Huch, es war ganz schön lange ruhig hier. Das heißt allerdings nicht, dass ich nicht fleißig essen und trinken war, sondern, dass ich mich anderen Dingen beschäftigt bin. In noch nicht mal mehr zwei Monaten geht nämlich ein großes Abenteuer los: Der Mann und ich fliegen nach Kanada, um von dort aus die Panamericana zu fahren. Ungefähr 8 Monate werden wir unterwegs sein und hoffentlich viele tolle Sachen erleben. Natürlich fahren wir nicht weg, ohne ein Reiseblog zu haben, dessen Einrichtung, Design und Befüllung der Hauptgrund dafür war, dass ich in der letzten Zeit so wenig Muße für kunstimglas hatte.
Reiseupdates, Interessantes über die Panamericana und darüber, wie es sich anfühlt, eine lange Reise zu planen, gibt es also auf svejdahorntravelagency.de - Werbeblock Ende.
Nun aber zum eigentlichen Thema dieses kleinen Blogs hier: Essen und Trinken. Diesmal dreht sich alles ums Trinken, genauer gesagt um gute Cocktails. Die Stuttgarter Innenstadt war viel zu lange eine Sex on the Beach-Sahnesüßschlechteralkoholhölle, mit viel zu großen, pappsüßen Getränken, die der geneigte Gast vor dem Besuch der Etablissements entlang der Theo-Heuss-Str gerne zu HappyHour Preisen zu sich nahm.
Das war noch schlimmer, als es sich liest und führte dazu, dass ich in Stuttgart kaum noch Cocktails trinken gegangen bin, Bier ist ja schließlich auch ein schönes Getränk.
Dieser trotzdem ziemlich untragbare Zustand änderte sich erst, als vor einigen Jahren die “Schwarz Weiß Bar” aufmachte. Die winzige Raucherbar, die zu ca 50% aus einem großen Tresen besteht, hat keine Sahnecocktails auf der, ab und an wechselnden Karte, fast alle Sirups und Essenzen werden selbst angesetzt, die Auswahl an verschiedenen Spirituosen ist groß und das Tresenpersonal weiß, was es tut.
Hier legt man Wert auf gehobene Cocktails. Es können natürlich auch Zigarren geraucht und bestellt werden und wer mein Monatsgehälter in Champagner investieren will, kommt in der Schwarz Weiß Bar auch auf seine Kosten. Die Preisgestaltung ist daher auch eher gehoben.
Die Barkeeper beraten gerne und mixen Cocktails nach individuellen Vorlieben, es sei denn, man möchte unbedingt eine Sahne-Zucker-Bombe, dann ist man in der Schwarz Weiß Bar falsch. Es macht außerdem großen Spaß, am Tresen zu sitzen und den Menschen auf der anderen Seite des Tresens bei ihrer Arbeit zuzusehen.
Einziges Manko der kleinen Bar: Oft ist es gerammelt voll und da hier drin geraucht werden darf, wird es sehr schnell sehr stickig. Ein Besuch mit empfindlichen Nichtraucher*innen ist eigentlich nur früh am Abend zum empfehlen und wer seine Kleidung am nächsten Tag nochmal anziehen möchte, ist hier falsch.
Es gibt übrigens seit kurzem auch eine zweite Schwarz Weiß Bar - und zwar in der Ludwigsburger Innenstadt.