Endlich sind meine Markierungen in geliehenen E-Books nicht mehr sinnlos
Durch den Wechsel von Gmail zurück zu Thunderbird habe ich ja einige Dinge wiedergefunden, die Gmail jahrelang vor mir versteckt hat. Dazu gehören auch die Mails von Readwise. Mit Readwise habe ich seit Anfang 2018 meine Markierungen aus gelesenen Kindle-Büchern verwaltet, weil Amazon sie nur auf eine unbrauchbare Art zugänglich macht (oder damals jedenfalls gemacht hat, vielleicht ist es inzwischen besser). Seitdem hat Readwise mir jeden Sonntag eine Mail geschickt, in der ich ein paar meiner Markierungen aus gelesenen E-Books wieder gezeigt bekomme. Jetzt sehe ich diese Mails wieder und merke, dass das eigentlich ganz schön war. Ich hatte Readwise schon weitgehend vergessen, seit ich die Mails nicht mehr gesehen habe und 2022 auf das Ausleihen von E-Books bei Libby umgestiegen bin. Heute suche ich zum ersten Mal danach, ob ich vielleicht auch meine Markierungen in Libby-Büchern von Readwise aufsaugen lassen kann. Und es geht!
Ich weiß in dem Moment noch gar nicht, ob ich überhaupt Markierungen in bei Libby ausgeliehenen E-Books gemacht habe. Es war eine Einbahnstraße, man konnte zwar Textstellen leicht markieren, aber nach dem Zurückgeben des Buchs nur auf einem Weg wieder zu ihnen zurückgelangen, der noch umständlicher als bei Amazon war. Durchsuchen ließen sie sich auch nicht. Es wäre also nachvollziehbar, wenn ich nie was markiert hätte.
Ich verbinde Libby mit Readwise, mit Hilfe der hier verlinkten Anleitung. Man muss aus irgendeinem Grund nach "Library" suchen, nicht nach Libby, und dann so tun, als wollte man Sonos-Lautsprecher oder ein Auto verbinden. Wie das genau geht, ist mit Screenshots erklärt.
Glaubt einem ja sonst später wieder keiner: Wenn man 2025 die Bibliothek mit dem Markierungen-Verwaltungstool verbinden will, muss man so tun, als sei die Bibliothek ein Auto.
Jetzt stellt sich heraus, dass ich doch ziemlich viel markiert habe in den Jahren bei Libby. Diese Stellen werde ich jetzt also auch jeden Sonntag zugeschickt bekommen. Ich könnte sie theoretisch auch in meinem Readwise-Konto ansehen und durchsuchen.
Readwise kostet inzwischen in der Lite-Version ungefähr 5 Euro im Monat. Ich glaube, ich bezahle nichts dafür, weil ich schon so lange dabei bin. Ich finde 5 Euro im Monat bei aller Freude über Readwise einen etwas zu hohen Preis dafür, dass ich meine Markierungen aus E-Books noch mal ansehen kann, und würde, wenn ich bezahlen müsste, wahrscheinlich nach einer billigeren Alternative suchen. Diese Alternativen scheint es zu geben, ich habe sie aber nicht ausprobiert.