Viele Unternehmen wĂŒnschen sich keine komplizierten Systeme. Sie wĂŒnschen sich:
weniger Chaos
weniger RĂŒckfragen
bessere Ăbersicht
schnellere Informationssuche
strukturierte Kundenanfragen
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KrambergAI entwickelt digitale Lösungen fĂŒr Unternehmen, die ihre AblĂ€ufe verstĂ€ndlicher und effizienter organisieren möchten â mit Fokus auf Mittelstand, Handwerk und praxisnahe KI-UnterstĂŒtzung.
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Nein â denn die aktuelle Digitalisierung aller Lebensbereiche ist gerade fĂŒr Manufakturen eine Chance! Aber warum?
Aktuell entwickeln sich Konsumenten durch das Internet immer mehr zu Prosumenten und greifen so auf unterschiedlichen Wegen in die Produktion und Kommunikation im Unternehmen ein.
Der Kunde von heute ist nun der wahre König. Bestens informiert, bereit zur Diskussion und vernetzt von Facebook bis Snap-Chat. Auch kleinere Unternehmen mĂŒssen nun lernen, sich den neuen Schnittstellen zu bedienen. Dabei stellen die Kommunikationsplattformen nur den Anfang dar. Internet-Konfiguratoren lassen schon heute den Kunden zum Designer werden. Dies funktioniert im GroĂen wie im Kleinen. Bekannt aus der Automobilindustrie, wo wir schon lĂ€nger bis ins Detail entscheiden können, gibt es aktuell auch Neues aus der Welt der Manufakturen.
Den Anfang machte in Deutschland Julia Kasper von Holzgespuer.de. Aufgewachsen in handwerklicher Meisterleistung von Echtholzprodukten, hat sie die Chancen der Digitalisierung schnell erkannt. HolzgespĂŒr bietet handgefertigte Möbel aus heimischen Hölzern. Ihre Kunden wollen erlesenes Handwerk, einmalige QualitĂ€t und die Gewissheit, dass Material und Arbeitsleistung aus deutschen Landen stammt. Und eines mehr wollen die Kunden â den genau passenden Tisch fĂŒr ihr Leben. Da lag es nahe, alle diese Anforderungen zu verbinden. Heute kann der Kunde ĂŒber einen 3D-Konfigurator seine Möbel bis ins Detail gestalten. Jedoch kann HolzgespĂŒr mehr. Der Kunde erhĂ€lt auf Wunsch eine reale Musterbox und kann zu Hause mit allen Sinnen Eiche gegen RĂŒster oder Nussbaum abwĂ€gen. Nicht genug: Ist das Material ausgewĂ€hlt, erhĂ€lt der Kunde ein Video vom aufgeschnittenen Baumstamm und kann dann entscheiden, ob Maserung und Astverlauf seinen WĂŒnschen entsprechen. Wer gleich selbst gestalten möchte, dem bietet sich eine zweite Schnittstelle â der Wunschupload. Die eigene Idee hochgeladen, meldet sich die Unternehmerin sogleich per Chat zu Wort und gemeinsam entsteht das neue Produkt. HolzgespĂŒr zeigt so, wie Beratung und echte Kommunikation auch ĂŒber das Internet gelingen kann.
Da war einmal das Klischee der verstaubten Manufaktur mit ihren rostigen Maschinen und Handwerkern. Doch so fertigen erfolgreiche Manufakturen schon lange nicht mehr. Das handwerkliche Expertenwissen der Meister gepaart mit der PrÀzision digitaler Fertigung lÀsst heute Produkte in atemberaubender QualitÀt und Langlebigkeit entstehen.
Die digitale Maschine â ob FrĂ€ser, Laser oder Roboter â bleibt ohne die Intelligenz des Meisters ein dummes Werkzeug. Handwerk, Gestaltung und digitales Engineering mĂŒssen heute zusammenspielen um bleibende Werte jenseits der Massenprodukte zu erzeugen.
Und so sehen wir von den Alpen bis zur See Manufakturen, die mit ihren technisch anspruchsvollen Produkten zur Weltmarke werden. Wie dies geht zeigen beispielsweise die Deutschen WerkstĂ€tten Hellerau. Nach der Wende und einer Traditionsgeschichte bis ins Jahr 1898 zurĂŒck, startete die Manufaktur mit prĂ€ziser digitaler Fertigung und handwerklicher Meisterleistung ihr Wachstum. Projekte wie eine in England umgesetzte Bibliothek in freien Formen lassen staunen. Angelehnt an die Formensprache Antoni Gaudis ĂŒberzeugt das Projekt mit einer einmaligen digitalen Fertigungskompetenz. Freigeschwungene Formen in Echtholz zu fertigen, heiĂt zuerst mit einer 3D-Modellierungssoftware virtuell erste EntwĂŒrfe zu gestalten. Stimmt der Entwurf, braucht es bei solchen extremen Formen schon eine komplexe 5-Achs-Fertigung, um der Produktion Herr zu werden. Ăber solche Projekte an der Spitze des Holzhandwerks haben sich die WerkstĂ€tten Hellerau nun bereits international einen exzellenten Ruf erarbeitet. Hochwertiges Handwerk gepaart mit digitaler Fertigung sind so Grundlage fĂŒr den zukĂŒnftigen Erfolg der Manufaktur.
UmweltvertrĂ€gliche und nachhaltige Produkte liegen im Trend. Sozial verantwortliche Beschaffung und Produktion werden immer gefragter. Die Transparenz, die das Internet hier erzeugt, ist das Gold der Manufakturen. Denn die AnsprĂŒche an Nachhaltigkeit erfĂŒllen Produkte echter Manufakturen schon seit jeher. Doch nun wird sichtbar, was oft verborgen war. Heute kommunizieren auch Manufakturen ĂŒber Webseiten, Blogs und Social Media die Themen der Gesellschaft und ihrer Produkte. Und so findet der KĂ€ufer aus Hamburg nun endlich auch die ManufakturkĂŒche aus den Tiefen des Westerwaldes.
Die Möbelmanufaktur Tischlerei Sommer fertigt KĂŒchen in einer QualitĂ€t, die ihres gleichen sucht. Die Fertigungskompetenz und ein internationales Netzwerk fĂŒr einzigartige Materialien lassen wenig Raum nach oben. Ob KĂŒchenblock aus IbbenbĂŒrener Sandstein auf heimischem Apfel oder das Mobile Cooking Center zum Braten, Grillen und Servieren im Freien zeigen die Innovationskraft, gepaart mit ExklusivitĂ€t. Aber was nĂŒtzt das beste Produkt, wenn nicht auf gleichem Nivea digital kommuniziert wird. Der Kunde von heute sucht auch ĂŒber das Smartphone nach Manufakturwaren und weiĂ sehr genau ĂŒber Material und Verarbeitung bescheid. Dies erkannt, setzt die Manufaktur auf eine breite Kommunikationsstrategie. Die Webseite holt als Plattform die Kunden ab und verzaubert in Text und Bild fĂŒr den nĂ€chsten Kauf. Social-Media-AktivitĂ€t und gekonnte Suchmaschinenoptimierung lassen das Unternehmen dort erscheinen, wo Manufakturen hingehören. Nach oben auf Seite eins. Auch hier bietet Digitalisierung unzĂ€hlige Möglichkeiten fĂŒr Manufakturen.
Klappt dann noch Lieferung und Service in der Excellence der Produkte, haben Manufakturen eine goldene Zukunft. Hier gilt es, die GeschÀftsprozesse intelligent zu digitalisieren. Wer wartet heute schon gern auf das Angebot oder den Service? Also auf in die digitale Zukunft der Manufakturen.
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Die digitale Transformation der Unternehmen ist in vollem Gange. Ob gröĂerer Mittelstand oder Handwerk â die zu bewĂ€ltigenden Aufgaben sind vielfĂ€ltig und oft komplex. Im Zentrum des Wandels steht die Entwicklung neuer digitaler GeschĂ€ftsmodelle und die Anpassung bestehender GeschĂ€ftsmodelle mit digitalen Produkten und Services. Das trifft ins Herz der Unternehmen, stellt es doch die jahrelangen Traditionen oft auf den Kopf. Doch es gilt genau hinzuhören, was die Kunden heute und morgen wollen und in den Angeboten intelligente wie elegante Antworten umzusetzen. Wer hier erfolgreich sein will, dem sei die Innovationsmethode âDesign Thinkingâ ans Herz gelegt.Â
Das Design vermochte schon immer mehr als reine Ăsthetik zu bedienen und denkt seit Entstehen vom Prozess her. Die Methode eignet sich hervorragend, um Produkte und Services gemeinsam zu betrachten und zu erproben. ZukĂŒnftig werden nur noch wenige Produkte ohne einen digitalen Service erfolgreich sein. âDesign Thinkingâ kann hierbei konkret die Fragen nach der tatsĂ€chlichen digitalen Anwendung als Schnittstelle zum Kunden beantworten.
Die Entwicklungsgeschichte der Methode ist schnell erzĂ€hlt. David Kelley, GrĂŒnder der bekannten Design-Agentur IDEO im Silicon Valley, entwickelte âDesign Thinkingâ als ein wichtiges Werkzeug zur Innovationsentwicklung. Die Stanford-Professoren Terry Winograd und Larry Leifer prĂ€gten fortan mit der amerikanischen d.school an der Stanford University die weitere Entwicklung. Von der Methode begeistert grĂŒndete Hasso Plattner 2005 das Hasso-Plattner-Institute of Design in Potsdam, an dem seither âDesign Thinkingâ gelehrt wird. Inzwischen hat sich die Methode als eines der wichtigsten Werkzeuge in der Innovations- und Produktentwicklung in kleinen wie groĂen Unternehmen etabliert. Heute wird die Methode bereits in allen Formen der Lehre gewinnbringend eingesetzt.
Die richtige Mischung machtâs!
Treffen sich fĂŒnf Tischler und denken darĂŒber nach, wie Ihre Zukunft aussieht. Hier wirklich neue GeschĂ€ftsmodelle oder Produkte zu erdenken wird schwerfallen. Das kennen wir alle aus unserem Alltag im Unternehmen. Also raus aus der AlltĂ€glichkeit. Treffen sich ein Tischler, ein Arzt der Kunde ist, ein Comedian, ein IT-Spezialist und ein FrĂ€stechniker, wird das Ergebnis allein durch die VielfĂ€ltigkeit der unterschiedlichen Kompetenzen um einiges erfolgsversprechender ausfallen. Das selbst erlebte Beispiel will sagen, âDesign Thinkingâ lebt von der Unterschiedlichkeit seiner Teilnehmer. Die Grundlage eines jeden Design Thinking-Prozesses bildet daher ein Team, das sich aus verschiedenen Gewerken, Abteilungen und Hierarchieebenen zusammensetzt. Das Mitwirken von externen Mitdenkern kann ĂŒberaus hilfreich sein. Die Methode lebt somit zum einen von der wirklichen fachlichen Expertise wie der FĂ€higkeit der Teilnehmer, sich neuen Ideen anderer Bereiche zu öffnen und eigene Ideen mit denen des Teams zu vernetzen.
Der Mensch ist zum Sitzen nicht gemacht!
Damit âDesign Thinkingâ funktioniert, sollte man den richtigen Rahmen bereitstellen. Im Sitzen neue Ideen sprudeln zu lassen, Modelle zu bauen und Mockups zu testen passt nicht wirklich zusammen. RĂ€ume zum âDesign Thinkingâ brauchen modulartige Tisch Ă€chen in Stehhöhe, AblageflĂ€chen fĂŒr Material und Modelle und RĂŒckzugsflĂ€chen zur intensiven Denkarbeit. GroĂe freie Wand- oder TafelflĂ€chen sind unmittelbarer Bestandteil der Arbeit. Gesunde und frische Nervennahrung begeistern die Teilnehmer. Intensives Denken muss SpaĂ machen und darf dauern! Ein Tipp fĂŒr das Handwerk: RĂ€umen Sie Ihre WerkstĂ€tten und machen Sie diese zu Denklaboren. Eine gute Montagebank eignet sich hervorragend, um den Teilnehmern einen guten Platz zur Ideenfindung bereit zu stellen. Zudem sind sie somit gut gerĂŒstet, die entstandene Idee sofort in der Produktionsumgebung zu testen.
Der richtige Prozess bringt den Erfolg.
âDesign Thinkingâ arbeitet in den Komponenten (technologische) Machbarkeit, (wirtschaftliche) TragfĂ€higkeit und (menschliche) ErwĂŒnschtheit. Damit rĂŒckt der Mensch stĂ€rker als bei anderen Methoden in den Fokus der Ideenarbeit. Nur wenn wir begreifen, welche WĂŒnsche unsere Kunden im Innersten haben, können wir die Angebote der Unternehmen innovativ weiterentwickeln. Wir mĂŒssen die Probleme unserer Kunden erkennen.
So frei die Ideenfindung â so fest sollte der Prozess der gesamten Methode umgesetzt werden. Er teilt sich in sechs einzelne Phasen, die sich in Schleifen wiederholen können. Hierbei beschĂ€ftigen sich die ersten drei Phasen mit dem Verstehen und der Analyse, die letzteren drei mit Ideenfindung und Umsetzung.
Phase 1 â Verstehen
Wir können nur Neues entwickeln, wenn wir wissen, was die richtige Frage ist. Sehr oft stellt diese sehr einfache Feststellung das wahre Problem in Ideenfindungsprozessen dar. Hier hilft das Verstehen der konkreten Problemstellung und des damit verbundenen Problemfeldes. Man sollte offen sein, die erste Frage immer weiter zu konkretisieren oder gar in die eine oder andere Richtung zu verschieben. Der ersten Phase sollte also genĂŒgend Zeit eingerĂ€umt werden, da sie fĂŒr den weiteren Verlauf von hoher Bedeutung ist. Wenn klar ist, was wir fragen, beginnt das genaue Hinsehen.
Phase 2 â Beobachten
Das âDesign Thinkingâ lebt von der detaillierten Beobachtung der Menschen in der Anwendung von Produkten oder Services. Hierbei steht das âMiterlebenâ von tatsĂ€chlichen Situationen im Vordergrund. Wollen wir also die KĂŒche von morgen erdenken, mĂŒssen wir kochen und verspeisen. Hier hilft es tatsĂ€chlich, die WorkshoprĂ€ume zu verlassen und sich vor Ort in den Situationen umzuschauen. Allein die Beobachtung reicht jedoch nicht. Vielmehr kommt es darauf an, durch gezielte Dialoge möglichst viele relevante Details zu entdecken. Hierbei sollten alle Punkte detailliert aufgeschrieben, skizziert, fotografiert oder per Video festgehalten werden. Am Ende der Phase sollte eine fĂŒr alle Teilnehmer umfassende Dokumentation der Problemstellung erarbeitet sein.
Phase 3 â Synthese
Mit dem Ende der Beobachtungen beginnt die Synthese aller gesammelten Informationen. Alles Material wird durch die jeweiligen Teilnehmer an die freien WĂ€nde arrangiert und den anderen Teilnehmern detailliert erlĂ€utert. Am besten erzĂ€hlt man hier die Geschichten, die tatsĂ€chlich erlebt wurden, und untersetzt diese mit Skizzen und Bildern. In Schritt zwei der Phase fassen alle Teilnehmer im Dialog die Ergebnisse zusammen. Hierbei gilt es zusammen Ăberschiften, Schlagwörter und Gemeinsamkeiten in den Materialien zu entdecken und zu strukturieren. HierfĂŒr eignen sich Rahmenstrukturen wie Mengen- oder Ablaufdiagramme als Grundlage einer Sortierung. Ziel ist es, ein SpannungsverhĂ€ltnis der einzelnen Informationen zu erzeugen. Was ist fĂŒr die folgende Ideenfindung wirklich wichtig? Worauf kann der Kunde keinesfalls verzichten? Was sind Felder fĂŒr Neuerungen in Produkten und Services? Dies sind hier die Fragen, die ĂŒbersichtlich beantwortet werden.
Phase 4 â Ideenfindung
Erst nach dieser langen Vorbereitung der Phasen Verstehen â Beobachten â Zusammenfassen gilt es, in die Ideenfindung einzusteigen. Dies kann nach den Methoden des Brainstormings erfolgen und sollte die in der Synthese aufgestellten Schwerpunkte in einzeln zu lösende kleinere Fragen gliedern. Im Fokus der gesamten Ideenfindung steht die weitere Visualisierung der Ideen. Hierbei gilt es, nicht den Gewinn in einem Zeichenwettbewerb zu erhalten, sondern vielmehr die eigenen Ideen den anderen Mitgliedern anschaulich erlĂ€utern zu können. Das Denken in Comicgeschichten kann hier sehr hilfreich sein. Eine Regel in dieser Phase lautet: Alles ist erlaubt, keine Idee schlecht und wir suchen nach vielen sowie vielfĂ€ltigen IdeenansĂ€tzen. Bis hierhin gelten NeutralitĂ€t und Offenheit gegenĂŒber jeder neuen Idee. Sind die Ideen an den WĂ€nden versammelt, gilt es auch in dieser Phase im engen Dialog der Teilnehmer eine geeignete Struktur zu finden. Hierbei werden die Ideen auf Grundlage der drei Komponenten des Design Thinkings beleuchtet. Die WĂŒnsche der Menschen sollten hierbei neben der Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Ideen an vorderster Stelle stehen, liegen hier doch die wirklich erfolgreichen Innovationen verborgen.
Phase 5 â Modelle bauen
Ideen werden zu Juwelen, wenn wir Modelle von ihnen bauen und anhand der Erfahrungen sofort verbessern. Leider tun wir dies heute gerade in kleinen Unternehmen viel zu wenig, obwohl hier die Struktur die richtigen Möglichkeiten bietet. FĂŒr die Umsetzung der Ideen eignen sich insbesondere schnelle Baumaterialien wie Papier, Pappe, Furnier, Holzplatten und alles weitere, welches sich schnell falten, bemalen und kleben lĂ€sst. Der Fantasie sollten hierbei durch nicht vorhandenes Material und Werkzeuge keine Grenzen gesetzt werden. Im Mittelpunkt der Modelle steht die direkte Anwendung von Produkten oder Services. Das Modell wird zum erneuten Ideengeber im weiteren Prozess. Sollte unsere Idee fĂŒr den Kunden von morgen eine digitale Heizungsplattform sein, ĂŒber die der Handwerker exzellenten Service fĂŒr seine Kunden anbietet, dann gilt es, die OberflĂ€che der Software, das SteuerungsgerĂ€t an der Wand oder die OberflĂ€che auf unserem Smartphone als Modell nachzustellen. Dies so, dass alle Teilnehmer gemeinsam daran das âGefĂŒhl des Machensâ erfahren können. Hierbei entstehende neue Ideen und Anpassungen sollten sofort in Form von Skizzen und ErlĂ€uterungen festgehalten werden.
Phase 6 â Testen, testen, testen
In dieser Phase gilt es, die ausgewĂ€hlten und verbesserten Modelle in Praxistests auszuentwickeln. Hierbei geht es um den direkten Dialog mit dem Anwender. Es gilt, durch gekonntes Befragen der Tester weitere Verbesserungen zu provozieren und direkt in die Entwicklung einflieĂen zu lassen. Hierbei kann die Aufzeichnung der Tests per Video ein hilfreiches Werkzeug sein, um spĂ€tere Anpassungen zu dokumentieren und keine Kleinigkeiten zu vergessen.
Phase 1 bis 6? Besser 1-2-1-3-2-4-3-4-5-4-5-6Â
Der besondere Erfolg von âDesign Thinkingâ liegt im Prozess der Iteration, also dem stĂ€ndigen schleifenförmigen Wiederholen der einzelnen Phasen. Hier ist nicht die stringente Abfolge gefragt, sondern der intelligente Sprung zurĂŒck in eine vorangegangene Phase. Dabei braucht es die richtige Offenheit und die hierfĂŒr nötige Zeitstruktur, um dieses ZurĂŒckspringen zu ermöglichen. Das bedingt zugleich die Liebe zu Fehlern. Diese in vielen Unternehmen noch ungewohnte Haltung ist der Garant fĂŒr nachhaltige Innovationsentwicklung. Nur wer eine offene Fehlerkultur als Lernwerkzeug in seinem Unternehmensprozess etabliert, spart hohe Kosten und beflĂŒgelt zudem seine Mitarbeiter. So kann ein entdeckter Fehler in einem der Modelle zur Anpassung der Fragestellung in der Phase der Synthese fĂŒhren.
Aus der Praxis fĂŒr die Praxis
âDesign Thinkingâ ist ein Werkzeug aus und fĂŒr die Praxis. Gerade fĂŒr kleine Unternehmen eignet
sich die Methode, um an den eigenen Innovationen intensiv zu arbeiten. Der Ablauf von âDesign Thinkingâ zwingt zum Umdenken im Unternehmen und bringt zugleich gewerkeĂŒbergreifende Sichtweisen mit ein. Gerade fĂŒr traditionsreiche Branchen birgt dies die Chance, wirklich innovative digitale GeschĂ€ftsmodelle entwickeln zu können. Ein Durchlauf eines Design Thinking-Workshops sollte mindestens zwei Tage beinhalten. Auch kĂŒrzere Intervalle können erfolgreich sein, wenn die Fragestellung genĂŒgend eingegrenzt ist.
Den gesamten Beitrag findet man hier.
Mit folgender LektĂŒre gelingt der problemlose Einstieg:
Larry Leifer, Patrick Link, Michael Lewrick (2017): Das Design Thinking Playbook: Mit traditionellen, aktuellen und zukĂŒnftigen Erfolgsfaktoren, ISBN: 9783800653843
Walter Brenner, Falk Uebernickel (2015): Design Thinking â Das Handbuch, ISBN: 783956010651
Karla M. WoisetschlÀger (2010): Analyse und Umsetzung eines Design Thinking Prozesses, ISBN: 3639228960
Christoph Meinel, Ulrich Weinberg, Timm Krohn (Hrsg.) (2015): Design Thinking Live â Wie man Ideen entwickelt und Probleme löst, ISBN: 9783867744270
Der Digitale Wandel ist komplex, weil er alle Bereiche von Unternehmen erfasst. Ausnahmen? Keine. Die Grundlage fĂŒr eine umfassende Digitalisierung der Wirtschaftsbereiche liegt in der Digitalisierung der Unternehmensprozesse. Hier schlummern die SchĂ€tze, die es zu heben gilt. Die Entwicklung und der Einsatz von digitalen Werkzeugen zum Datenaustausch, der Analyse sowie der Bewertung von Möglichkeiten werden zum entscheidenden Kriterium. Hierbei geht es nicht nur um die Effizienzsteigerung der bestehenden GeschĂ€ftsmodelle, oft entstehen bei kreativer Betrachtung vollkommen neue Felder. Doch wie kann diese Umwandlung erfolgreich gelingen?
Es braucht digitale Reife in allen Ebenen von Unternehmen. Zu allererst einen Kulturwandel in FĂŒhrung und Mitarbeiterschaft. Digitalisierung muss gewollt, gelebt und vorangetrieben werden. Ideenreichtum und Prozessdenken mĂŒssen abteilungsĂŒbergreifend gefördert werden. Es braucht freie Denkorte in Unternehmen, wo neue Konzepte erprobt und Prototypen gemeinsam mit Kunden getestet werden. Und es braucht digitale Bildung, die in ihrer Art und Weise den Anforderungen der Digitalisierung in Schnelligkeit und KomplexitĂ€t gerecht wird. Herkömmliche Methoden helfen uns hier nur beschrĂ€nkt weiter.
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Wer eine digitale Kultur etablieren will, muss seine Mitarbeiter bilden. StĂ€ndig. Neben den technischen Kenntnissen, die sich im Monatstakt weiterentwickeln, spielen KreativitĂ€t, Problemlösungskompetenz und agiles Prozessdenken in allen Unternehmensbereichen eine immer gröĂer werdende Rolle. Doch was kann und muss ich als Unternehmer konkret und sofort angehen?
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Vordenker treffen. BarCamps und Hackathons bieten die einmalige Chance digitale Vordenker zu treffen und eine digitale Kultur zu erleben. www.barcamp-liste.de, www.barcamp-koblenz.de
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Die digitale Eingreiftruppe im Unternehmen etablieren. Das Thema der Digitalisierung gehört auf Platz eins der strategischen Unternehmensplanung. Hier gilt es die digitalen Denker und Macher im Unternehmen in die Verantwortung zu bringen. (P.S. nicht immer findet man diese im Bereich der klassischen IT.)
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Starten. Als erstes steht die PrĂŒfung des bestehenden GeschĂ€ftsmodells und mögliche Anpassungen durch die Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft. Die Identifikation disruptiver MarkverĂ€nderungen und die Vorbereitung neuer digitaler GeschĂ€ftsmodelle und Services muss einmal im Quartal auf die Agenda.
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Weitere Projektthemen festlegen. Die Digitalisierung ist komplex. Also gilt es den richtigen Start zu finden. Hier eignet sich das Thema der Prozessdigitalisierung als gewinnbringender Einstieg.
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Fördermöglichkeiten prĂŒfen. Je nach Bundesland sehr unterschiedlich fördert Bund und Land KMU bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten im Unternehmen. www.bmwi-go-digital.de, www.digitalbonus.bayern
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Experten hinzuziehen. Das in Deutschland einmalige Netzwerk www.mittelstand-digital.de bietet eine Vielzahl von bundesweiten Experten zu allen Themen der Digitalisierung. Im speziellen fĂŒr das Handwerk stehen die Fachleute aus dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk www.handwerkdigital.de bei der Umsetzung zur Seite.
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Start-ups grĂŒnden und kollaborieren. Gerade die Digitalisierung bietet dem Handwerk ungeahnte Möglichkeiten in neue digitale GeschĂ€ftsfelder vorzudringen. Warum nicht ein zweites oder drittes Unternehmen grĂŒnden.