Vom Hindernis-Seher zum Chancen-Sucher
Irgendwie so eine Art "Wort zum Sonntag".
Wir brauchen viel mehr Chancen-Sucher als Hindernis-Seher - nicht nur in der (Kommunal)Politik und manchmal auch in unserer Verwaltung.
(Quelle: https://www.xing.com/news/article/vom-hindernis-seher-zum-chancen-sucher-ein-perspektivenwechsel-fuer-mehr-erfolg)
Alles hĂ€ngt vom Fokus ab. Erfolgreiche Menschen erleben nicht weniger RĂŒckschlĂ€ge â sie bewerten sie nur anders. Sie haben nicht mehr Chancen â sie erkennen sie nur hĂ€ufiger und ergreifen sie entschlossener. Wir können die Herausforderungen nicht immer Ă€ndern, aber wir können entscheiden, wie viel Macht wir ihnen in unserem Leben geben.
Fokus auf Chancen statt auf Hindernisse
HĂ€ufig erlebe ich, dass jemand etwas Neues beginnen möchte. Statt jedoch direkt loszulegen, stehen viele erst einmal da und fragen sich: "Geht das ĂŒberhaupt? Ist das realistisch? Was, wenn es schiefgeht?"
Dann gibt es andere, die sehen eine neue Situation und denken: "Cool, eine neue Chance! Die ergreife ich!" Die einen sehen die möglichen Probleme und Gefahren, die auftreten könnten, wÀhrend die anderen die Chancen und Möglichkeiten sehen. Wer von beiden hat wohl mehr Erfolg?
Vielleicht gehörst du zur ersten Gruppe und denkst: "Aber es macht doch Sinn, erst einmal zu ĂŒberlegen, was alles schiefgehen könnte." Wirklich? WĂ€re es nicht sinnvoller, einfach anzufangen und sich erst dann um Hindernisse und Probleme zu kĂŒmmern, wenn sie tatsĂ€chlich auftreten? SchlieĂlich kann niemand die Zukunft vorhersehen. Ohne ĂŒbernatĂŒrliche FĂ€higkeiten ist Hellsehen ein ziemlich unsicherer Plan, oder?
Im Silicon Valley, dem Zentrum der amerikanischen Elektronik- und Computerbranche, werden Produkte zum Beispiel schon nach kurzer Entwicklungszeit auf den Markt gebracht, um zu sehen, ob sie erfolgreich sind oder nicht. Wenn ja, werden sie weiterentwickelt; wenn nein, werden sie verworfen. WĂ€hrend dort oft bereits klar ist, was funktioniert und was nicht, stecken wir hier noch in endlosen Strategieplanungen fest und ĂŒberlegen, ob wir ĂŒberhaupt mit einem Projekt beginnen sollten.
Vom Problem- zum Lösungsfokus
Die Art und Weise, wie wir Probleme und Herausforderungen betrachten, bestimmt maĂgeblich unseren Erfolg. Wer sich zu sehr auf mögliche Fehler und Misserfolge konzentriert, lĂ€uft Gefahr, nie wirklich anzufangen. Ja, es ist richtig: Wenn man nie startet, scheitert man auch nicht. Doch ist das wirklich eine erstrebenswerte Strategie?
Kein Kind lernt laufen, ohne hinzufallen. Kein Sportler verbessert sich, ohne bereit zu sein, Fehler zu machen. Kein VerkĂ€ufer erzielt AbschlĂŒsse, ohne vorher immer wieder RĂŒckschlĂ€ge hinzunehmen. Erfolg bedeutet, hinzufallen und wieder aufzustehen, nicht liegenzubleiben.
Es sind nicht die Ă€uĂeren UmstĂ€nde, die entscheiden, ob wir erfolgreich sind oder nicht, sondern der Fokus, den wir wĂ€hlen. Wir können die Zukunft oder die UmstĂ€nde nicht kontrollieren, aber wir können kontrollieren, wie wir darĂŒber denken. Es liegt an uns, ob eine Niederlage uns zum Aufgeben bringt oder als Anreiz dient, es erneut zu versuchen.
"Ja, aberâŠ" â Die MentalitĂ€t der Verhinderer
Hast du schon einmal bemerkt, wie oft in Meetings oder Diskussionen SĂ€tze mit "Ja, aber âŠ" beginnen? Jemand bringt eine Idee ein und sofort folgt: "Ja, aber das Problem ist âŠ" Diese Einstellung bremst jede Diskussion und jedes Vorhaben aus. Wenn wir immer nur ĂŒber Probleme sprechen, schaffen wir es kaum, Chancen zu erkennen oder zu nutzen. Dieses Verhalten fĂŒhrt dazu, dass wir uns in theoretischen Problemen verlieren, die oft noch nicht einmal existieren.
NatĂŒrlich sollte man nicht blindlings in jede Situation stĂŒrzen, aber wie sinnvoll ist es, sich auf potenzielle Probleme zu konzentrieren, die vielleicht nie eintreten? Mit einer "Ja, aber"-Haltung verhindern wir, dass Ideen zur RealitĂ€t werden. Alles, was heute existiert, war einmal eine Idee, eine Vision. Wenn du etwas erreichen willst, musst du zunĂ€chst die Möglichkeit zulassen, dass es funktionieren könnte.
Die Kraft des Fokus: Was du siehst, das wirst du bekommen
Unser Handeln folgt immer unserem Fokus. Du kannst nicht nach links schauen und nach rechts laufen. Genauso kannst du nicht auf Probleme fixiert sein und gleichzeitig Lösungen finden.
Stell dir vor, du bereitest dich auf ein wichtiges GesprÀch vor. Anstatt dir auszumalen, was alles schiefgehen könnte, visualisiere den bestmöglichen Ausgang. Wenn du dich auf Probleme konzentrierst, wirst du auch nur diese wahrnehmen. Richte deinen Fokus auf die Chancen und die positiven Ergebnisse, die du erreichen möchtest.
Es gibt ein einfaches, aber wirkungsvolles Gesetz: Unser Handeln wird immer von unserem Fokus bestimmt. Wenn wir nicht wollen, dass unser Fokus uns unbewusst steuert, mĂŒssen wir ihn bewusst lenken. Das bedeutet, wir mĂŒssen uns umprogrammieren â weg vom Problemfokus hin zum Lösungsfokus. Vom Hindernis-Seher zum Chancen-Sucher. Von dem, was schiefgehen könnte, zu dem, was wir erreichen wollen.
Wir haben die Wahl, wie wir auf die Herausforderungen des Lebens reagieren. Ein Perspektivenwechsel â vom Hindernis zur Chance â kann uns helfen, mehr Erfolg und ErfĂŒllung zu finden. Wir sollten uns darauf konzentrieren, was wir erreichen wollen, anstatt uns von möglichen Problemen entmutigen zu lassen.
Lass uns anfangen, Chancen zu sehen und zu ergreifen, anstatt nur ĂŒber Hindernisse zu sprechen. Denn letztlich hĂ€ngt unser Erfolg davon ab, worauf wir unseren Fokus legen.