Es hat über Nacht geschneit.
Ja WER hat denn geschneit?
Für uns, für unsere Freude.
Ich werde hinaus geführt ins Weite.
Unberührt liegt das Feld vor mir.
Ich bin wohl der Erste heute.
Es liegt noch nicht so viel Schnee.
Die Halmrosette des Kümmels ragt noch daraus empor, oben mit Schnee bedeckt.
Ich pflücke eine, für mich zur Freude nehme ich sie mit.
Alles im Übermaß. Alles reichlich. Da zum Nehmen. Nichts wird fehlen.
Es ist sehr gut.
Ich sehe Spuren, die meinen Weg kreuzen.
War das wohl ein Reh?
Auch ich hinterlasse meine Spuren.
Ich gehe weiter. Noch ein Stück.
Mein Weg zweigt rechts ab, dem Bach entlang.
Links stehen Weiden am Ufer, obenauf hat es auch angelegt.
Der Wind stößt ein wenig Schnee herab, mir ins Gesicht. Direkt. Jetzt bin ich ganz wach.
Ich habe mein Ziel erreicht.
Heute gehe ich nicht zum Friedhof.
Noch nicht.
Ich lasse ihn links liegen.
Ich gehe wieder heimwärts, die Runde, die ich immer gehe.
Krähen sitzen am Zaun.
Als ich vorbei gehe, fliegen sie davon. Ich wollte sie nicht verscheuchen.
Von links kommen Spuren.
Ich folge ihnen, sie führen mich meinen Weg zurück.
Es ist schön, in jemandes Fußstapfen zu gehen. Wer es wohl war, der mir voran ging?
Ich komme wieder heim.
Schön warm ist es drin.
Die Brille läuft an, ich schieb sie auf die Stirn.
Die Finger prickeln angenehm.
Ich glaube, ich mach mir einen heißen Tee.
Danke für diesen schönen Spaziergang! Danke für den Schnee.