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Buch-Rezension: Mein (Nicht Ganz) Perfektes Leben von Sandra Binder (3.5/5)
Handlung:Â
Lila hat einen festen Lebensplan, der ins Wanken gerĂ€t, als sie ihren Freund beim FremdkĂŒssen erwischt. Da sie mit ihm bricht, muss sie in eine kleine Wohnung in einem etwas verrufenen Stadtteil von Berlin einziehen, wo sie Fred trifft. Die beiden freunden sich sehr schnell an, obwohl sie verschiedene Ansichten zum Leben vertreten. Von ihrer Freundschaft, was sie zusammen erleben und vor allem Lilas Plan, den sie bis zu ihrem 30. Geburtstag verwirklichen möchte und der beinhaltet möglichst schnell einen wohlhabenden Mann zu finden, handelt dieser Roman.
Formaler Aufbau:
Das Buch ist in mittellange Kapiteln mit passenden Ăberschriften aufgeteilt. Diese sind dann gröĂeren Teile untergeordnet, die die Jahreszeiten darstellen und dem Leser sagen, wie viel Zeit bis zu Lilas Deadline (ihrem 30. Geburtstag) noch ĂŒbrig ist.Â
Schreibstil; Generelles zur Geschichte:
Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt, das Buch lies sich leicht und flĂŒĂig lesen. Immer wieder gibt es Szenen, die sehr lustig sind, vor allem bei der Interaktion zwischen Fred und Lila. Die Gedankenwelt Freds, welcher ein eher verschlossener Mensch ist, wird auf etwas anderem Weg deutlicher, nĂ€mlich durch den E-Mail austausch mit einer gewissen Susanne. Ein bisschen was von und ĂŒber Berlin lernt man auch beim Lesen dieses Romans. Generell gibt es ein paar Wendungen, die den Ausgang der Geschichte immer wieder im Unklaren lassen, aber so richtige Spannung kam bei mir nie wirklich auf. Generell fand ich positive GefĂŒhle viel besser dargestellt als negative.Â
Ein bisschen gestört hat mich die Haltung, dass man einen Partner braucht um glĂŒcklich zu sein. NatĂŒrlich wird schon durch die Beschreibung klar, dass es sich um einen Liebesroman - auf die ein oder andere Weise - handelt, aber die Innovation, die ich mir durch die Leseprobe ein bisschen erhofft hatte blieb ein bisschen aus. Alles in Allem ist dies jedoch ein schöner Roman, schon allein wegen dem Schreibstil ist er sehr unterhaltsam.
Das Ende ist abgeschlossen.
Charaktere:
Vor allem die beiden Hauptcharaktere werden grĂŒndlich beschrieben und haben Hintergrundgeschichten, die im Laufe des Buches bekannt werden und ihre Handlungen etwas rechtfertigen. Bei manchen Nebenfiguren fand ich es schade, dass sie wirklich nur als âMittel zum Zweckâ gebraucht werden, und man nur oberflĂ€chliche Beschreibungen erhĂ€lt.Â
Ich hatte nach ein paar Kapiteln echt ein Problem,  noch mit der Protagonistin klarzukommen. Ihre Ansichten und Art waren etwas anstrengend - umso besser, dass man Fred als Gegenpol hatte. So haben vielleicht alle eine Person, mit denen sie sympathisieren können.
Das Buch wurde mir im Rahmen einer Leserunde von Lesejury (Bastei LĂŒbbe) zur VerfĂŒgung gestellt. Bei dieser Rezension handelt es sich um meine eigene Meinung; ich wurde durch nichts beeinflusst.
Leseprobe, Inhalt, weitere Rezensionen uvm.:Â https://www.luebbe.de/be/ebooks/liebesroman/mein-nicht-ganz-perfektes-leben/id_6505087
Mehr Rezensionen von mir: https://schreiben-und-schreiben-lassen.tumblr.com/tagged/Rezension
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Sandra Binder (Lausanne, Switzerland)
Posters, 1994-1998
via @garadinervi