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Ab Sonntag, dem 13. Dezember folgt die Geschichte âWeihnachtsliedâ (Cristmas Carroll) von Charles Dickens !
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Ut de Wiehnachtsgeschicht
(na Carl Orff un Rudolf MuuĂ)
Verteller: Un in desĂŒlvige Gegend weren Harders op dat Feld. De höden ehr Veeh bi de Nacht.
Harders: 1. He, du, höör mal to, ik heff en Droom hatt, oder drööm ik noch?! Kiek doch den grootmĂ€chtigen Schien an Heven! Sull dat de Morgensteern sien? 2. Nee, dat is doch noch midden in de Nacht! 3. Oh, kiek mal, wat dat lĂŒchten deit, un höör mal dat fine Klingen! 2. Dat sĂŒnd de Bimmelklocken vun de Schaap. 1. De Schaap ehr Klocken klingt nich so, de höört sik ganz anners an! So wat heff ik noch nie nich höört. 2. Kiek mal, wat de helle Schien blenden deit, un nu nu fallt he ganz vun den Heven daal, rĂŒnner op de Eer! 3. Dar mag ik gar nich henkieken, in all dat Licht. 4. Jung, holl mi fast, dat ik nich weglopen do. Ik heff Angst. 3. Tööv doch eerst mal af. Du BangbĂŒx bĂŒst doch nich alleen! 1. SĂŒh mal, dar ist en wahrhaftigen Engel.
De Engel: Weest nicht bang! Höört to! Ik segg ju en grote Freud an, un de gellt för dat ganze Volk! â In David sien Stadt is vundaag juun Heiland to Welt kamen, de Messias, de Herr Christus! Un dit is dat Teken för ju: Ji findt dat Kind in Winneln inwickelt un in en KrĂŒff liggen.
Harders:1. Mann! Kiek, de velen Engels dar achtern!2. Dat sĂŒnd woll hunnert.3. Mehr noch.2. Tweehunnert?3. Veel mehr!4. Ja, mi dĂŒcht, dat sĂŒnd över dusend!1. Wenn dat man henkĂŒmmt.2. Och, nu fleegt se all wedder weg. 3. Se warrt lĂŒtter un ĂŒmmer lĂŒtter.    Un nu fleegt se na den Heven rin. 4. Un den hellen Schien hebbt se mitnahmen. 1. Nu sĂŒnd se all verswunnen. 2. Dat is en Wunner!3. Wat hett de groot Engel seggt?1. âHĂŒĂŒt is de Heiland to Welt kamenâ, hett he seggt.    âUn ji kriegt en Tekenâ, hett he seggt.   âJi findt dat Kind in Winneln inwickeltâ, hett he seggt.    âUn dat liggt in en KrĂŒffâ, dat hett he ok noch seggt.3. Dat hett he uns allens vertellt? â Jungs, laat allens stahn un liggen, laat uns de KrĂŒff söken!1. Dat Licht hett över Bethlehem stahn, dar mööt wi söken!4. Wi bruukt ok en ornlich PrĂ€sent för dat Kind. 2. Ja, wat Schööns: Melk, Botter, Kees.3. Wat Warms ton Antrecken!4. Villicht en beten Wull?2. Köönt wi nu los?3. Un wat is mit de Schaap?1. In so en Nacht paĂt Gott ehr woll op.
(Die Zeichnung ist von der wundervoll talentierten @pyromaniacqueen) Zu bald ist Nikolausabend da von SarahWolverine auf Fanfiktion.de Advent â Die Zeit des Ankommens, in der man zu sich findet und innehĂ€lt. Oder aber die stressigste Zeit des Jahres, wo man zwischen Geschenken und Weihnachtsfeiern gerne mal den Kopf verliert. Es wird nicht besser, wenn zu dem normalen Stress noch hinzukommt, dass das eigene Gehirn nicht so verknĂŒpft ist, wie es die Gesellschaft gerne hĂ€tte. Charlieâs ADHS hĂ€lt ihn jedoch nicht davon ab, ein Weihnachtsdate fĂŒr ihn und seinen Freund zu planen. Ganz im Gegenteil, er hat schon groĂe Visionen fĂŒr den perfekten Abend mit der perfekten Deko, dem perfekten Geschenk und perfekten Essen. Die Sache hat nur einen Haken â die Umsetzung. Das hier ist eine ADHS Weihnachtsgeschichte, von einer ADHSlerin ĂŒber einen ADHSler fĂŒr ADHSler. AuĂerdem fĂŒr jeden, der sich an chaotischen Geschichten erfreut und eine Ablenkung vom eigenen Stress braucht. Wenn euch die Geschichte gefĂ€llt und ihr mich unterstĂŒtzen wollt, dann besucht doch auch meine Ko-Fi Seite :)
Lars
FĂŒr dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, mit Lars zu reden. Zum einen, weil das sonst niemand tut, zum anderen, weil ich letztes Jahr ein so schlechtes Gewissen hatte, und das so kurz vor Weihnachten.
Nach dem Essen â Buffet mit Ente, Schellfisch und Wildragout â standen wir drauĂen zum Rauchen in kleiner Runde zusammen: Udo aus dem Vertrieb, der immer lacht und dabei seine groĂen, geraden ZĂ€hne zeigt; Hannah vom Empfang, die wie jedes Jahr schnell betrunken war und dann dem Udo wohl am liebsten am Hals gehangen hĂ€tte; und Jack, das IT-Genie aus San Francisco, ein ganz ruhiger Typ und darin unheimlich cool. Udo war es wohl, der Lars als erster wahrnahm. Sein groĂes, gerade Grinsen blieb unverĂ€ndert, aber seinen Blick schweifte kurz in den leeren Raum ab. Eine Sekunde spĂ€ter verzog Hannah eine erstaunlich nĂŒchterne Miene und rĂŒckte nĂ€her an Jack heran, um die LĂŒcke zwischen ihnen zu schlieĂen. Und dann sah auch ich aus dem Augenwinkel, dass Lars sich von hinten nĂ€herte. Und das in der KĂ€lte, obwohl er gar nicht raucht. Da ich fĂŒrchtete, er könnte meinen Seitenblick bemerkt haben, sah ich ihn kurz offen an, sah seine etwas stupide Brille und ein an ihm völlig befremdliches Guns Nâ Roses-Shirt, ĂŒber dem er zuvor wohl einen Pullover getragen hatte. Ich weiĂ noch, dass meine Gedanken in dem Moment völlig leer waren, als ich die gröĂere LĂŒcke zwischen Hannah und mir schloĂ und mich wieder ganz meinen lustigen Kollegen zuwandte. Ich spĂŒrte Lars noch zwei drei Minuten in meinem RĂŒcken, vielleicht hörte er uns zu, und als ich das nĂ€chste Mal wagte mich umzudrehen, war er verschwunden. Einige Stunden spĂ€ter lief ich von der Weihnachtsfeier nach Hause, stockbesoffen, und musste lachen: Lars in einem Guns Nâ Roses-Shirt! Ich schĂŒttelte den Kopf. Doch dann wurde mir sentimental zumute, wie das wohl vielen vor Weihnachten geht. Wie immer hatte keiner mit Lars geredet, wir hatten ihn sogar ausgeschlossen. Ich hatte ihn ausgeschlossen. Dabei mag ich Guns Nâ Roses.
Ăber Lars wissen wir eigentlich so gut wie nichts. Auch was Lars in der Firma genau macht, kann niemand so wirklich sagen. Offiziell ist er Produkttester, was laut QM-Handbuch bedeutet, dass er âProzesse und Schnittstellen generiert, um das reibungslose Funktionieren des Produkts zu gewĂ€hrleisten.â Es geht das GerĂŒcht, Lars habe zwei Jahre an einem Excel-Formular zur Dateneingabe gebastelt bis jemandem auffiel, dass so ein Formular fĂŒr die AblĂ€ufe in der Firma völlig unbrauchbar war. Es geht das GerĂŒcht, Lars sei behindert, Autist, vielleicht sogar ein leichter Mongo â hinter seiner stupiden Brille stieren ein paar leicht verdrehte Augen â und die Firma habe ihn mehr aus GutmĂŒtigkeit eingestellt. Und weil man sich von einem Autisten immer mal eine ĂŒberraschende, geniale Idee erhoffen kann. Es geht das GerĂŒcht, Lars lebe noch bei seiner Mutter, habe aber den ganzen Keller fĂŒr sich und diesem zu einem mit grellbunten Neonröhren beleuchteten Computer-Museum ausgebaut. Man hĂ€tte Lars wohl so einiges andichten können, denn geredet hat mit ihm bisher kaum einer. Dass er aber ordentlich drauĂen ist im Kopf, das wissen wir alle.
Ich hatte mich davon ĂŒberzeugen können, hatte tatsĂ€chlich selbst einmal mit Lars geredet oder besser ein Wort gewechselt. Das muss fĂŒnf Jahre her sein, es war Sommer, ich war noch recht neu in der Firma und stand nach Feierabend an der Bahnhaltestelle. Da hörte ich plötzlich neben mir eine Stimme, die sagte: âNa, auch mit der Bahn?â Ich blickte zur Seite und sah Lars mit seinem schĂŒtteren Haar und der stupiden Brille, er trug ein etwas fleckiges weiĂes Shirt und lĂ€chelte irgendwie freundlich. âĂh, jaâ, sagte ich. Weil mir mehr nicht einfiel und ich auch schon erste Geschichten ĂŒber Lars gehört hatte, nickte ich mit leerem Blick vor mich hin, und dann fuhr zum GlĂŒck auch schon die Bahn vor. Wir stiegen ein, in unterschiedliche Wagen.
Am nĂ€chsten Tag erzĂ€hlte ich Udo in der KaffeekĂŒche von der Begegnung mit Lars. Udo lachte lauthals und zeigte seine wuchtigen ZĂ€hne. âJa klar, das ist ein Freak, du!â Ich lachte auch. âIch mein, was macht man bitte sonst an einer Bahnhaltestelle? Auf ein Flugzeug warten?â âHĂ€tteste mal sagen sollen, der hĂ€tte noch in die Luft geschaut, wo es bleibt!â Unser Lachen ebbte langsam ab. âNee, so ist der auch nichtâ, sagte ich. âDer kommt mir wie son richtiger Psycho vor, etwas unberechenbar, kann vielleicht sogar aggro werden.â Udo sah mich ernst an, aber seine ZĂ€hne lĂ€chelten weiter. âMeinste?â âJo, und er kriegt immer voll die Austicker, wenn der Flieger verspĂ€tet ist!â Wir brĂŒllten vor Lachen. Ein paar Wochen spĂ€ter hörte ich das GerĂŒcht, Lars sei in der KaffeekĂŒche ausgerastet, völlig eskaliert, und habe gegen eine SchranktĂŒr geschlagen, weil jemand seine Tasse benutzt habe.
Ich glaube, seitdem fĂŒrchtet sich jeder in der Firma etwas vor Lars. Man begegnet ihm, wenn er mittags allein irgendwo essen geht â wo das ist, weiĂ niemand. Dann grĂŒĂt man sich durch ein kurzes Nicken oder ein ausdrucksloses âMahlzeit!â. Wenn man ein Meeting hat, an dem Lars aus welchen GrĂŒnden auch immer teilnimmt, bleiben die beiden PlĂ€tze neben Lars frei und niemand beachtet ihn. Am schwierigsten wird es, wenn man Lars auf der Toilette begegnet. Dann grinst man sich hilflos an und murmelt irgendetwas, und immer ist neben der Peinlichkeit des Ortes und der Furcht, in ein GesprĂ€ch verwickelt zu werden, auch die Angst gegenwĂ€rtig, Lars könne nicht nur autistisch und aggressiv sein, sondern möglicherweise sogar schwul und pervers. Zum GlĂŒck behĂ€lt jeder diese Gedanken, wenn sie auĂer mir noch jemand hat, fĂŒr sich. Und zum GlĂŒck begegnet man Lars nur sehr selten auf der Toilette. Noch so ein Ding: Auch sein Stoffwechsel ist irgendwie anders.
Seltsamerweise scheut Lars selbst nie eine Begegnung, Versammlung oder ein Meeting. Auch am traditionellen Sommergrillen, an der Kohlfahrt der Firma und an Filmabenden nimmt er teil - wie es scheint mit Begeisterung. Beim Grillen etwa steht er stets neben dem Grill, hĂ€lt sich die ganze Zeit ĂŒber an einem Glas Bier fest und scheint darauf zu achten, dass nichts anbrennt. Wenn man sich ein StĂŒck Fleisch nehmen will, zeigt er manchmal auf eines und sagte: âNimm das da, das ist gut durchâ, was man mit einem âok, dankeâ quittiert. Und auch bei jeder Weihnachtsfeier ist Lars dabei, sitzt dort zwar nicht alleine, da die PlĂ€tze abgezĂ€hlt sind, hat jedoch meist zwei RĂŒcken zu sich gewandt und mĂŒmmelt an einem Entenbein bei einem einzigen Glas Bier. Im allgemeinen Suff und Gerede verliert man ihn dann rasch aus den Augen â es sei denn, er schleicht sich so an wie im letzten Jahr, als ich mit Udo, Hannah und Jack zusammenstand und wir unseren Kreis vor ihm verschlossen.
Das soll dieses Jahr anders werden, habe ich mir vorgenommen. Vielleicht war es das Guns nâ Roses-Shirt, das etwas in mir ausgelöst hat, letztes Jahr auf meinem Heimweg, als ich diesen sentimentalen Anflug bekommen habe. Zum ersten Mal habe ich da gedacht: Vielleicht tun wir Lars ja unrecht. Immerhin hört er Guns nâ Roses! Und ein autistischer Mongo, der in seinem Computer-Museum Schwule foltert und dabei Guns nâ Roses hört, will nicht so recht in mein Weltbild passen. Darum habe ich mir vorgenommen ihn anzusprechen, sollte er in diesem Jahr wieder dieses Shirt tragen. Das sollte dann mein AufhĂ€nger sein. Und in der Tat: Lars trĂ€gt â was fĂŒr seinen Autismus spricht â auch in diesem Jahr wieder das Guns n Roses Shirt. Beim Essen fĂ€llt mir auf, dass auch sonst alles ist wie im letzten Jahr: das Essen, der Ablauf, die GesprĂ€chsthemen, das Rauchen vor der TĂŒr; und dass Lars bei allem nur daneben steht und RĂŒcken sieht. Nach dem Essen sehe ich ihn, immer noch mit seinem ersten Bier, an der Theke stehen, wie er stupide vor sich hin grinst. Ich gehe auf ihn zu. âCool, Guns nâ Rosesâ, sage ich und hebe einen Daumen. âJaâ, sagt Lars. Dann sagt er: âUnd, schon wieder Weihnachten.â Und ich sage: âJaâ.
Eine Weihnachtsgeschichte
Es musste ein Fehler unterlaufen sein. Er hatte noch zehn Jahre zu sitzen. Doch sie lieĂen ihn an Weihnachten frei. Ohne gutes FĂŒhrungszeugnis. Einen Mörder.
Das Schwierigste war nichts zu sagen und nachzufragen. Zu gern hĂ€tte er gewusst was schief gelaufen ist. Er strengte sich aufs Ă€uĂerste an höflich zu nicken und sich seine Verwunderung nicht anmerken zulassen. Ein solcher Fehler und das im Land, wo die BĂŒrokratie Hochkultur ist! Er war darauf nicht eingestellt. Er sah sein Leben verwirkt. Zehn Jahre an einem Ort ohne Tragweite. Jeden Tag trug er den Hass in sich. Wohin damit nun? Sie gaben ihm sein weniges Hab und Gut und setzten ihn vor die TĂŒr. Er war alleine und frei. Jegliche Verwandte und Freunde, die er jemals hatte, haben sich von ihm abgewandt. Seine Mutter hatte ihn einmal besucht, ertrug es dann aber doch nicht und ging weinend nach einer Minute. Der Himmel war so klar blau und die Welt erstreckte sich vor seinen FĂŒĂen. Was sollte er tun? Jemanden umbringen? Fliehen bevor sie den Fehler bemerken? Er ist schlieĂlich ein zu Unrecht freigelassener Mörder. Wenn die Menschen ihm das ansehen könnten, keiner wĂŒrde auf ihn zugehen. Sie wĂŒrden rennen. Nun aber ist Weihnachten, also ging er in die Stadt auf den Weihnachtsmarkt.
Wie unbeschwert und heiter die Menschen dort waren. Es lieĂ sich nicht ertragen. Sie hatten kein Recht dazu eine solche Freiheit auf diese Art zu verjauchzen. Wussten sie denn nicht, dass jeder von ihnen schon morgen ein Gefangener sein kann. Es ist zu schwer frei von SĂŒnde zu sein â sich nicht erwischen zu lassen ist einfacher. Das Einfachste ist, sich selbst nicht zur Anklage zu bringen. Selbst im GefĂ€ngnis behielt er das bei. War es seine Schuld? Der Mord wurde verlangt. Keiner von ihnen hĂ€tte sich diesem versagt! Er wurde hungrig und ging an den nĂ€chsten Stand um sich eine Wurst zu kaufen. Er kramte nach den MĂŒnzen und sah sich jede im trĂŒben Licht genau an. ,,Na, der Herr. Soll ich Ihnen vielleicht helfen?â, fragte die VerkĂ€ufer mit einem schiefen Grinsen. âBlödsinn! Frechheit. Was soll die Frage. Ich ⊠Es ist nur ⊠Ich habâs ja.â âDas war doch nur ein kleiner SpaĂ. Nicht gleich eingeschnappt sein.â âJaja, nur ein kleiner SpaĂ. Den hatte ich auch mal.â Er gab ihr das Geld. Sie bedankte sich und wĂŒnschte ihm noch ein frohes Weihnachten. Er verlieĂ den Markt und holte sich im nĂ€chsten Supermarkt eine Flasche Bier. Mit ihr ging er ihr die EinkaufsstraĂe hinab. In den LĂ€den sah er den Menschen auf der Suche nach dem richtigem oder irgendeinem Geschenk zu. Das GedrĂ€nge und die Hast hatte etwas Belustigendes, wenn man davon befreit war. Noch viel besser, die meisten wussten ganz genau, dass das Beisammen sein wichtiger als jedes Geschenk war und trotzdem konnten sie sich den Gewohnheiten nicht entziehen.
Niemand beachtete ihn. Er war genauso bedeutungslos, wie alle andere um ihn herum. Trotz der inneren Angespanntheit blieben sie alle stets bemĂŒht höfflich. Selbst die VerkĂ€uferinnen, denen der Weihnachtsbonus  nun doch zu wenig war. âEntschuldig, das ist jetzt aber nicht ihr Ernst?â, hörte er eine Frau zu einer anderen Frau sagen. âBitte?â, in einem solchen Ton, sie bekamen seine volle Aufmerksamkeit. âDas hier ist meins. Das können Sie nicht nehmen.â âDas tut mir Leid, aber ich habe es nun Mal zuerst genommen. Also ist es jetzt meins.â "Nun, haben sie sich nicht so.â, mischte er sich ein âEs ist fĂŒr den kleinen Sohnemann. Und es ist ja Weihnachten. Seien Sie gĂŒtig.â, mischte er sich ein. Sie rang sichtlich mit sich, darauf einzugehen. Entschied aber doch, ein Fremder habe nichts zu sagen und schlieĂlich ist sie im Recht. âIch kaufe es selber als Geschenk!â, und sie stĂŒrmte davon. âManche Menschen âŠâ, murmelte er. âWie Recht sie haben. Danke. Ich hoffe Sie haben ein schönes Weihnachtsfest.â âDas habe ich.â
Es wurde ihm zu langweilig und als er die Glocken der Kirche lÀuten hörte, ging er dorthin. Er versuchte in der Predigt des Pfarrers etwas Bedeutsames zu erkennen. Irgendeinen Sinn musste der Zufall doch haben. Der Tag als ein Geschenk Gottes zur Bekehrung, zur Bekenntnis, zur Vergebung. Doch das GeschwÀtz brachte ihn nur zum Lachen.
Als die Hostie verliehen wurde bekam er einen Schreck. Er ĂŒberlegte noch, aber er war sich sicher. Seine Mutter hatte sich in der Schlange eingereiht. Es war ihm gar nicht in den Sinn gekommen, dass er jemanden Bekanntes treffen konnte. War sie frĂŒher jemals in die Kirche gegangen? Ob sie fĂŒr ihn betete? Ob sie ihn noch erkannte? Er musste es wissen. Am Ende der Messe blieb er sitzen und wartete bis sie an ihm vorbeiging. Er starrte sie unabdingbar an, sie musste zurĂŒckblicken. Wie traurig sie dreinschaute. Zumindest in Gedanken, war sie bei ihrem Sohn. Nun war sie nahe bei ihm. Schau hoch, alte Frau. Und Sie tat es! Ein Geschenk der Weihnacht.
Ihr Blick, ihr Entsetzen war unmissverstĂ€ndlich. Sie erkannte ihn. Ein Mörder. Sie blieb nicht stehen und ging an ihm vorĂŒber. Er war froh darĂŒber.
Am Abend ging er wieder zum GefĂ€ngnis und meldete den Fehler. Es war ihnen ausgesprochen unangenehm. Als sie ihn zurĂŒck in seine Zelle gebracht hatten, welche zum GlĂŒck frei geblieben ist, wĂŒnschten sie ihm noch ein frohes Fest. Welchâ Geschenk der Tag war. Er schlief mit einem seligen Grinsen ein. Er hatte ja noch zehn Jahre.
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https://freiabos.de/weihnachten-im-gefaengnis/

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De Wiehnachtsgeschicht
Dat weer in disse Tiet; do leet de Kaiser Augustus en Befehl utgahn: Jedereen in dat röömsche Riek sull sik in de StĂŒĂŒrlist indrĂ€gen laten. Soân Inschrieven in de StĂŒĂŒrlist harr dat fröher noch nich geven. In Syrien wörr dat maakt, as Kyrenios dar den Kaiser sien Stattholer weer. Un so gĂŒng jedereen hen un laat sik inschrieven; jedereen in sien Heimatstadt. Ok Joseph maak sik op den Weg â ut de Stadt Nazareth in GalilĂ€a na de Davidstadt Bethlehem in JudĂ€a. Denn he stamm ut David sien Huus un Familie. Dar mĂŒĂ he sik inschrieven laten, tosamen mit Maria. De weer em antruut, un se sull bald Mudder warrn. Un denn keem dat so: As se dar ankamen weern, do weer dat sowiet; ehr sware StĂŒnn weer kamen. Un se kreeg dar ehren eersten Söhn. Un se wickel em in Winneln un legg em in en KrĂŒff, denn anners harrn se kenen Platz in de Harbarg.
Nu weern da in de sĂŒlvige Gegend Harders buten opât Feld. De harden ehr Veeh bi de Nacht. Un een vun Gott sien Engels treed vör se hen, un den Herrn sien Klaarheit strahl ĂŒm se rĂŒm, un se verferen sik över de Maten. Do see de Engel to se: âFörcht ju nich! Höört to! Ik segg ju en grote Freud an! Disse Freud gellt för da ganze Volk! In David sien Stadt is vundaag ju Heiland to Welt kamen, de Messias, de Herr Christus! Un dat sall dat Teken för ju sien: Ju finnt dat Kind in Winneln inwickelt, un dat liggt in en KrĂŒff!â Un denn weer miteens dat ganze Himmelsheer bi den Engel. De löövten Gott, un se sungen:
âEhr wees Gott in de Hööchte! Un Freden op de Eer bi all de Minschen, de goden Willen hebbt!â
Un as de Engels denn wedder naân Himmel torĂŒchgahn weern, do see en Harder to de annern: âLaat uns gau na Bethlehem henlopen un nasehn, wat dar passeert is! Na dat Woort vun den Herrn!â Un denn lepen se, so gau as se man kunnen, un se funnen Maria un Joseph un dat Kind. Dat leeg dar in de KrĂŒff. Un as se dat sehn harrn, do vertellen se, wat se vun dit Kind seggt worrn weer. Un all LĂŒĂŒd, de dat to hören kregen, de wunnern sik över dat, wat de Harders se vertellen deen. Un Maria beheel all disse Wöör un leet se sik jĂŒmmer wedder dörch den Kopp gahn. As de Harders wedder torĂŒch gĂŒngen na ehr Veeh, do löövten un priesen se Gott för allens, wat se to sehn un to hören kregen harrn. Dat weer jĂŒst so ween, als de Engel dat anseggt harr.
Das Wunder von Silberpflug: Wie Luka das Weihnachtsfest rettete
Es war der 24. Dezember, und im kleinen Dorf Silberpflug herrschte eine ungewöhnliche Stille. Der Schnee lag so hoch, dass kein Auto mehr durch die Gassen kam. Die RĂ€umfahrzeuge steckten fest, und ausgerechnet heute war die alte Tradition des Dorfes in Gefahr: Die Verteilung der âLichtpaketeâ an die Bewohner*innen im abgelegenen Bergviertel. Luka, eine leidenschaftliche Mountainbikerin, stand inâŠ
»Weihnachten Humbug, Onkel? Das meinst du doch nicht ernst!« Doch Scrooge meint es ernst. Eine Weihnachtsgeschichte - Das Hörbuch - Kostenlos fĂŒr alle auf dem YouTube Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=RqUW2BAVQ58