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Tagebucheintrag #1
Montag, 26. Oktober 2015
Hallo Welt!
Mein Name ist Zett und ich habe jetzt einen Tumblr-Blog. Der Untergang des Abendlandes steht also unmittelbar bevor. Das Ganze dĂŒrfte recht unterhaltsam werden. Sicher bin ich mir jedoch nicht. Wie könnte ich auch, handelt es sich hierbei doch um den allerersten Eintrag in mein virtuelles Tagebuch, das ich kurzentschlossen âAus dem Leben eines Taugenichtsâ betitelt habe. Wegen der AuthentizitĂ€t und so.
Auf diesem Blog erwarten euch folgerichtig Schwenks aus dem mehr oder weniger uninteressanten Alltag eines an latentem GröĂenwahn leidenden spĂ€tpubertĂ€ren Hobbyphilosophen. Und somit von jemandem, der vieles gut, aber bedeutend mehr nicht gut findet - wie zum Beispiel seinen Job, seine derzeitige Lebenssituation und die meisten Menschen. (Memo an mich selbst: âAn dieser Stelle ein auf Ironie verweisendes Emoticon einfĂŒgen.â)
Leider habe ich es in den letzten Jahren versĂ€umt, mein Leben in die richtigen Bahnen zu lenken, sodass ich mich leider (noch) nicht 24 Stunden am Tag mit Dingen beschĂ€ftigen kann, die mir einerseits Bock machen, und in denen ich andererseits einen gewissen Nutzen oder Mehrwert sehe. Daher habe ich auch heute wieder wertvolle Lebenszeit damit verschwendet, die immer gleichen Mails mit einer flieĂbandartigen Routine zu beantworten und den immer gleichen Leuten, die immer gleichen Dinge zu erklĂ€ren. Es scheint heutzutage wohl zu viel verlangt, sich bestimmte Sachverhalte lĂ€nger als eine Woche zu merken.
Wie dem auch sei. Trotz all dieser Monotonie und Ădnis fand die Muse einen Weg, mit mir zu koitieren, woraufhin dieses selbstgefĂ€llige StĂŒck Text entstand. Wie von allein und quasi nebenbei. Als wĂ€re es nichts.. Brudi.
Ich habe schon lĂ€nger mit dem Gedanken gespielt, zu bloggen, mich aber nie fĂŒr ein Thema, eine Form oder einen Zeitpunkt entscheiden können. Aber dann hatte ich heute Morgen - auf dem Klo sitzend und via Smartphone einen Artikel der von mir erst kĂŒrzlich auf Facebook abonnierten VICE Deutschland rezipierend - einen dieser magischen Momente, aus denen ich meine circa all vierteljĂ€hrlich spontan aufkeimende und ebenso schnell wieder versiegende Motivation zu gewinnen pflege.
In dem Artikel ging es um SapiosexualitĂ€t und somit um die erotische Anziehungskraft des Intellekts. Das war jedoch nebensĂ€chlich. Vielmehr war es die fabelhafte Schreibe der Redakteurin Verena Bogner, die mich dazu inspirierte, endlich selbst mit dem Aufschreiben meiner ganz eigenen BanalitĂ€ten zu beginnen (danke dafĂŒr).
Um mit etwas Erfreulichem und beinahe Sinnhaftem zu schlieĂen: Ich habe heute die Korrekturliste mit den ĂnderungswĂŒnschen zu den vorlĂ€ufigen Mix-Versionen der unfassbar prĂ€tentiösen Songs meines bald erscheinenden Mixtapes âShining 2â abgeschickt. Ich bin wahnsinnig gespannt auf die finale Platte. Ich denke, sie wird ein Paukenschlag und zudem ein wahrer Grower (Anm. des Autors: Wird mit jedem Mal hören [noch] besser)!
Ach so, ja: ich mache Musik.