Wir lee'm halt inne KrÀmerwelt,
wo nix mehr auĂer Krimskrams zĂ€hlt:
in Geld un Geldetwert verpackt,
mit ne hĂŒbsche Schleife drum.
So verkauft man uns fĂŒr dumm.
Un wir bezahln da au noch fĂŒr!
Wat Geist is, wat da Tor un TĂŒr
dat wird vom Krimskrams doch verstellt.
Dat wat den Sinn uns ers erhellt,
wird appeschoobm inne Ecke:
Dunkel, muffich, lÀcherlich.
Wen wunnert et, wenn wa verreckng?
Mich wunnert dat â ganz Ă€hrlich â nich.
Et liecht n Schleier ĂŒbberm Land.
Den ganzen Geist is appebrannt!
Esprit un Bildung kannss' vergessen,
Wissen wird in Geld 'emessen:
Dat wat dat Lebm ers gestaltet,
wird mit System kaputt verwaltet:
Verfault, verroddet un erstickt,
weil man zum falschen Könich blickt
un zue falschen Gödder bedet.
Et is den KrÀmer, den da trödet,
dat seine Welt die beste wÀr.
âOh, Business, Business, unser Gott!â,
ey, Leude, ey, dat is so'n Schrott!
Dat krie'ng wa tÀÀchlich doch zu sehn,
wie schnell Profite da verwehn
in disse KrimskramsbÀnkerwelt.
Geht mich damit also wech!
Ey, wir ham halt einfach Pech,
datt wa in dunkle Zeiden lebm.
Da muss man sich halt ma erhebm,
muss dem Idol der Zeiden trotzen
un nich immer nur bloĂ motzen:
Nee, da macht man halt ma Licht!
(Denn so schwer, da is dat nich.)
Da kuckt man halt ma op den Geist,
der eim nich so'n Schwachsinn preist,
der ein'n oppm Charakter weist.
Man lernt un formt un bildet sich.
Un eh man't glaubt, is man schon frisch
â im Herz, im HirnâŠun inne Hose.
Dat muss man halt nur selber machen,
Schule, Uni? Kanns drop kackng!
Bei de'en is dat allet Pose,
die steckng selber in die SoĂe
â un biedern siche KrĂ€mers an.
Doch bisse bei dich wirklich wach,
dann hasse schnell so'n Sturm entfacht,
der dein'n Kopp ma richtich klÀrt.
Un kannss' mich glaubm, ey, et gÀrt
nich nur bei dich un mich im Herz
â au bei 'enĂŒgend annern drin.
Denn die Zeit is reif fĂŒr Sinn,
Esprit, Vernunft un echte Bildung
un ne schnell vollzogne Tilgung
von dem Kotz der KrÀmerwelt.