unberührt, oder: 1I/’Oumuamua
               unberührt
               ungestört
              ungesehen
             stets geflohen
~
Einst in fernen Tagen strahlte
die Aura, die die Mutter malte,
erhaben um den seinen Kern,
nur dann nicht, wenn er war ihr fern,
denn's Licht der warmen Mutter weckte
die Koma, die tief in ihm steckte -
wenn Kälte ihm entgegenlachte,
er aus der Koma stets erwachte.
Doch wollt' die Zeit auch ihn nicht schonen
und raubte langsam in Äonen
das Licht der Aura, fortan dunkel
er ritt vor hellem Sterngefunkel.
Doch blieb er davon unberührt,
obwohl das Licht ihn nicht mehr ziert
glitt er auf den Bahnen weiter
besuchte seine G'schwister heiter,
erkundete trotz alle dem
würdevoll das Sternsystem.
~
Dann kam der Tag da ging die Mutter
mit samt der nahen Kinder unter
schleuderte hinfort die Fernen,
hinfort, auch ihn, zu and'ren Sternen
und ließ zurück ein Grabmal bunt
dem er entfloh in letzter Stund'.
Von Stern zu Stern trieb er seitdem
und machte es sich nie bequem,
erkundet Welten voller Farben,
nie sichtbar aber stets erhaben,
sah Gasplaneten, Ringe, Monde,
die eine und die and're Sonde
von halbbewussten Lebensformen,
gebaut nach deren strickten Normen,
Kleinplaneten voller Leben,
Vulkane, die - gleich groß daneben -
auf ihrer Heimat Feuer spieh'n,
doch unberührt konnt' er stets flieh'n.
~
So reist und reist er immer weiter,
nur Licht und Schatten als Begleiter.
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Doktor Disko











