Ăber einen Schnupfen zu sprechen, eine Sehhilfe oder einen Gehstock zu nutzen, fĂ€llt Betroffenen in der Regel eher leicht.
Doch wenn es die Blase ist, die nicht (mehr) richtig kontrolliert werden kann, so ist es fĂŒr sehr viele Menschen ein schambehaftetes Thema, dass man zu verstecken versucht, sich evtl. sogar von Alltagssituationen zurĂŒckzieht.
Oft wird sich nicht einmal getraut, beim Arzt drĂŒber zu sprechen, obgleich es oft möglich ist, Hilfe oder Linderung zu bekommen.
Auch ich bin seit 8 Jahren dranginkontinent und habe es anfangs verschwiegen. Dabei kann die Angst vor der Entdeckung sogar belastender werden, als das Krankheitssymptom selbst.
Daher setze ich mich seit lĂ€nger Zeit fĂŒr einen offenen und unverkrampften Umgang mit dem Thema ein. Niemand muss oder sollte sich fĂŒr ein Krankheitssymptom schĂ€men oder schlecht fĂŒhlen mĂŒssen.
Insbesondere, da es jedem treffen kann, unabhÀngig von Alter und Geschlecht.
Statt uns zurĂŒckzuziehen können wir uns und der Umwelt auch etwas Gutes tun und uns mit Stoffwindeln versorgen, die nicht nur MĂŒll reduzieren, sondern auch die Haut schonen, angenehm zu tragen sind.
Doch warum werden Stoffwindeln zur Zeit trotz dieser Vorteile nur selten von Erwachsenen genutzt?
Weil es kaum bekannt ist, dass es diese Möglichkeit gibt und sich kaum jemand traut drĂŒber zu sprechen.
Daher macht es vermutlich Sinn, Stoffwindeln als selbstverstĂ€ndlichen Teil des Alltags zu zeigen, drĂŒber zu sprechen, sie mit Stolz sichtbar zu machen?
So wĂ€re auch die Inkontinenz, so man fĂŒr einen gewissem Zeitraum oder auch dauerhaft damit leben muss, viel weniger belastend.
Ich denke ein lockerer, umbelastenderer Umgang mit diesem Thema kann nur durch mehr Offenheit erreicht werden?

















