2019 und 1990
27.000 Deutsche Mark – und Aufruhr in der Uni
Gerade begegnet mir eine Notiz aus meinem Maschinenbau-Studium: im Sommer 1990 (also irgendwann in der frühen Kreidezeit) hatte ich an der Uni Paderborn mal Zugriff auf eine ISA-Bus-Steckkarte mit einem “INMOS Transputer” (siehe de.wikipedia.org/wiki/Transputer): ein erstes Parallelprozessor-System, mit dem die damals üblichen und den halben Schreibtisch füllenden IBM-PCs sich in gefühlt unfassbar rechenstarke Monster verwandelten. Die Karte kostete schlanke 27.000 DM und lieferte dafür 4 (!) gleichzeitig (!) aktive Prozessoren mit jeweils 512 (!) KB RAM. Das halbe Maschinenbau-Seminar strömte zusammen, um den Fortran-77-Benchmark zu bestaunen – und es gab eine erbitterte Diskussion, ob man so viel Leistung jemals brauchen würde. Heute hat meine Waschmaschine mehr Rechenleistung. Irgendwie schon bitter … ;-)
(Lars Karmann)















