(Weihnachtsgeschichte 2023)
-gewidmet einem Wunderbaren Menschen-
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Alisa ist 2 Jahre alt und zeigt allen, denen sie so begegnet -auch ungefragt- mit den Fingern ihrer Hand, wie alt sie nun schon ist. Meistens passt die Anzahl der Finger sogar. Sie liebt es, ihre Umgebung zu beobachten, besonders die Menschen. Momentan gibt es so Vieles zu sehen: die BÀume werden bunt, die Weintrauben im Garten von Oma und Opa leuchten blau-violett und ihre LieblingsÀpfel hÀngen reif an dem alten Apfelbaum.
Diesen Baum liebt sie besonders. Zum einen wegen der leckeren Ăpfel und zum anderen hat Opa eine Schaukel mit rotem Sitz fĂŒr sie an einem dicken, quer gewachsenen Ast angebracht. Wenn sie in Omas und Opas Garten kommt, darf sie darauf schaukeln. Aber langsam wird es drauĂen zu kĂŒhl, um noch ausgiebig schaukeln zu können.
Mama und Papa, Oma und Opa Gaaten und Oma und Opa Luna sprachen mit ihr in der letzten Zeit immer mal wieder ĂŒber den Weihnachtsmann. Nun mögt Ihr Euch fragen, warum die GroĂeltern so eigenartige Namen haben. âOma und Opa Gaatenâ heiĂen natĂŒrlich nicht âGaatenâ. Aber fĂŒr Alisa heiĂen sie so, weil Alisa sie meist in ihrem Garten besucht hat. Da sie noch sehr klein ist und die beiden Omas und Opas irgendwie unterscheiden wollte, nennt sie die einen âGaatenâ, weil ihr das âRâ noch schwerfĂ€llt. âOma und Opa Lunaâ verdanken ihren Namen einer kleinen MalteserhĂŒndin namens Luna, die so schön klein und flauschig ist. Die beiden wohnen in einem Haus mit einem kleinen Garten dahinter und Alisa und Luna spielen miteinander, wenn Alisa dort zu Besuch ist. Von beiden Omas und Opas bekommt Alisa ab und zu ein bisschen Schokolade. Und sie liebt Schokolade. Wenn es nach Alisa ginge, könnte es zum FrĂŒhstĂŒck, Mittag und Abendessen immer etwas Schokolade dazu geben.
Alisa sitzt gern auf dem Sofa und beobachtet die Welt um sie herum. Da gibt es einiges zu sehen. Auch andere in ihrer Familie scheinen Schokolade zu lieben. Aber die anderen scheinen ganz besondere Schokolade zu haben. Vielleicht ist es verzauberte Schokolade? In den MÀrchen, die ihr Oma Gaaten gern vorliest, wenn sie mittags einschlafen soll, gibt es ja auch verzauberte Prinzen und Frösche und vieles mehr.
Ihre groĂe Schwester spielt gerade mit ihrer Schokoladentafel. Alisa wĂŒrde die Schokolade ja lieber naschen, aber ihre groĂe Schwester schaut nur die ganze Zeit auf ihre SchokoladenÂtafel und drĂŒckt mit ihren Fingern darauf herum. Dann gibt es lustige GerĂ€usche. Manchmal freut sich ihre Schwester darĂŒber und manchmal Ă€rgert sie sich. Alisa will auch mal lustige GerĂ€usche machen, aber das darf sie nicht.
Mama spricht oft und lange mit ihrer Schokolade. Dabei wĂŒrde Alisa dann lieber mit ihr spielen. Doch sie soll dann warten. Manchmal lacht Mama, wenn sie mit der Schokolade spricht und manchmal ist sie wohl auch Ă€rgerlich auf die Schokolade. Diese verzauberte Schokolade weiĂ zum Beispiel, wann Papa nach Hause kommt oder wann eine der Omas mit Opa zu Besuch kommen. Mama liebt die Schokolade auch, sie kĂŒsst sie manchmal sogar. Aber die Ohren ihrer Schokolade hören an manchen Tagen sehr gut, dann flĂŒstert und kichert Mama nur. An anderen Tagen spricht sie sehr laut mit der Schokolade. Mit Mamas Schokolade darf Alisa manchmal spielen. Die macht dann Musik. Aber schmecken tut diese verzauberte Schokolade nicht. Das hat Alisa schon probiert. Heute darf sie aber auch mit Mamas Schokolade nicht spielen. Mama muss noch einiges vorbereiten und hat keine Zeit fĂŒr Alisa.
Alisa geht zu Papa. Auch Papa hat eine Zauberschokolade. Er hat sie eigentlich immer bei sich und wird nervös, wenn er sie mal irgendwo liegen lÀsst. Er mag seine Schokolade nicht. Mit Papas Zauberschokolade darf Alisa trotzdem nicht spielen. Wenn seine Schokolade lustige GerÀusche macht, ist Papa meist Àrgerlich. Dann geht er mit seiner Schokolade in einen anderen Raum und Alisa darf ihn nicht stören. Onkel Erik, Papas Bruder, mag Schokolade wohl noch mehr als Alisa. Er hat stÀndig eine neue, sagt Papa. Zum Spielen hat auch Papa keine Zeit.
Heute fĂ€hrt Alisa mit Mama und Papa zum Weihnachtsmann. Papas Zauberschokolade kennt den Weg dorthin. Sie erzĂ€hlt ihm die ganze Zeit, wo er hinfahren soll. Sie kommen in einen groĂen Raum. Ăberall gibt es viele GerĂ€usche, bunte Lichter, verschiedene GerĂŒche und noch viel mehr Menschen. Mama und Papa mit Alisa auf dem Arm gehen auf einen Mann mit rotem Mantel und einem langen weiĂen Bart zu. Mama erklĂ€rt Alisa, dass das der WeihÂnachtsÂmann ist und wunderbare Geschenke fĂŒr sie hat. Alisa wird auf seinen SchoĂ gesetzt und soll zu Papas Schokolade schauen. Papa versteckt sich hinter seiner Schokolade und erzĂ€hlt etwas von Vögelchen. Alisa ist enttĂ€uscht â sie kann gar keine Vögelchen sehen.
Auch der Weihnachtsmann hat eine Zauberschokolade. Sie ist in einer Brusttasche seines roten Mantels und nur von der Seite zu sehen, wenn der Mantel ein bisschen verrutschte. Eine eigene Zauberschokolade zu haben, findet Alisa eine wundervolle Idee. Und der Weihnachtsmann wollte ihr ja etwas schenken. Also greift sie nach dem Telefon und schiebt es in ihre Jacke. Papa nimmt Alisa wieder auf seinen Arm und sie fahren wieder nach Hause. Alisa steckt die verzauberte WeihnachtsÂmann-Schokolade in ihren kleinen Puppenrucksack. Keiner hat etwas bemerkt.
Nun soll Alisa schlafen gehen. Plötzlich macht ihre âgeschenkteâ Schokolade vom WeihÂnachtsÂmann lustige GerĂ€usche wie die von ihrer groĂen Schwester. Also drĂŒckt sie genauso munter auf die Schokolade ein. Da beginnt die Schokolade mit ihr zu sprechen.
âHallo?â â Alisa antwortet der Zauberschokolade: âHallo-Halloâ und freut sich.
âWeihnachtsmann?â, fragte Alisa und die Zauberschokolade antwortet: âĂhm, ja, hier ist der Weihnachtsmannâ. Nun erzĂ€hlt Alisa ihrer Schokolade, dass sie sich freut, endlich eine eigene Zauberschokolade zu haben. Alle anderen hatten ja auch eine und deshalb keine Zeit fĂŒr Alisa. Dann spielte sie mit ihrer Zauberschokolade und machte die Dinge, die sonst Mama, Papa oder ihre Schwester mit der verzauberten Schokolade machten.
âWas wĂŒnschst Du Dir denn zu Weihnachten?â, fragt die verzauberte Schokolade.
âJemand zum Spielenâ, antwortet Alisa, âder mit mir laufen und Einkaufen spielen kann oder Vater, Mutter, Kind mit meiner PĂŒppi.â
âDann gib mich mal an Deine Mamaâ, bittet die Schokolade, âIch schaue mal, was ich da tun kann.â
Alisa steht auf und bringt die Schokolade zur Mama. Mama schaut erst verĂ€rgert auf Alisa und dann sehr erstaunt auf die Zauberschokolade. âWo hast Du das her?â, fragt Mama. Dann spricht sie lange mit der Schokolade und wechselt zwischen Kichern und Entschuldigen. Dann nimmt sie Alisa in den Arm und spielt mit ihr. âEs tut mir leid, dass ich in letzter Zeit weniger Zeit fĂŒr dich hatte. Ich habe da aber eine Ăberraschung fĂŒr dichâ, sagt Mama. Dann schlĂ€ft Alisa doch noch ein bisschen.
Am nĂ€chsten Tag klingelt es an der TĂŒr und Mama strahlt Alisa an. âKomm mal zur TĂŒr, Alisaâ, sagt Mama. Vor der TĂŒr steht ein junger Mann und ein kleiner Junge, der auch etwa 2 Jahre alt ist. âDas ist mein Sohn.â, sagt der junge Mann, âEr heiĂt Niklas.â Niklas und Alisa grinsen sich an und laufen ohne ein Wort in Alisas Zimmer und spielen miteinander. Irgendwie kommt der junge Mann Alisa bekannt vor, doch sie weiĂ nicht woher.
Ein paar Tage spĂ€ter kommt der Weihnachtsmann zu Alisa und ihrer Familie - wohl ĂŒber Nacht, denn Alisa hat ihn nicht gesehen. Jedenfalls hat er Alisa Schokolade mitgebracht â richtige Schokolade. Die ist lecker und Alisa noch viel lieber als die verzauberte. Die verzauberte Schokolade hatte ihr Versprechen gehalten. Niklas und Alisa spielen seitdem regelmĂ€Ăig miteinander.
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Ich wĂŒnsche allen Leserinnen und Lesern ein frohes, friedvolles und gesundes Weihnachtsfest sowie einen guten Start in ein friedvolles und gesundes Jahr 2024.
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