Na endlich mal ne richtig logische Regelung aus dem letzten Jahrhundert! Wer kennt es nicht: Man sitzt im Kino, schaut sich den Batman-Film von 1966 an und plötzlich überkommt einen dieses unbändige Bedürfnis, die „stille Zeit“ durch exzessives Popcorn-Rascheln zu entweihen. Geht ja gar nicht. Gut, dass die FSK uns vor Robins knapper Hose schützt – die ist nämlich definitiv nicht „ernsthaft“ genug für einen Feiertag.
Aber ich hab da einen viel besseren Vorschlag für unsere werte Politik:
Wenn schon, denn schon: Film frei, Freizeit vorbei!
Warum nur das Kinoverbot lockern? Machen wir doch Nägel mit Köpfen! Wenn wir es ertragen, dass Leute an Karfreitag „Saw IV“ auf der großen Leinwand gucken, dann sind wir offensichtlich auch bereit für die ultimative Freiheit: Die Abschaffung des Feiertags.
Produktivität statt Besinnlichkeit: Wer braucht schon einen freien Tag zum Nachdenken oder Ausruhen, wenn er stattdessen im Büro Excel-Tabellen schubsen kann? Das ist doch die wahre „ernste“ Beschäftigung, die sich die Landesgesetze immer gewünscht haben.
Win-Win für die Wirtschaft: Während Bruce Wayne auf der Leinwand Verbrecher jagt, jagen wir die Quartalszahlen. Da freut sich das Bruttoinlandsprodukt so richtig – da fließt das Geld fast so schnell wie die Tränen in einem schlechten Liebesfilm.
Gerechtigkeit für alle: Warum nur im Kino sitzen? Ab an die Werkbank! Wenn die Leinwand flimmert, kann auch das Fließband rattern. Still ist es dann zwar nicht mehr, aber hey, wir können uns ja alle Kopfhörer aufsetzen.
Ganz ehrlich, diese Diskussion um „feiertagsfrei“ ist doch total veraltet. Entweder wir hocken alle deprimiert in der Ecke und starren eine Wand an (oder eine Schüssel Brokkoli, der ist wenigstens gesund und schweigt konsequent), oder wir lassen den ganzen religiösen Kram direkt sein und stürzen uns kopfüber in die 60-Stunden-Woche.
Streaming-Dienste dürfen ja eh alles zeigen – wahrscheinlich ist die Logik dahinter, dass Sündigen im eigenen Wohnzimmer weniger schlimm ist als in Reihe 5 mit einer Tüte Nachos.
Also, liebe Politiker: Gebt uns die Filme frei und nehmt uns dafür den freien Tag weg. Dann müssen wir uns wenigstens nicht mehr drüber streiten, was „ernsthafter Charakter“ bedeutet, während wir Montags morgens um acht beim ersten Meeting des Tages fast einpennen. Das ist dann nämlich Realsatire pur.
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