ€tze, um den Kunden in die Lösungsbildung mit einzubeziehen.
#2 MĂ€nnlicher und weiblicher Vertrieb: Sag die Meinung â oder nicht?
Die feminine Kommunikation im Vertrieb wirkt auf den maskulinen Typ kompliziert, langweilig und wenig klar. Er schaltet schnell ab, wodurch beim VerkĂ€ufer der Eindruck entsteht, es mit einem Ignoranten zu tun zu haben. Und Berichtssprecher missdeuten die Beziehungssprache als SchwĂ€che. Sie mĂŒssen dann den Werkzeugkoffer Lösung hervorholen und dem GegenĂŒber LösungsvorschlĂ€ge bringen, anstatt sich auf den Prozess der Entscheidung einzulassen.
Ein Beispiel:
Fragt ein Beziehungssprecher einen Berichtssprecher nach Feedback des GesprĂ€chs: âWie fanden Sie dieses GesprĂ€châ . Ein Berichtssprecher antwortet darauf meist nur mit einem knappen âGut!â Der Beziehungssprecher der gefragt hat, ist enttĂ€uscht und fĂŒhlt sich abgewimmelt. Im umgekehrten Fall wenn der Berichtssprecher einen Beziehungssprecher die gleiche Frage stellt kommt wahrscheinlich so eine Antwort: âJa gut. Vielleicht hĂ€tten Sie am Anfang anders einsteigen sollen in dieses GesprĂ€ch.â Das Ergebnis ist, dass der Berichtssprecher genervt ist und ĂŒberhaupt nicht versteht, was das GegenĂŒber ihm jetzt sagen möchte.
Zwei GesprĂ€che â zweimal Frustration und Interpretation
Podcast Verkauf Verhandlung - Serie Verkauf und Verhandlung

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089 - Social Selling im Verkauf
Social Selling im Vertrieb und Verkauf 4.0 â die Zukunft des B2B Vertriebs!
Der Vertrieb wird durch die Digitalisierung âsocialâ. Wir mĂŒssen den Schritt von âunbekanntâ zu âinteressantâ im Netz erreichen. Vor dieser Herausforderung steht der Vertrieb 4.0 oder auch Verkauf 4.0 in Zukunft und das bedeutet ein Umdenken. Die bisher genutzten Methoden wie Kaltakquise oder Messeauftritte sind zwar nicht weg, nur geht es in der Zukunft um neue Methoden des Sichtbarmachens. Die Erstansprache wird mit der Digitalisierung im Vertrieb 4.0 in erster Linie ĂŒber Social Media erfolgen, Social Selling immer prĂ€senter werden.
Podcast Verkauf Verhandlung - Serie Verkauf und Verhandlung
Wie in harten EInkaufsverhandlung mit EinkĂ€ufer punkten und die Verhandlung fĂŒr sich entscheiden. Welche Verhandlungs- und GesprĂ€chstechniken wirken?
088 - Vertriebsleiter_kalte Akquise_Marktanteil
Haben Sie sich schon mal ĂŒber Ihren Marktanteil Gedanken gemacht?
Ein Unternehmen mit einem Marktanteil von 60% innerhalb seiner Branche kann sich mit Fug und Recht als MarktfĂŒhrer bezeichnen. Gleichzeitig liegt aber immer noch ein Marktvolumen von 40% in der Hand der Mitbewerber. Das Marktpotential ist ein wichtiger Faktor in der Wirtschaft und bietet in diesem Beispiel immer noch gehörig Luft nach oben fĂŒr Wachstum und Expansion.
Marktpotential: und plötzlich wird man hellhörig
Um den eigenen Marktanteil zu analysieren und somit sein Marktpotential zu ermitteln, stehen jeder Branche zahlreiche Methoden zur VerfĂŒgung. GrundsĂ€tzlich kann man sagen, dass sich das Marktpotential aus Marktvolumen abzĂŒglich dem eigenen Marktanteil ergibt.
Hier ein Beispiel:
Ein GetrĂ€nkelieferant ermittelt die Anzahl der Gastronomiebetriebe in jenem Umkreis, den er zu beliefern fĂ€hig ist. Daraus kann er den tatsĂ€chlichen Bedarf an GetrĂ€nken errechnen und kennt nun sein Marktvolumen. Gleichzeitig weiĂ er, wie viel er in dieser Region momentan verkauft, das ist sein derzeitiger Marktanteil. Aus der Differenz ergibt sich sein Marktpotential. Zeit fĂŒr die VerkĂ€ufer, aus dem Dornröschenschlaf aufzuwachen. Eine weitere Möglichkeit sein eigenes Marktpotential zu ermitteln, liefern auch demographische Daten. Der Betreiber einer Videospielhalle wird sich vermutlich fĂŒr die Zahl der ansĂ€ssigen jugendlichen Menschen zwischen 16 und 28 Jahren interessieren usw.
Wachstum in der Wirtschaft ist ein Blick in die Zukunft
Die Bilanz des Vorjahres ist Geschichte, die nicht mehr umgeschrieben werden kann. Statistiken, die belegen, um wie viel Prozent der Umsatz gestiegen oder gesunken ist, sind so spannend wie der Verkehrsfunk wenn man nicht im Auto sitzt. Wir orientieren uns grundsÀtzlich an dem, was vor uns liegt und auf uns zukommt und bereiten uns darauf vor: die wichtige Besprechung in der nÀchsten Woche wird vorbereitet, der Urlaub im Sommer geplant. Das Wachstum des eigenen Unternehmens an Zahlen aus der Vergangenheit zu messen ist somit vollkommen kontraproduktiv.
Ihr Marktpotential: Wie viel gibt es noch zu holen ?
Luft nach oben gibt es immer, selbst bei einem MarktfĂŒhrer. SpĂ€testens diese Erkenntnis sollte Ihr Verkaufsteam wach rĂŒtteln. Denn wo Bedarf ist, ist auch Potential fĂŒr Wachstum.
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