Die digitale Pressemappe hilft gegen Kaffeeflecken
Auf Kongressen und Tagungen, vor allem aber Messen, hat sich schon seit ein paar Jahren die digitale Pressemappe als Selbstverständlichkeit durchgesetzt: Die nötigen Informationen, vor allem aber Zusatzmaterial wie Fotos oder sogar Videos werden auf einem Datenträger verteilt, praktisch zum Mitnehmen in die Redaktion (und bestimmt auch, so vermute ich, damit der eine oder andere Kollege es mit copy&paste der Industrie-Informationen leichter hat).
Leider haben noch nicht alle Unternehmen – genauer: deren Pressestellen und Öffentlichkeitsarbeiter – mitbekommen, dass sie mit ihren digitalen Pressemappen in der Sackgasse gelandet sind. Denn nach wie vor gibt es dieses Informationspaket meist als DVD oder CD. Damit hat sich die Nutzung erledigt: Schon am Desktop, so überhaupt vorhanden, werden die DVD-Player seltener. In Laptops sind die praktisch gar nicht mehr eingebaut; an die Daten komme ich während der Veranstaltung gar nicht mehr ran.
Auf der Messe - wie in den vergangenen Tagen auf der ILA, der Berliner Luftfahrtschau, erlebt - freue ich mich deshalb, wenn eine Pressestelle das berücksichtigt und ihre Info-Mappe auf einem USB-Stick bereitstellt. Die DVDs lasse ich dagegen liegen. Es sei denn, ich kann zuhause noch DVDs oder CDs gebrauchen. Die schützen als Untersetzer meinen Buchenholztisch so schön vor Kaffeerändern.
(Die gedruckte Pressemappe hat übrigens, so anachronistisch das klingt, nach wie vor ihre Berechtigung. Ich will zwar nicht das ganze Papier mitschleppen – aber auf den Seiten mit grundlegenden Informationen oder Vorstandsaussagen mache ich mir gerne Notizen. Und das geht immer noch einfacher und schneller, als die Daten in meinen Laptop einzulesen und was dazu zu tippen.)