Zur Konstruktion von Weiblichkeit in juristischen Lehrmaterialien â die staubwischende Hausfrau oder Diamonds are a Girlâs Best Friends. Die Frage ist, welche Auswirkung diese verzerrte Darstellung einer patriarchalen Welt auf Juristen hat. Sie sind sicherlich in der Lage, die Realität zu erkennen und zu beurteilen. Das gehĂśrt zu ihrem Beruf. Konstruieren sie sich einen Wunschtraum von Wirklichkeit? Vielleicht: FuĚr Menschen in FuĚhrungspositionen und Freiberufler ist auch heute noch eine brave Ehefrau, die ihnen den RuĚcken freihält, wuĚnschenswert. Interessant ist, wie dieses Weltbild tradiert wird. Durch Lachen, durch Verlachen, ein professionstypisches Gelächter, das ĂberlegenheitsgefuĚhl schafft. (Kotthoff 1988) Hier geht es um berufliche Sozialisationsmechanismen, und diese erfassen nicht nur Männer, sondern auch die mittlerweile fast 50% Frauen in der Juristenausbildung. Liebe Kolleginnen, habt Ihr nicht mitgelacht?
Ulrike Schultz, in: Frauen und Recht. Reader fuĚr die Aktionswochen der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten 2003. Zusammengestellt von Ulrike Schultz im Auftrag des Ministeriums fuĚr Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie NRW. DuĚsseldorf, S. 113-115













