Wien zählt zu den vielfältigsten Kulinarikstädten Europas. Wer Balkan-Restaurants in Wien sucht, findet eine bemerkenswerte Auswahl: von bosnischen Holzkohleöfen bis zu serbischen Grillhäusern mit Jahrzehnte langer Tradition.
Die Wiener Gastronomieszene trägt seit Jahrzehnten eine enge Verbindung zu den Küchen des ehemaligen Jugoslawiens. Das hat historische Gründe: Wien wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Anlaufpunkt für Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten aus Serbien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Nordmazedonien. Mit diesen Menschen kamen ihre Rezepte, ihre Gewürze und ihre Grillkulturen. Heute stehen Ćevapčići, Pljeskavica und Burek längst nicht mehr nur auf den Tischen der Diaspora. Diese Gerichte haben eine breitere Wiener Gastronomieszene erreicht und genießen in der Stadt zunehmende Wertschätzung.
Wer nicht weiß, wo er anfangen soll, verliert sich schnell in der Fülle des Angebots. Manche Lokale setzen auf Authentizität und rustikale Atmosphäre, andere übersetzen die Balkanküche in ein moderneres Konzept. Die folgende Auswahl umfasst zehn Häuser, die sich durch Qualität, Verlässlichkeit und Charakter auszeichnen. Die Lokale verteilen sich über verschiedene Wiener Bezirke und repräsentieren unterschiedliche Regionen und Stile der südosteuropäischen Küche.
Der Begriff „Balkanküche" fasst dabei eine Vielzahl regionaler Küchen zusammen, die trotz ihrer Unterschiede viele Gemeinsamkeiten teilen: die Bedeutung des Grills, der Einsatz von Kajmak (einem cremigen Rahm-Frischkäse), Ajvar (einem Paprikaaufstrich aus gerösteter roter Paprika und Auberginen), Fladenbrot sowie die Vorliebe für kräftig gewürztes Fleisch.