Gefahr fĂŒr die Rente
Babyboomer fehlen der Wirtschaft
Schon heute finaziert die Bundesregierung die Renten zu einem erhblichen Teil aus Steuern. Im Jahr 2024 betrug der Anteil der steuergestĂŒtzten Rente rund 112 Milliarden Euro, fĂŒr 2025 werden rund 132 Milliarden Euro prognostiziert. Die RentenbeitrĂ€ge aus der Arbeit aller BeschĂ€ftigten reicht also schon lange nicht mehr aus, um das Rentensystem auf die Dauer stabil zu finanzieren. Jeder Mensch, der sich bisher auf seine Rente verlassen hatte, sollte umdenken und sich privat absichern solange er noch das Geld dafĂŒr hat. Geldanlage ist in Deutschland bisher ein ungern diskutiertes Thema. Ăberspitzt gesagt baut man sich ein HĂ€usle, hat eine Lebensversicherung und legt ĂŒberschĂŒssiges Geld aufs Sparbuch. Das hat jahrzehntelang gut funktioniert, aber so einfach wird es in Zukunft nicht mehr sein.
Immer weniger Arbeitnehmer finanzieren durch das Umlagesystem immer mehr Rentner. Im Jahr 2035 finanzieren 1,4 Arbeitende einen Rentner. Jedes Jahr steigen fĂŒr den Bund die ZuschĂŒsse zum Rentensystem. Die beschlossenen immensen Schuldenaufnahme summieren die Staatsschulden auf rund 3 Billionen Euro. DafĂŒr zahlt der Staat zwischen 60-120 Mrd. Euro, je nach Zinsniveau. Dieses Geld wird dem Haushalt fehlen, was zu immer weiterer Schuldenaufnahme fĂŒhren wird. Und je spĂ€ter die Ploitik sich dazu entschlieĂt, die Rente zu reformieren, desto teurer wird es. Die Bundesregierung plant zwar, mit dem sogenannten "Generationenkapital" (oft auch als Aktienrente bezeichnet) einen Teil der gesetzlichen Rentenversicherung langfristig am Kapitalmarkt anzulegen, um die Finanzierung zu stabilisieren. 2024 sollte mit 10 Mrd. Euro gestartet werden, getan hat sich bisher allerdings nichts.
WĂŒrde die Wirtschaft rund laufen, wĂ€ren die Kosten fĂŒr die Neuverschuldung und die Sicherung der Renten noch irgendwie darstellbar. Aber die Wirtschaft lĂ€uft nicht rund, und es sieht nicht so aus, als wĂŒrde sich das so schnell Ă€ndern. Zwar wĂŒrden schuldenfinanzierte Investitionen kurzfristig zu Wachstum fĂŒhren, aber es handelt sich dabei nicht um Wertschöpfung, sondern eben um Wachstum ĂŒber Schulden, und diese wiederum sind ein Angriff auf den Wohlstand nachfolgender Generationen. Eine âsichereâ Rente ist daher keine Option mehr fĂŒr die Altersvorsorge.
Dennoch: Auch wenn das Eigenheim in Deutschland nach wie vor eine wichtige Rolle spielt, lĂ€sst sich feststellen, dass immer mehr Deutsche den Aktienmarkt als Chance fĂŒr ihre Altersvorsorge sehen und nutzen. Das gestiegene Vertrauen und die politischen Initiativen zur StĂ€rkung der kapitalmarktorientierten Altersvorsorge deuten darauf hin, dass sich diese Entwicklung in Zukunft fortsetzen könnte.
Wohlstand und finanzielle Sicherheit sind in Deutschland kein Geburtsrecht mehr. Politiker reden gerne vom reichen Deutschland, aber ich habe in den letzten Monaten keinen Politiker darĂŒber reden hören, wie wir diesen Reichtum erhalten, geschweige ihn ausbauen können.












