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unberührt, oder: 1I/’Oumuamua
unberührt
ungestört
ungesehen
stets geflohen
~
Einst in fernen Tagen strahlte
die Aura, die die Mutter malte,
erhaben um den seinen Kern,
nur dann nicht, wenn er war ihr fern,
denn's Licht der warmen Mutter weckte
die Koma, die tief in ihm steckte -
wenn Kälte ihm entgegenlachte,
er aus der Koma stets erwachte.
Doch wollt' die Zeit auch ihn nicht schonen
und raubte langsam in Äonen
das Licht der Aura, fortan dunkel
er ritt vor hellem Sterngefunkel.
Doch blieb er davon unberührt,
obwohl das Licht ihn nicht mehr ziert
glitt er auf den Bahnen weiter
besuchte seine G'schwister heiter,
erkundete trotz alle dem
würdevoll das Sternsystem.
~
Dann kam der Tag da ging die Mutter
mit samt der nahen Kinder unter
schleuderte hinfort die Fernen,
hinfort, auch ihn, zu and'ren Sternen
und ließ zurück ein Grabmal bunt
dem er entfloh in letzter Stund'.
Von Stern zu Stern trieb er seitdem
und machte es sich nie bequem,
erkundet Welten voller Farben,
nie sichtbar aber stets erhaben,
sah Gasplaneten, Ringe, Monde,
die eine und die and're Sonde
von halbbewussten Lebensformen,
gebaut nach deren strickten Normen,
Kleinplaneten voller Leben,
Vulkane, die - gleich groß daneben -
auf ihrer Heimat Feuer spieh'n,
doch unberührt konnt' er stets flieh'n.
~
So reist und reist er immer weiter,
nur Licht und Schatten als Begleiter.
---
Doktor Disko
08.07.2019 - Unberührt
Unberührt liegt er da,
der letzte Flecken Natur.
Einzigartig, wunderbar,
was machen wir damit nur?
Bauen wir einen Zaun darum,
damit keiner ihn zu betreten wagt?
Damit die Zerstörung der Welt nicht an uns nagt.
Wir haben alles kaputt gemacht,
jeden noch so kleinen Fetzen.
Einfach nicht darüber nachgedacht,
immer auf den Profit setzen.
Eine zweite Chance gibt es nicht,
wir haben es schlicht versaut.
Der Schutz der Welt, war unsere Pflicht,
doch wir haben alles zugebaut.
Tiere starben aus, verschwunden für immer.
Bienensterben, welch ein Grauß.
Doch mit Pestiziden, machten wir es nur noch schlimmer.
lösten unsere eigene Vernichtung aus.
Tot ist die Welt, bis auf diesen kleinen Fleck,
traurig sitze ich hier am Rand,
Tränen benetzen den Boden, trocknen weg,
sanft berühre ich das Gras mit der Hand.
Vorsichtig vergrößere ich den Bereich,
reiße den Beton einfach auf.
Träume von Gras, ganz weich,
gebe der Natur freien Lauf.
Ob sie sich heilt?
Ich weiß es nicht.
Doch habe ich dort verweilt,
gab Wasser, Platz und Licht.
Einige Jahre ist dies nun her,
die Natur hat sich ein wenig erholt.
Gäbe es uns eines Tages nicht mehr,
hätte sie sich den Planeten zurück geholt.
Noch bleibt uns Zeit,
etwas zu verändern.
Wach auf Menschenheit,
in allen Weltenländern!
Schützt die Natur,
so gut ihr nur könnt.
Seht auf die Uhr,
ein Leben hier ist uns nicht mehr lang vergönnt.
Doch ändern wir unseren Weg,
können wir es noch schaffen.
In unser aller Hände ich sie leg,
und nun werden wir uns aufraffen.
Der Weg ist lang,,
und auch beschwehrlich.
Kommt, wir fangen einfach an,
es gibt keinen anderen Weg, seien wir ehrlich.
Auf eine lebenswerte Welt für unsere Kinder,
das ist alles was heute noch zählt.
Los, erfindet Lösungen ihr Erfinder,
damit haben wir die Zukunft gewählt.
Ephémère
Je suis mouvante. Je me découvre nouvelle à chaque instant. Quand je me regarde dans les yeux des gens, je me vois en mille teintes diffractées, comme autant de passagères clandestines sous les crânes. Je me trouve différente dans chaque regard. Les autres auront chacun fait de moi quelque chose que je ne suis pas, selon ce que je leur ai laissé à voir. Mes illusions sont de courte durée : je pars dès que la vérité refait surface. J’ai toujours été multiple, puisque n’être qu’une serait un renoncement qui parlerait dans chacun de mes choix. Je ne peux pas m’y résoudre. J’amasse les lucioles et les éclats de verre brisés. Je me cache sous les draps. Je parle en sémaphore et en didascalies. Ma vie est une vaste pièce de théâtre dans laquelle j’incarne tous les personnages. Je fais des guirlandes d’imitations et je me drape dans de grands manteaux de caractères passagers. Ceux qui me parlent n’interagissent qu’avec mes fantômes. Aucun n’a pu me connaître. Aucun n’a su descendre aussi loin, aucun n’est parvenu à briser toutes mes citadelles. C’est une chose qui m’est vitale, ce réflexe de dissimulation dans une peau qui n’est pas la mienne. Jamais je ne suis parvenue à me comprendre, puisqu’en moi rien n’est éternel. L’éternité, c’est ce qui se trouve en dessous des mers de nuages des aviateurs, c’est la mort derrière le voile, c’est le grand vide de ce qui n’est pas. Je reste une inconnue à moi-même. Mes humeurs sont changeantes et mes pensées, éphémères ; puisque ce n’est qu’à cela que tient l’existence.