Chroniken von Faeoth - Hüter des Lichts Kapitel 1 veröffentlicht
Wir präsentieren euch hiermit das erste Kapitel einer neuen Fantasy-Lore aus den Chroniken von Faeoth. Die Geschichte trägt den Titel "Hüter des Lichts". Sie handelt von Caena Caligo, einer elfischen Abenteurerin, die mit ihren Gefährten die Welt Faeoth bereist. Dabei gerät sie unfreiwillig in eine kultistische Gruppierung, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die Barrieren zwischen dem Reich der Lebenden und dem Abyss zu zerbrechen, um ihren Herrscher Morgeban zu befreien.
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Dracula | Vlad III "Tepes" Basarab
Graf Dracula wurde am 13. September 1431 in Transsylvanien geboren. Er war ein rumänischer Ritter des heiligen Drachenordens und Woiwode der Provinz. Zudem war er mit einer Frau namens Elisabeta verheiratet, die er über alles liebte.
An einem schicksalhaften Tag im Jahr 1462 half er dabei, die aus Rittern, Bogenschützen und Fußsoldaten bestehenden katholischen Armeen Europas in einen gewaltigen Kampf gegen die Muslime des Osmanischen Reiches zu führen. Nach einem langen Kampf waren die christlichen Streitkräfte siegreich. Die rachsüchtigen Osmanen schossen jedoch einen Pfeil mit falschen Nachrichten über Vlads Tod in die Burg. Seine Frau Elisabeta, die es als erste fand, konnte den Tod ihres Geliebten nicht verarbeiten und sprang in der Nähe des Schlosses in den Fluss und stürzte in den Tod.
Als Vlad zurückkehrte, betritt er die Schlosskapelle, wo er auf düstere Priester trifft, die über Elisabetas Leiche wachen. Einer der Priester, Cesare, übergibt dem verwirrten Prinzen die letzten Worte seiner Geliebten, damit er ihren Tod betrauern kann. Als Vlad verzweifelt zu weinen beginnt, weist Cesare darauf hin, dass Elisabeta wegen ihres Selbstmords zur Hölle verdammt ist. Dies schockiert und erzürnt Vlad, der das Taufbecken umwirft. Während Cesare seine Tat als Sakrileg bezeichnet, fragt Vlad ihn wütend, ob das seine Belohnung für die Verteidigung der Kirche sei. Cesare antwortet, dass er auserwählt ist, Gottes Volk zu verteidigen, wird aber von einem wütenden Vlad unterbrochen, der schreit, dass er „auf ihn verzichten“ und „sich von seinem Tod erheben wird, um ihren mit allen Mächten der Dunkelheit zu rächen“. Er zieht sein Schwert und stößt es in das Steinkreuz der Kapelle, wodurch Blut vergossen wird. Vlad greift weiter nach dem Heiligen Kelch, der auf dem Altar ruht, lässt ihn mit Blut füllen und behauptet, dass "Das Blut wahres Leben ist!", "und es soll mir gehören". Nachdem er das Blut getrunken hat, brüllt er dämonisch, bevor er tot zusammenbricht. Nach seiner Entweihung des Kreuzes erhob er sich als Vampir aus dem Grab.
Im Laufe der Jahrhunderte versuchte er schließlich, mit seiner Einsamkeit fertig zu werden, aber nichts konnte seine verlorene Liebe ersetzen.
Charakter: Könnt ihr euch selbst überlegen. Es sollte jedoch zu seinem Wesen und der Geschichte (die man selbst noch gut ausgestalten kann) passen.
Beziehung zu eurem Charakter: Als Dracula ihr Bild sieht glaubt er, sie sei die Reinkarnation seiner Frau Elisabeta, weshalb er sich auf den Weg zu ihr macht. Im Laufe der Zeit beginnt sie sich an das frühere Leben als Elisabeta zu erinnern und entwickelt tiefe Gefühle für Vlad (alles weitere können wir besprechen, ausschreiben, etc.)
Avatar: frei wählbar
Eigene Worte: Ich möchte eine moderne AU der Geschichte von Bram Stocker's Dracula spielen. Bis auf die vorgegebene Geschichte seiner frühen Vergangenheit ist alles weitere frei zur Gestaltung des Charakters. Zudem ist das Gesuch nur an Personen über 18 Jahre gerichtet, da ich gerne eine tiefgründige, dunkle, romantische aber blutige Vampirgeschichte schreiben möchte. Außerdem sollte man dazu im Stande sein mehr als nur drei Sätze zu schreiben. Ich möchte Gefühle, Eindrücke und Gedanken gerne lesen - so wie ich sie gerne verfasse.
|| Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn sich jemand mit Interesse findet. Schreibt mir gerne! <3
Warhammer Fantasy-Rollenspiel 4 - Grundregelwerk von Dominic McDowall und Andy Law ist ein reich bebildertes Grundregelwerk, welches in einer der bekanntesten Fantasy Welten spielt, in der alten Welt. Vorlage für das Rollenspiel ist dabei das aus den 1980ern stammende Strategiespiel mit Miniaturen, Warhammer Fantasy Battle.
And here my second group of Hobbit/halflings. These are the shortbow men or hunters. I really love the variety of the sculpts. They give so much to my small Hobbit group. :-)
Anyway these too were made by "TTCombat" (https://ttcombat.com/collections/fantasy-heroes/halflings_halfling-army) and are part of their halfling army.
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Wir schreiben das Jahr 217 nach dem großen Kollaps. Dem Start der ersten Expedition unter Führung des chaotischen und dürren Forschers Dr. Daniel Coldwell zu einem fernen Planeten mit der Kennung P-0337
Vorgeschichte
Coldwell ist einer der führenden Forscher des Fachgebietes extraterrestrischer Lebensformen und einer der Hauptansprechpartner des Imperators, als dieser im Jahre 210 nach dem Kollaps das erste unbekannte Kommunikationssignal mittels feinster Sensoren auffangen konnte. Ihm war es nach 3 Jahren gelungen, das Signal weitestgehend zu entschlüsseln, die gesprochene Sprache war ihm und seinem Wissenschaftsteam jedoch unbekannt. Er war jedoch nicht der einzige, der daran Interesse zeigte, nachdem er seine Erkenntnisse veröffentlicht hatte. Viele Forscher aus dem gesamten Reich versuchten die Sprache zu übersetzen, jedoch ohne Erfolge. Es war einfach viel zu wenig Material, möglicherweise gar ein einziger Satz den die Tonspur enthielt.
Coldwell war klar, dass er nach über 3 Jahren ohne Ergebnissen andere Wege finden musste, vor allem da seither keinerlei weitere Signale seine Sensoren erreichten. Er beschloss also alle alten Daten, die er hatte, erneut auszuwerten und konnte sehr grob eine Richtung bestimmen, aus welcher das Signal gekommen sein musste. Leider verwehrte ihm die Führung der Skaáhurii seine Bitte nach weiteren Ressourcen, da diese der Meinung war, es sei vergeudete Zeit, wenn nicht mehr Informationen vorlägen. So wandte sich Coldwell der doch mittlerweile auch in der Öffentlichkeit bekannt war, erneut an die Bevölkerung und nutzte seine mediale Reichweite dazu, weitere Forscher zu erreichen, die ihn unterstützen würden.
Sein Vorhaben gelang und er löste eine nie dagewesene Welle aus, in welcher sich Forscher und Hobby-Astronomen auf ganz Faeoth zusammentaten und mithilfe der Daten, die Coldwell veröffentlichte, den Nachthimmel absuchten. Im Jahre 214 nach dem großen Kollaps gab es einen Durchbruch, der Astronom Finegan, ein bislang unbekannter Forscher der Universität in New-Kyzera, entdeckte am Morgen des 27-09-214-nK einen Planeten, welcher nach den Bildern seiner Teleskope zu Urteilen möglicherweise Wasser besaß. Hierbei wurden die Lichtwellen und deren Reflexion gemessen und mit jenen verglichen, die man aus der eigenen Heimatwelt kannte. Zwar ist dieses Verfahren verhältnismäßig ungenau, jedoch, das beste, das die Skaáhurii zur Langstreckenanalyse zu diesem Zeitpunkt besaßen. Der Planet wurde unter der Kartei P-0337 in die Akten gelegt und der Imperator höchst selbst begann wieder Interesse an der Forschung zu zeigen. Coldwell nutzte dies und holte Finegan mit an Board, welcher ohne zu zögern zustimmte. Durch die mediale Aufmerksamkeit herrschte im gesamten Reich der Skaáhurii eine Art Aufbruchsstimmung und ein großer Rückhalt für die beiden Forscher. Am 19.10.214-nK wurden den Forschern seitens der Skaáhurii-Führung sämtliche geforderten Ressourcen bereitgestellt, ebenso wie Schiffe gebaut wurden, welche deutlich größer waren als jene, die bisher zwischen Faeoth und dem Mond des Planeten pendelten. Sie sollten mit der neusten Technologie und einer experimentellen Antriebstechnologie ausgestattet werden, welche aus dem Projekt Daidalos hervorging.
Vorbereitung auf die Reise
Knapp 3 Jahre später, am 27.05.217-nK war es geschafft. Die Forscher mitsamt eines großen Wissenschaftsteams betraten die Endeavour, eines von drei Forschungsschiffen, das in Richtung P-0337 aufbrechen sollte. Begleitet wurden die Schiffe von einigen als Prototyp gebauten militärischen Vorläufern einer Korvette mit eher schwacher Bewaffnung. Für Coldwell war es der wohl denkwürdigste Tag seiner bisherigen Karriere, er betrat als einer der Ersten ein Schiff der Skaáhurii, welches das eigene Sonnensystem verlassen sollte. Dabei ließ er vollkommen außer Acht, dass sämtliche an Board befindliche Technik vom Antrieb bis hin zur Energieversorgung höchst experimentell war und niemand so recht wusste, ob die Reise ein Erfolg werden würde oder ob sie in den Weiten des Alls verloren gingen.
Coldwell und sein neuer Partner Finegan waren nun mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt und wurden von der Technikcrew in die Systeme der Schiffe eingewiesen. Der Zeitplan war sehr stramm, denn bereits knapp 3 Monate später sollten sie zu ihrer Reise aufbrechen.
Die Monate vergingen für Coldwell wie im Fluge und der Tag der Abreise kam immer näher. Man spürte förmlich, wie Coldwell immer unruhiger wurde, ob es Aufregung oder Angst war, möglicherweise auch beides, darüber wollte er nicht sprechen.
Am 20.08.217-nK war es so weit. Alle Vorbereitungen waren abgeschlossen und Coldwell stand zusammen mit dem Kapitän der Endeavour auf der Brücke, sie waren das erste Schiff, das starten sollte, die anderen folgten ihnen in Formation. Rechts hinter ihnen reihte sich die Explorer und links hinter ihnen die Darkstar in die Formation ein, dies waren die anderen beiden Forschungsschiffe. Flankiert wurden sie durch 4 militärische Schiffe, welche mit leichtem Abstand zu ihnen folgten.
Es herrschte eine rege Kommunikation mit dem Kontrollzentrum der Skaáhurii auf Faeoth ebenso wie mit den anderen Schiffen, Checklisten wurden durchgearbeitet und nach und nach die Antriebe aufgeladen. Zunächst verließ die Flotte den Orbit um Faeoth und lies wenige Stunden später auch den Mond hinter sich. Erst als die einen Abstand von mindestens 300.000 Klicks zum Mond erreicht hatten, gab es grünes Licht für das Aktivieren der Impulstriebwerke. Niemand wusste, wie diese reagieren würden und so stieg die Spannung an Board aller Schiffe drastisch an.
Die Reise beginnt
Die Endeavour meldete als erstes Schiff, das die aufladung der Antriebe abgeschlossen sei, wenig später folgten die übrigen Schiffe und ein Countdown begann, es waren vermutlich die längsten 60 Sekunden, die Coldwell jemals erlebte. Alle Reisenden waren angeschnallt, niemand durfte frei stehen. 30 Sekunden vor dem Start machte sich die Nervosität bei fast allen Beteiligten bemerkbar, selbst eingefleischte Piloten und Astronauten kamen ins Schwitzen, da noch niemals zuvor ein Antrieb getestet wurde, welche sie auf eine derartige Geschwindigkeit bringen konnte. Die letzten 10 Sekunden, es war leise, derart leise das man eine Stecknadel hätte fallen hören, lediglich das Surren der Aggregate für den Antrieb war im gesamten Schiff zu hören. Dann der Augenblick der Zündung.
Binnen weniger Minuten beschleunigte die Endeavour auf eine Geschwindigkeit von über 30.000 Klicks pro Sekunde, eine Geschwindigkeit, die erst der Beginn war, denn der Antrieb fuhr gerade erst die Leistung nach oben. Die Schwesterschiffe meldeten “alles im Grünen Bereich”. Die 40.000 Klicks pro Sekunde wurden erreicht, bereits jetzt war die Kommunikation über Funk stark verzehrt, auf allen Schiffen schien jedoch weiterhin alles im grünen Bereich zu liegen. 50.000 Klicks, die ersten Auswirkungen auf die Crew machen sich bemerkbar. 60.000 Klicks, die Kommunikationseinrichtungen versagen gänzlich, die Schiffe halten jedoch den Kurs. Aufgrund der anhaltenden Beschleunigung ist es den Bordtechnikern nicht möglich, ihren Sitzplatz zu verlassen und sich um die Problematik zu kümmern. 75.000 Klicks, erste Crewmitglieder fallen trotz aller Sicherheitsvorkehrungen in Ohnmacht, die Kommunikation ist noch immer nicht wiederhergestellt. Beim Erreichen der geplanten Höchstgeschwindigkeit von 100.000 Klicks pro Sekunde nehmen die Schiffe eine stabile Flugbahn ein und reihen sich soweit vorhanden wieder in die zuvor gebildete Formation ein.
Coldwell war der erste, der seinen Platz verließ. Als er merkte, das die Endeavour nicht weiter beschleunigte und sich nun auf einer stabilen Geschwindigkeit befand, während er und ein Teil der Besatzung jubelte, waren die Techniker damit beschäftigt die Kommunikation wieder aufzubauen. Der Jubel der Crew verstummte jedoch abrupt, als die Kommunikations-Relais wieder funktionierten. Die Hiobsbotschaft ließ ihn für mehrere Minuten regelrecht verstummen. Die vorausfliegende Endeavour konnte während der massiven Beschleunigung nicht erkennen, welche Katastrophe sich hinter ihnen ereignet hatte. Die Explorer als auch zwei der bewaffneten Begleitschiffe waren fort, erst der Bericht der nachfolgenden Schiffe brachte Klarheit über den Verbleib. Die Explorer hielt anscheinend der massiven Beschleunigung nicht stand und der gesamte Rumpf wurde förmlich in Stücke gerissen, der entstandene Trümmerhagel zerstörte zwei weitere Schiffe und beschädigte eines leicht. Aus den gestarteten 7 Schiffen verblieben nach der halbstündigen Beschleunigungsphase nur noch 4. Der Verlust traf Coldwell hart, er war es schließlich, der diese Expedition überhaupt erst ins Leben gerufen hatte und nun waren mehrere Hundert Skaáhurii tot und drei Schiffe für immer verloren.
Den Risiken bewusst
Die nächsten Stunden verliefen trist und die Stimmung an Board war düster, kaum einer wagte mehr zu sprechen als unbedingt für die Erfüllung seiner Aufgaben notwendig. Selbst der über Jahre so zielstrebige Coldwell zweifelte an der Sinnhaftigkeit des Unterfangens, er zweifelte an sich und daran, ob diese Expedition überhaupt genug Wert habe, dass es derart viele Leben koste.
Da sich aber letzten Endes keiner, inklusive Coldwell auf die Fahne schreiben wollte, das er die Expedition abgebrochen hatte und die verlorenen Leben gänzlich umsonst waren, setzten Dr. Coldwell und die übrig gebliebenen Schiffe ihre Reise zum Planeten P-0337 fortsetzten.
Die folgenden Monate verliefen weitestgehend ereignislos, neben einiger kleinerer Meinungsverschiedenheiten zwischen den mitreisenden Wissenschaftlern und einer handgreiflichen Auseinandersetzung zum Thema “Skaáhuriische Faltburger” bei der es 5 leicht Verletzte gab, kam die Crew eigentlich recht gut miteinander zurecht.
Die anfallenden Arbeiten wurden immer mehr zur Routine und die Tagesabläufe immer weiter standardisiert. Nach knapp 3 Jahren war es endlich so weit, am 03.02.220-nK meldete der Kommunikationsoffizier Funkkontakt zum Planeten p-0337, es war eine Art kleines noch schlecht entwickeltes Shuttle, dessen Crew anscheinend panisch mit der Bodenstation bezüglich des Sichtkontaktes zur kleinen Flotte der Skaáhurii kommunizierte. Was aber wirklich ausnahmslos jeden überraschte war, das im Gegensatz zu dem Signal, welchem sie gefolgt waren, die Sprache ohne Übersetzer verstanden wurde. Es schien, als wäre es ein ungewöhnlicher Dialekt der Sprache der Skaáhurii selbst.
Der Erste kontakt
Die Crew des kleinen Shuttles war nicht minder verwundert, als die Skaáhurii sie kontaktierten, in einer Sprache, die sie ebenfalls verstehen konnten. Der Sprecher des Shuttles stellte sich als Nora vor und als ein erstes Videosignal bestand, sah die Besatzung der Endeavour Drachenähnliche Wesen, welche auf zwei Beinen gingen. Es dauerte nicht lange, bis sich die anfänglich prekäre Situation deutlich entspannte. Bald ging es auch darum, wieso man unerwarteterweise dieselbe Sprache spreche. Zunächst herrschte eine gewisse Unklarheit und man dachte voneinander, man hätte die Sprache des jeweils anderen möglicherweise gelernt oder mittels Übersetzungs-KI entschlüsselt. Es stellte sich jedoch heraus, das keinerlei technische Hilfsmittel zum Einsatz kamen und einer der Anwesenden brachte die These ins Spiel, das man dieses Volk möglicherweise bereits in der Zeit vor dem Zusammenbruch der Portale kannte und so eine ähnliche Sprache zu begründen sei. Sie selbst stellten sich als die Draguun, nachfahrend er Drachen vor, was die Wissenschaftler ebenfalls verwunderte, da die Drachen ihrer Welt vor über 220 Jahren vollständig verschwunden waren, wenn man den Aufzeichnungen Glauben schenken mag.
Der Planet Schevros und die Draguun
In Folge dieser Gespräche erhielten die Skaáhurii, die Erlaubnis zu landen. Nach der Landung in einer großen Militärbasis wurden sie schon bald von hochrangigen Regierungsvertretern der Draguun empfangen wie Ehrengäste, es war schließlich auch für die Draguun ein geschichtsträchtiger Tag an dem sie den ersten Kontakt knüpften.
Es folgten einige Gespräche und die Skaáhurii erfuhren dabei ebenfalls einiges über die Geschichte der Draguun ebenso wie den Namen der von ihnen als Planet-0337 bezeichneten Welt, welche von den Draguun als Schevros bezeichnet wird.
Bei den Gesprächen über die Historie stellten die Skaáhurii zusammen mit den Draguun nach und nach fest, dass sie wohl tatsächlich eine gemeinsame Historie hatten. Es stellte sich heraus das sie tatsächlich die Nachfahren der einstigen Drachen aus den Geschichtsbüchern der Skaáhurii waren, jene, die zu Zeiten desr Kollaps durch eines der letzten existierenden Portale geflohen sind, in eine seit dem Zusammenbruch der Portale nicht mehr erreichbare Welt.
Seltsam kam den Wissenschaftlern lediglich vor, das die Drachen sich hier in knapp 220 Jahren genetisch derart stark verändert haben, das diese nun aussehen wie die Dragun, eine Rasse aus flügellosen bis zu 2,5 Meter großen anthropomorphen Drachenwesen. Erklärungen gab es zunächst keine, wie eine derartige Veränderung in wenigen hundert Jahren möglich sei, so etwas dauerte nach den Erkenntnissen von Wissenschaftlern Tausende bis Zehntausende von Jahren.
Dr. Coldwell nutzte nach all den Gesprächen die erste Gelegenheit, um diese Nachricht auch an die Skaáhurii zu übermitteln. Die folgenden Gespräche mit Forschern als auch Generälen des Planeten Faeoth verliefen jedoch alles andere als gut. Zunächst schenkte ihm niemand Glauben, das es sich bei den Draguun um die einstigen Drachen handeln sollte, welche Faeoth verließen. Es gab zu großen Teilen Gegenstimmen, welche ebenso wie einige Forscher der Expedition selbst der Überzeugung waren, diese 220 Jahre wären viel zu wenig als das die Evolution imstande wäre, eine derartige Veränderung herbeizuführen.
Dr. Coldwell der unter seinen eigenen Leuten nicht gerade dafür bekannt war, sehr zurückhaltend zu sein, lies das ganze natürlich nicht auf sich sitzen und sprach sogleich mit einem der Wissenschaftler der Draguun, welcher auf den Namen Tredis hörte, wie es in knapp 220 Jahren möglich sei, eine derartige Veränderung zu durchleben und wie es der Evolution möglich war, so schnell den Körperbau der Drachen zu verändern, die doch eigentlich mehrere hundert Jahre alt werden konnten. Tredis blickte ihn dabei nur sehr verwirrt an, worauf Coldwell begann, ihm seine Zeitrechnung zu erklären, falls dieser sie nicht kannte. Tredis unterbrach ihn dabei und meinte, das sie eine ähnliche Zeitrechnung hätten, ebenso rechnete er, da durch die Erklärung von Coldwell klar war, das die Zeitrechnung zumindest einer kleinen Umrechnung bedarf.
Wenig später frage er Coldwell, wie er auf lediglich 220 Jahre käme, vielmehr sprach er von 12.000 bis 15.000 Jahren. Nun war es Dr. Coldwell der starrte als würde er die Welt nicht mehr verstehen, er führe darauf hin die Berechnung auf Basis der Daten von Tredis selbst noch einmal durch, um einen Rechenfehler auszuschließen, kam jedoch auf das exakt gleiche Ergebnis wie Tredis. Ebenso bat er ihn, die genutzten Daten zu verifizieren, was ebenfalls dazu führte, das sie immer und immer wieder auf die gleichen Ergebnisse kamen.
Coldwell behielt dies zunächst für sich, da er nicht in der Lage war, zu verstehen, wie so etwas möglich sei, wenn sämtliche Aussagen der Draguun richtig sind. Er befürchtete, man würde ihm erneut keinen Glauben schenken oder ihn gar als verrückt abstempeln.
Infolgedessen schien Coldwell vielmehr selbst auf die Suche nach der Ursache zu gehen. Er begann zusammen mit dem Draguun Forscher Tredis, welcher ebenfalls ein Interesse an dem Thema gefunden hatte, alte Aufzeichnungen zu studieren.
Unterdessen gab es natürlich auch einen regen Austausch zwischen den Crews der Forschungsschiffe sowie der Heimatwelt der Skaáhurii. Coldwells kleines Geheimnis, drang über Umwege leider auch an die für die Mission verantwortlichen Skaáhurii auf Faeoth. Diese waren alles andere als begeistert darüber, das Dr. Coldwell ihnen anscheinend wissentlich Informationen vorenthielt. Sie zögerten auch nicht und wiesen die Soldaten an Bord an, nach Coldwell zu suchen und ihn in umgehend den Konferenzraum der Endeavour zu bringen.
Coldwell studierte in dieser Zeit zusammen mit Tredis alte Aufzeichnungen der Draguun, auf die sie Zugriff bekamen. Coldwell stellte fest, das alles danach aussah, als wären auf dieser Welt tatsächlich Tausende von Jahren vergangen, während auf Faeoth gerade einmal etwas über 220 Jahre vergangen sind. Es war schier unbegreiflich und mit einem gefühlt rauchenden Kopf marschierte er dann zurück zur Endeavour, um sich in seiner Unterkunft auszuruhen. Bereits auf dem Weg dorthin kamen 4 Soldaten auf ihn zu, er dachte sich noch nicht viel dabei, bis diese ihn umstellten und in einem recht unfreundlichen Ton zu verstehen gaben, das er ihnen ohne widerstand folgen sollte. Er war sichtlich überrascht davon, das sie ihn anscheinend festnahmen und dann zu einem der Konferenzräume der Endeavour eskortierten. Dort angekommen setzten sie ihn auf einen der Stühle und befahlen ihm sitzen zu bleiben. Direkt danach gingen zwei von ihnen hinaus und die verbliebenen zwei blieben jeweils rechts und links an der Tür stehen und bewachten diese, damit es Coldwell unmöglich war den Raum zu verlassen.
Er wartete geschlagene zwei Stunden bis ein Offizier eines der Begleitschiffe hereinkam und in kaltem Befehlston zu ihm sagte, sie bleiben sitzen und sprechen erst, wenn sie dazu aufgefordert werden. Wenig später startete eine Konferenz mit Videoübertragung mit einigen Hochrangigen Wissenschaftlern und Militärs der Skaáhurii. Einer von ihnen, ein gut trainierter schlanker Kerl, welcher einen langen dunklen Mantel trug und nur einem intakten Auge besaß, begann mit den einführenden Worten, Dr. Daniel Coldwell mein alter Freund, hatten wir nicht eine Abmachung?
Die Übereinkunft
Coldwell kannte diesen Kerl, er war einer der Generäle des Kommando 33 und hörte auf den Namen General Vox. Er war nicht gerade dafür bekannt, sehr umgänglich zu sein und ausgerechnet er musste das Gespräch beginnen. Coldwell wusste, das schlimmste, was er ihm gegenüber tun konnte, wäre nichts zu sagen, also antwortete er, wenn auch sehr unsicher. “Ja hatten wir, ich ….” Weiter kam er gar nicht, da Vox ihn direkt unterbrach und in einer ungewohnt ruhigen Stimmlage, welche einen unheilvollen Unterton besaß, zu ihm sprach. “Und weshalb weiß ich noch nichts über ihre seltsamen Erkenntnisse? Haben sie vergessen, das sie einen Vertrag unterzeichnet haben, in welchem sie sich dazu verpflichtet haben, uns unaufgefordert jegliche neue Erkenntnis mitzuteilen?
Coldwell schluckte, er wusste nicht recht, was er sagten sollte, er steckte schier in einer Zwickmühle. Denn er dachte sowohl die Wahrheit als auch das Schweigen würde alles verschlimmern und den Mut Vox anzulügen besaß er auch nicht, schließlich war er nicht lebensmüde, sich mit dem Oberbefehlshaber des Nexus-Archivs und einem der Generäle des Kommando 33 anzulegen. Letzten Endes beschloss er, es wäre das beste, die Wahrheit zu sagen.
Im Laufe der Konferenz, die sich nun deutlich in die Länge zog, berichtete Coldwell über alles, was er in Erfahrung gebracht hatte. Nach etwas über 2 Stunden an Erklärungen unterbrach Vox seinen Vortrag mit den Worten, das genügt Doctor! Kodi, einer der Offiziere an Board, mit dem Drang, sich vor den Obrigkeiten zu profilieren, ergriff indessen das Wort. Haben Sie nichts Besseres zu tun, als unseren geehrten General Vox mit derart hirnrissigen Märchen zu belästigen, schämen sollten sie sich.
Direkt nach ihm sprach General Vox mit einer eiskalten Stimmlage sowie Mimik, dass man den Eindruck hatte, es könne die Hölle selbst gefrieren lassen. Er stützte sich dabei mit seinen Ellbogen auf den Tisch, starrte direkt in die Kamera und sprach. Schafft mir jemand diese 1,80m große Ansammlung an Inkompetenz aus dem Blickfeld! Sogleich machte sich Kodi daran, zielstrebig auf Coldwell zuzugehen, bevor ihn Vox direkt ansprach. Bei aller Förmlichkeit, ich meine nicht Coldwell, ich meine Sie Kodi, das pure Wissen, das Individuen wie sie in unserer Armee dienen, raubt mit jeglichen Glauben daran, das die Skaáhurii, also wir, eine fortschrittliche Spezies seien! Und jetzt verschwinden sie! Nun zu ihnen Coldwell, ich erwarte einen vollständigen schriftlichen Bericht innerhalb der nächsten 24 Stunden nach unserer Zeit! Enttäuschen sie mich nicht erneut!
Fortsetzung folgt!
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Den gesamten Text findest du auch in unserem Wiki:
Für Dr. Coldwell und seine Leute auf Schevros zigen die Jahre nur so ins Land und alles wurde immer routinierter. Coldwell gab mittlerweile sämtliche Forschungsergebnisse weiter und stellte damit auch General Vox ruhig, auch wenn dieser immer erpichter darauf wurde, das mehr Informationen zu der Zeitanomalie, welche er nur als 33-she-001 bezeichnete, zu erhalten.
Mittlerweile sind etwas über 7 Jahre seit der Entdeckung des Planeten Schevros und der Draguun vergangen und wir schreiben das Jahr 227-nk. Am 27.04 desselben Jahres empfingen die Sensoren der Forscher erneut ein nicht identifizierbares Signal, nach kurzer Zeit stellte sie jedoch fest, das es sich anscheinend um die selbe Sprache handelte, wie von jenem Signal, das sie ursprünglich auf Schevros hat aufmerksam werden lassen. Jenes Signal das seit der Entdeckung der Draguun in Vergessenheit geriet. Auch Coldwell selbst schien gleichermaßen verwundert als auch verwirrt zu sein. War das einstige Signal doch nicht wie ursprünglich angenommen von den Draguun?
Wie für Coldwell üblich, begann er, nach dem er realisiert hatte, niemand inklusive seiner selbst hat die Draguun Forscher jemals nach diesem Signal gefragt. Und wer Coldwell kennt, weis genau, das er jetzt alles stehen und liegen ließ um mal wieder dem Draguun Forscher Tredis auf den Geist zu gehen, welcher bereits auf ihn zu warten schien. Tredis begrüßte Coldwell mit den Worten “Guten Morgen Daniel, dein Tee steht dort drüben auf dem Tisch”. Coldwell starrte Tredis verwirrt an und fragte ihn sogleich, woher er wisse, das er vorbeikäme. Tredis entgegnete ihm mit einem sehr gelangweilten Tonfall, “Daniel, wir kennen uns seit über 7 Jahren nach eurer Zeitrechnung und seit knapp 6 Jahren kommst du exakt jeden 4. Tag zu mir, weil du wieder irgendeinen neuen Käfer oder ein dir unbekanntes Steinchen gefunden hast und mich zu Informationen oder den Kontakten zu anderen Forschern fragst. Du bist einfach vorhersehbar, also komm zur Sache…”
Nach kurzer Zeit und 3 dummen Blicken erklärte Coldwell die Fakten zu der einstigen, ebenso wie jene zur neuen kürzlich empfangenen Nachricht. Nach kurzem Überlegen schrieb Tredis ihm ein paar Kontaktdaten auf, von einer Kollegin und meinte dazu, “Von deinen seltsamen Nachrichten weiß ich persönlich nichts, aber ich erinnere mich dunkel daran, dass meine Kollegin Lani mal über seltsame Nachrichten sprach. Sie ist in der Forschung der Fernmeldetechnik tätig, ich warne sie derzeit schon einmal vor und mach dieses mal… Keine unüberlegten… COLDWELL!!!!!”. Von Coldwell war abgesehen von der offenen Tür und der leeren Tasse Tee nichts mehr zu sehen und Tredis schloss genervt von ihm die Tür. “Das er nie mich auch nur einmal ausreden zu lassen, ich hoffe, die erschießen ihn nicht, wenn er einfach hineinstürmt…".
Der erste Zwischenfall
Voller Tatendrang eilte Coldwell, alles andere stehen und liegen lassend, in Richtung der Adresse, die er von Tredis bekam, es war ein großes vierstöckiges aus Stein errichtetes Gebäude, welches aufgrund der kalten und einfachen Bauweise an ein Verwaltungsgebäude erinnerte. Was er nicht wusste war, das er soeben im Alleingang das Gebäude eines Geheimdienstes der Draguun stürmte.
Weit kam er auch nicht, denn bereits wenige Meter nach dem Eingang spürte er einen stechenden Schmerz in seinem Nacken und seine Sicht trübte sich rapide. Das Letzte, was er mitbekam, waren zwei große auf ihn zukommende Umrisse, bevor ihm schwarz vor Augen wurde.
An Board der Endeavour wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand, das Coldwell nicht nur der Entdecker einer neuen Welt war, sondern auch die erste diplomatische Krise zu verantworten hat. Noch bevor jemand anfing den hektischen Forscher zu vermissen, näherte sich eine Delegation der Draguun zusammen mit Wachschutz der Endeavour.
Kodi ein etwa 1,80 großer Offizier, welcher persönlich größere Differenzen mit Coldwell hatte, war gerade im Dienst, als die Delegation der Draguun eintraf. Welche er in Empfang nahm.
Noch ahnte er nicht, das er gerade ausgerechnet durch Coldwell, einer Person, der er eigentlich den Tod wünschen würde, in die erste intergalaktische diplomatische Krise hinein gezogen wurde und ebenfalls über ihn richten sollte.
Als sie Coldwell zu ihm brachten entgleiste ihm zunächst das Gesicht und er blickte Coldwell mit einem gleichermaßen verwirrten als auch verachtendem Blick an. Die Draguun schilderten ihm nun den Fall und bis ins Detail, was Coldwell verbrochen hatte. Kodi war sichtlich mehr als überfordert mit dieser Situation, wollte sich aber zeitgleich nicht die Blöße geben, das bei dieser Situation hilf benötige, vor allem da er sich bereits vor General Vox in der Vergangenheit restlos blamiert hatte. Und wie es sein großes Ego vermuten ließ, nahm er letztlich diesen Fall alleine in die Hand, wie sonst könne er den Vorgesetzten und vor allem General Vox beweisen, das er zu höherem berufen sei.
Kodis diplomatische Katastrophe
Kodi führte die Gesandten zunächst zu einem der Besprechungsräume der Endeavour. Neben Kodi und Coldwell folgten seitens der Draguun der Leiter des Geheimdienstes Direktor Kaylen, Ein Mitglied des Militärs General Zytholin und Ministerin Salina welche das amt für Innere Sicherheit besetzt.
Gesprächs-Protokoll
Kodi: Sehr geehrte Draguun, ich starte hiermit die Aufzeichnung der Konferenz zum Fall Dr. Coldwell. Sie nannten das er erfolgreich die Zentrale eures Geheimdienstes stürmte…
Direktor Kaylen: Bei aller Ehre, er hat versucht im Alleingang das Gebäude zu stürmen und wurde von meinen Sicherheitskräften direkt im Eingangsbereich gestoppt. Sagen Sie mir, wer ist hier für die Sicherheit verantwortlich, sind das sie?
Kodi: Verehrter General, * es folgte ein kurzes Zögern * aktuell bin ich für die Sicherheit der Crew verantwortlich, aber weshalb fragen sie mich?
Direktor Kaylen: Also tragen sie im Moment die Verantwortung für die gesamte Crew? Verstehe ich das richtig?
Kodi: Nun ich… bin… der wachhabende Offizier… äh ja also ja ich trage hierfür die Verantwortung.
Direktor Kaylen: Das trifft sich gut, dann erklären Sie mir augenblicklich, wieso ihr Wissenschaftler auch nur ansatzweise auf die Idee kommen konnte, eine derart Kritische Einrichtung zu stürmen, war das ein Befehl oder haben sie die Kontrolle über ihre Leute gänzlich verloren?
Kodi: Nein, nein nein, hierbei handelt es sich um eine Fehleinschätzung werter General, ich arbeite, wie jeder weis durchgehend hochprofessionell und weis immer genaustens was unsere Crew macht. Nichts bleibt vor meinen Argusaugen unbemerkt, auf mich können Sie sich verlassen * dabei überwog eine positive und sehr selbstbewusste Stimme *
Direktor Kaylen: Das genügt, das Gespräch ist beendet!
Kodi: Hey, wo wollt ihr hin? Ihr habt Coldwell… Vergessen.
Dr. Coldwell: Kodi… ich hätte niemals gedacht das sie mich derart in Schutz nehmen, ich dachte immer, Sie hassen mich abgrundtief, aber das sie das für mich getan haben… Ich habe mich in ihnen wirklich getäuscht, vielen Dank! * es folgte das Geräusch einer sich öffnenden und schließenden Tür *
Kodi: * er sprach gerade so hörbar und niedergeschlagen, als er merkte was die Aussage der Draguun und die von Coldwell bedeuteten * das tue ich… Beende die Aufzeichnung…
Kodis Ego
Im Laufe der nächsten Tage wurde Kodi sein eigenes Ego zum Verhältnis, nicht nur schützte er versehentlich Coldwell und wurde, was er niemals tun wollte, nein er zerstörte sogar seine eigene Karriere nachhaltig, da sämtliche auf den Aufnahmen befindliche Aussagen gegen ihn verwendet wurden. Dem Oberkommando gegenüber wurde er von der Führung der Draguun als Verantwortlicher dieses Vorfalls angeklagt und seitens des skaáhuriischen Militärs degradiert sowie unehrenhaft entlassen. Kodis Ego lag in Trümmern vor ihm, jenes Ego, das ihn dazu brauchte, diese verheerende Entscheidung zu fällen. Und Coldwell, nun ja er sieht Kodi zu dessen Leid als einen neuen Freund an, da er ihn in seinen Augen vollkommen selbstlos schützte.
Die Ablöse
Im Jahre 228-nk war es so weit, zwei weitere Schiffe, das Skaáhurii trafen im Orbit auf Schevros ein. An Bord waren neben einigen hochrangigen Diplomaten und Politikern sowie große mengen an Technologien der Skaáhurii, welche zum einen für die eigene Expeditionstruppe gedacht waren und zum anderen an die Draguun überreicht wurden. Ebenfalls wurden einiges an Personal auch nach Faeoth zurückbeordert, darunter auch Kodi, welcher auf Faeoth für seine Taten verurteilt werden sollte. Doch dieser hatte vollkommen andere Pläne.
Als sich die beiden Schiffe etwa einen Monat später auf den Rückweg machen sollten, fehlte von Kodi jede Spur, sein Quartier, in welchem er festgehalten wurde, war leer, er hatte es geschafft, mit seinem Wissen über das Schiff zu fliehen, ohne dass dies überhaupt jemand bemerkt hatte. Auch die folgende größere Suchaktion blieb zunächst erfolglos, da die Crew selbst mit der Unterstützung der Draguun ihn nicht aufspüren konnten. Im Zuge dessen wurde erneut eine Konferenz mit dem Oberkommando der Skaáhurii und den Draguun einberufen. Dort diskutierte die Führung eine geschlagene Stunde, wie sie nun weiter vorgehen würden. Letzten Endes wurde die Entscheidung getroffen, dass alle Schiffe zusammen mit den Draguun erneut durchsucht werden, ebenso wie die Draguun die Deckpläne erhielten, damit kein Winkel ungesehen blieb, in dem sich Kodi hätte verstecken können. Doch von Kodi keine Spur, damit trat Teil zwei des besprochenen Planes in Kraft, die steckbriefliche Suche auf Schevros, dem Planeten er Draguun, mit der Anmerkung "Tod oder lebendig". Dies war nötig um die Draguun milde zu stimmen, da sie ihn als Bedrohung einstuften.
Während sich nun ein Teil der Crew an der Suche nach Kodi beteiligte, ging der Rest seinem Alltag nach. Darunter auch Coldwell, welcher noch immer hoch motiviert war, die erneute Nachricht zu übersetzen. Dieses mal aber glücklicherweise mit weniger voreiligen Entscheidungen. Er wollte schließlich nicht erneut ein solch heikles Chaos auslösen. Denn er wusste nicht, ob irgendjemand ihn erneut aus einer solchen Situation heraushelfen konnte, wie Kodi es in seinen Augen, vollkommen selbstlos tat.
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