Teil 5: In zwei Tagen vom Transporter zum mobilen Wohnraum - Innenausbau im Budgetformat!
Unser geliebter VW-Bus ist wieder mal reif fĂŒr etwas Neues. Da es dieses Mal schnell gehen und der Ausbau innerhalb von zwei Tagen fertig sein muss, bleibt nur eins: arbeiten, arbeiten, arbeiten. Vor zwei Tagen hatten wir nĂ€mlich die spontane Idee, am kommenden Montag einen Roadtrip fĂŒr einige Tage zu starten. Das Problem an der Idee war, dass der Bus zum Zeitpunkt der Ideenfindung noch ĂŒber keine Innenraumausstattung verfĂŒgte. Deshalb fassten wir den Entschluss, diese vor unserer Abfahrt schnell zusammenzuhĂ€mmern. Gedacht, getan â oder so Ă€hnlich ;-).
Heute geht es jedenfalls mit dem Ausbau endlich los. NatĂŒrlich haben wir vor Baubeginn schon fleiĂig Ideen gesammelt, wie unser Innenraum im Bus aussehen könnte. Als wir unsere Ideen auf einen ungefĂ€hren Nenner bringen konnten (mit den Ideen einer Frau und der realistischen Umsetzung durch einen Mann ist das ja bekanntlich so eine Sache ;-), fertigten wir eine erste Skizze an. Da wir nur wenig Zeit fĂŒr die Planung hatten, war keine Zeit fĂŒr groĂe Details. Deshalb hielten wir unsere Skizze ganz einfach. Im Grunde wie eine Schatzkarte, die ja auch nur die wichtigsten Anhaltspunkte enthĂ€lt. Soweit, so gut. Im Grunde sah unser Vorhaben trotz aller Einfachheit sehr vielversprechend aus und wir waren uns sicher, dass wir es schaffen wĂŒrden, die Planung innerhalb von zwei Tagen in die RealitĂ€t umzusetzen. Ob uns das gelingen wird, werden wir sehen. Heute ist nĂ€mlich der Tag der Tage: Baubeginn.
Eingeplant haben wir erstens ein Bett fĂŒr zwei Personen mit zusĂ€tzlichem Stauraum unterhalb des Lattenrostes. AuĂerdem planten wir drei FĂ€cher mit Top-Loading-Funktion ein, von denen zwei als Kleidungsfach gebraucht werden sollen und eins als KĂŒchenfach zur VerfĂŒgung stehen soll. ZusĂ€tzlich planten wir neben dem Bett ein weiteres unteres Top-Loading-Fach ein, in dem die elektrische KĂŒhlbox verstaut werden soll.  AbschlieĂend dachten wir noch an zwei Tische, denn die braucht man schlieĂlich immer. Auf weiteren Schnickschnack wollten wir verzichten, da uns fĂŒr den Ausbau ja nur wenig Zeit bleiben wĂŒrde.
Bevor wir das Material fĂŒr den Ausbau gleich kaufen können, mĂŒssen wir zuerst â mithilfe der unteren Skizze â berechnen, wie viel Material wir fĂŒr den Ausbau des Innenraums circa benötigen. Dadurch wollen wir erstens Abfall vermeiden und zweitens weitere Fahrten zum Baumarkt verhindern. Es muss die Tage schlieĂlich schnell gehen. Insgesamt schĂ€tzen wir, dass wir gute 40 Meter Lattenholz, 4 Quadratmeter Holz- oder Plastikabdeckung, 200 Holzschrauben, 10 Scharniere und 10 Winkel verbrauchen werden. Bepackt mit unserer Einkaufsliste machen wir uns also los in Richtung Baumarkt. GlĂŒcklicherweise haben nur wenige auĂer uns die Idee, samstagsfrĂŒh in den Baumarkt zu fahren, sodass wir nicht nur direkt einen grandiosen Parkplatz finden, sondern auch noch in aller Ruhe unser Material zusammensuchen können. Und an der Kasse mĂŒssen wir auch nicht warten. Das lĂ€uft ja wie am SchnĂŒrchen.
 Vermessen, sĂ€gen, probieren, schrauben und grĂŒbeln heiĂt es beim Busausbau.
Nachdem wir das Material in unserem Bulli verstaut haben, machen wir uns direkt auf in Richtung Werkstatt. Dort suchen wir uns zuallererst sÀmtliche notwendige Werkzeuge wie Bohrer, Akkuschrauber, Hammer, StichsÀge, HandsÀge, Nietenzange, Schraubenzieher usw., die zum Ausbau benötigt werden, zusammen und legen sie griffbereit in unmittelbare NÀhe zum Bus.
Der Schlafbereich aus Lattenrost, Bettkasten und Matratze kommt zuerst.
Dann beginnen wir mit dem Bett. FĂŒr diese Vorgehensweise entscheiden wir uns, weil sie beim letzten Mal gut funktioniert hat und was gut ist, darf bekanntlich gerne gut bleiben. Der Hauptgrund dafĂŒr, das Bett zuerst einzubauen, liegt ĂŒbrigens darin, dass man dadurch erstens verhindert, dass das Bett zu klein wird und man zweitens bequem âdrumherumâ bauen kann.
1. Einfachen Lattenrost aus Holzlatten
Starten wir also mit dem Lattenrost. Da wir uns bezĂŒglich des Bettes vorab fĂŒr die MaĂe 200 x 90 cm entschieden haben, nehmen wir zunĂ€chst zwei Latten von je 24 x 48 x 2000mm und legen diese mit einem Abstand von 90 cm parallel zueinander hin. Dann nehmen wir fĂŒnf weitere Latten mit den MaĂen 24 x 48 x 2000mm und schneiden uns daraus neun Latten mit je einer LĂ€nge von 90 cm mit einer KappsĂ€ge zu. Die neun 90 cm Latten nehmen wir jetzt und verschrauben sie mit 2 Holzschrauben jeweils in rechtem Winkel quer zu den LĂ€ngs-Latten, sodass ein GerĂŒst entsteht, das die Form eines Lattenrostes aufweist. Bereits die dritte Latte platzt uns beim Festschrauben. Der Erfolgskurs verliert also langsam aber sicher an Fahrt. Wohl oder ĂŒbel mĂŒssen wir nun an Zeit einbuĂen und mit einem dĂŒnnen Bohrer kleine Löcher in die Latten vorbohren, damit diese beim Verschrauben nicht platzen. Kaum wenden wir die âVorbohr-Technikâ an, lĂ€uft es wieder rund. Die darauffolgenden Latten lassen sich einwandfrei verschrauben. Ach so, wir schrauben die 90 cm-Latten immer in einem Abstand von ca. 20 cm an den 200 cm langen Holzlatten fest, damit die Belastungen, die durch das Liegen verursacht werden, auf den ganzen Lattenrost verteilt werden. Nach einem kurzen, aber intensiven Arbeitseinsatz ist unser Lattenrost soweit fertig. NatĂŒrlich hĂ€tten wir uns auch einen fertigen Lattenrost kaufen können, aber selber machen, macht gewöhnlich mehr SpaĂ.
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 2. Stabiles BettgerĂŒst aus Pfosten und Holzlatten.
Kaum ist unser Lattenrost fertig, mĂŒssen wir bereits zum nĂ€chsten Anhaltspunkt auf der Skizze ĂŒbergehen. Wir mĂŒssen schlieĂlich fertig werden. Das BettgerĂŒst ist an der Reihe. Die Skizze gibt nicht gerade viel darĂŒber preis, wie das BettgerĂŒst tatsĂ€chlich auszusehen hat, also mĂŒssen wir improvisieren. Da fĂŒr uns feststeht, dass das BettgerĂŒst einfach, aber gleichzeitig funktional sein soll, entschieden wir uns dafĂŒr, ein BettgerĂŒst zu fertigen, das aus zwei Holzrahmen von je 90 x 200cm besteht und eine zusĂ€tzliche Latte zur VerstĂ€rkung in der Mitte hat. FĂŒr den oberen Rahmen, auf dem der Lattenrost spĂ€ter liegen soll, verwenden wir dickere Latten mit den MaĂen 38 x 48 x 2000mm im Hochkant-Format.
FĂŒr den unteren Rahmen nehmen wir die ganz normalen dĂŒnneren Latten von 24 x 48 x 2000mm. In jeder Ecke befestigen wir anschlieĂend 40cm hohe Pfosten von 38 x 48mm und zusĂ€tzlich jeweils einen Pfosten in der Mitte des Rahmens. Jetzt legen wir den oberen Rahmen auf die Pfosten und befestigen diesen ebenfalls. Zur Befestigung bohren wir die Löcher wieder mit einer Bohrmaschine vor und verschrauben anschlieĂend die Holzlatten mit den Holzpfosten. Als zusĂ€tzliche VerstĂ€rkung benutzen wir einige Winkel, um dem GerĂŒst mehr StabilitĂ€t zu verleihen.
Fast hĂ€tten wir den Radkasten vergessen, der unserem quaderförmigen BettgerĂŒst im Weg stehen wĂŒrde. Der untere Rahmen muss also nochmal eben auf der einen Seite verkĂŒrzt werden, damit sich das BettgerĂŒst im Ganzen perfekt an den Radkasten anschmiegen kann.
3. Lattenrost und BettgerĂŒst befestigen
Lattenrost und BettgerĂŒst sind nun soweit fertig und wir liegen trotz des ein oder anderen Zwischenfalls gut in der Zeit. Jetzt mĂŒssen wir den Lattenrost und das BettgerĂŒst nur noch zu einem Teil zusammenfĂŒgen. Wir nehmen dazu den Lattenrost und legen ihn auf das BettgerĂŒst, um zu prĂŒfen, ob beide Teile aufeinander passen. Da alles passt, verbinden wir nun den Lattenrost mit dem BettgerĂŒst. Dabei kommen Scharniere zum Einsatz, und zwar werden drei StĂŒck an der Latte befestigt, die sich an der Wandseite befindet: eins links, eins rechts und eins in der Mitte. Es ist wichtig, dass sich der Lattenrost vom Bettkasten hochklappen lĂ€sst, damit man spĂ€ter ohne gröĂeren Aufwand an seine Sachen unter dem Bett kommt.
4. Die Matratze und das fertige Bett
Der letzte Schritt fĂŒhrt uns direkt wieder zum ersten Schritt, nĂ€mlich der Matratze. Es ist soweit: Wir mĂŒssen unsere Matratze auf das fertige Bett legen und testen. Wir sagen nur so viel: Test bestanden! Es ist bequem, hĂ€lt zwei Personen aus und verfĂŒgt ĂŒber genĂŒgend Stauraum. Das Bett war also fĂŒr das Erste fertig. Weiter gehtâs.
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 5. Stauraum fĂŒr Wasserkanister und FĂ€cher fĂŒr Kleidung oder Kochgeschirr.
Ein kurzer Blick auf die Uhr und auf die restlichen Holzlatten sagt uns, dass wir uns beeilen mĂŒssen! Sollten unsere Berechnungen nĂ€mlich falsch gewesen sein, wĂŒrde das Material nicht ausreichen und wir mĂŒssten nochmals zum Baumarkt fahren. Deshalb gönnen wir uns nur eine Mini-Verschnaufpause und fahren dann direkt mit dem Ausbaumarathon fort. Ein erneuter Blick auf die Skizze zeigt uns, was wir noch vor uns haben. Wir entscheiden uns dafĂŒr, uns  jetzt an den hinteren Teil, nĂ€mlich die Top-Loader-FĂ€cher, zu machen. Denn sollten wir den Einbau der Tische aus zeitlichen GrĂŒnden nicht mehr schaffen, haben wir wenigstens genĂŒgend Stauraum fĂŒr unsere Kleidung und unser Proviant.
GerĂŒst fĂŒr eine Kommode mit Extras.
Mit einem Zollstock in der Hand geht es also los. Der Bau eines quaderförmigen GerĂŒstes steht an. Dieses muss doppelt so hoch sein wie unser Bett. Laut der Skizze soll das GerĂŒst am Ende aus sechs Boxen bestehen. Die unteren drei sollen offen bleiben und die oberen drei durch Holzplatten oder Ă€hnliches verdeckt werden. Wir entschieden uns bei dem GerĂŒst fĂŒr eine Gesamthöhe von circa 70 cm. Wir wollen nĂ€mlich vermeiden, dass es höher ist als die untere Kante der Heckscheibe. Das BettgerĂŒst gibt uns bereits die ersten Anhaltspunkte bezĂŒglich der Höhe fĂŒr die unteren drei Boxen. Wir halten die 40 cm ein, da uns diese bei der spĂ€teren Nutzung Vorteile bringen wĂŒrden. Wir wissen nĂ€mlich bereits jetzt,  dass die meisten Wasserkanister oder Wasserkisten, KĂŒhlboxen und sonstige Boxen circa eine Höhe von bis zu 40 cm aufweisen und wir diese somit ohne groĂe Probleme in unseren unteren drei FĂ€chern verstauen können.
Das GerĂŒst fĂŒr die Top-Loader FĂ€cher besteht aus sechs langen Latten mit je einer LĂ€nge von 130 cm, aus sechs mittleren Latten mit je einer LĂ€nge von 70 cm und aus zwölf kleineren Latten mit je einer LĂ€nge von 40 cm. Die tatsĂ€chlichen MaĂen fĂŒr die Latten mĂŒssen je nach Fahrzeug individuell gewĂ€hlt werden. Die MaĂe der Latten ergeben sich, je nachdem wie viel Platz zwischen Oberkante Bett und Unterkante Heckklappe ĂŒbrig bleibt. Nachdem wir alle Holzlatten zugeschnitten haben, gilt es diese nun in die richtige Position zu bringen und zu verschrauben. So verfahren wir Holzlatte fĂŒr Holzlatte weiter, bis das ganze HolzgerĂŒst fertig ist. AbschlieĂend verschrauben wir das FĂ€chergerĂŒst mit dem BettgerĂŒst, was dem GrundgerĂŒst weitere StabilitĂ€t geben soll.
Das GerĂŒst steht also so weit. Allerdings fehlt noch etwas ganz Entscheidendes: die Abdeckung. Denn erst diese wird dem GerĂŒst nachher seine wahre Funktion geben. Bevor wir jedoch mit dem Befestigen der Abdeckung beginnen können, mĂŒssen wir zuerst einem weiteren Anhaltspunkt auf der Skizze nachgehen. Dazu haben wir die Kochnische ins Auge gefasst und es erscheint uns logisch, erst diese zu fertigen, bevor wir uns an die Abdeckungen machen wollen.
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 6. Kochnische mit Tisch, Kocher und Stauraum fĂŒr eine KĂŒhlbox.
Laut Anhaltspunkten auf der Skizze besteht die Kochnische ebenfalls aus einem einfachen GerĂŒst mit zwei Ebenen. Im Prinzip gleicht das GerĂŒst der Kochnsche ganz stark dem GerĂŒst der Top-Loader-FĂ€cher, mit dem Unterschied, dass es etwas lĂ€nger werden muss. Auf der Skizze sind zwei wesentliche Funktionen fĂŒr die Kochnische zu erkennen: Sowohl die untere als auch die obere Ebene sollen hochklappbar sein. Die untere Ebene mĂŒsste hochklappbar sein, damit man an die KĂŒhlbox kommt. Zudem sollte man auf dieser Ebene nachher einen Gaskocher stellen können. Die obere Ebene sollte einen klappbaren Tisch ergeben.
Mittlerweile ist es schon spĂ€t am Nachmittag und unsere LeistungsfĂ€higkeit ist leider nicht mehr die gleiche wie morgens frĂŒh. Allerdings muss die Kochnische heute noch unbedingt fertig werden, damit wir uns morgen gezielt auf die Abdeckungen und den zweiten Tisch konzentrieren können.
Holzlatte fĂŒr Holzlatte geht es also weiter. Das GerĂŒst fĂŒr die Kochnische ist am Ende 70 cm hoch und 80 cm lang, wobei sich die Höhe aus 40 cm fĂŒr die untere Ebene und 30 cm fĂŒr die obere Ebene zusammensetzt. Die Breite ergibt sich aus dem freien Platz zwischen BettgerĂŒst und Fahrzeugwand (circa 45 cm). Als wir das rohe Kochnischen-GerĂŒst aufgebaut haben, nahmen wir uns direkt die zwei klappbaren Ebenen vor.
Beide bestehen im Wesentlichen aus einem einfachen Rahmen, der aus fĂŒnf Holzlatten zusammengeschraubt wurde und die MaĂe von 80cm LĂ€nge und 40 cm Breite hatte. Zum Abschluss kommt eine weiĂe, 4 mm starke Plastikabdeckung auf den Rahmen, die an den Ecken festgeschraubt wird. Die Plastikabdeckung  bildet spĂ€ter die TischoberflĂ€che beziehungsweise die AblageflĂ€che der jeweiligen Ebene. AbschlieĂend werden die beiden AblageflĂ€chen mit jeweils zwei Scharnieren an den hinteren Holzlatten befestigt.
Die Kochnische ist nun soweit fertig. Es fehlen nur noch die restlichen Abdeckungen. Allerdings ist es in der Zwischenzeit schon spĂ€t geworden, sodass wir uns dafĂŒr entscheiden, den restlichen Ausbau auf den morgigen Tag zu verschieben.
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7. Plastikplatten als Verdeckung fĂŒr StaufĂ€cher und TischoberflĂ€che.
Am Sonntagmorgen geht es nach dem FrĂŒhstĂŒck direkt weiter. ZunĂ€chst begutachten wir das restliche Material dahingehend, ob es fĂŒr den restlichen Ausbau noch ausreichen wĂŒrde. Wenn nicht, mĂŒssen wir improvisieren.
Nach unserer Begutachtungsrunde wagen wir einen Schritt in unseren Bus. Dort duftet es herrlich nach Fichte, da das frische Holz ĂŒber Nacht dem Innenraum einen angenehmen frischen Holzgeruch verlieh. Nach einem kurzen Moment der Zufriedenheit sehen wir uns wieder die Skizze an und haben dadurch eine genaue Vorstellung davon, was alles verdeckt werden muss. Zur Abdeckung des GerĂŒstes wĂ€hlten wir vorab weiĂe dĂŒnne Plastikplatten. Alternativ hĂ€tten wir auch Sperrholz, Spanplatten, Hartschaumplatten, PVC-Platten  oder sonstige Platten zur Verkleidung verwenden können. FĂŒr die Plastikplatten entschieden wir uns bewusst, weil diese feuchtigkeitsresistent sind, nicht schimmeln, nicht so leicht entzĂŒndbar sind, sich einfach verarbeiten lassen, wenig Gewicht haben und dabei gut aussehen.
StĂŒck fĂŒr StĂŒck verdecken wir nun also mit den Plastikplatten unser GerĂŒst und die Form des Innenausbaus wird zu unserer Freude dadurch immer mehr sichtbar. Die MaĂe der Platten entnehmen wir ĂŒbrigens aus dem GerĂŒst und schneiden diese anschlieĂend mit einer KreissĂ€ge zu. Danach schrauben wir die Platten mit kleinen Holzschrauben am GerĂŒst fest.
Nachdem wir die Platten fertig angebracht haben, bleibt uns noch genĂŒgend Zeit, um einen zweiten Klapptisch einzubauen. Dazu braucht man nicht viel: Einen Pfosten von circa 80 cm Höhe, einen quadratischen Rahmen mit einer Platte fĂŒr die OberflĂ€che und gröĂere Möbelscharniere als Gelenk. Wer kein passendes Gelenk hat, der kann zwei Klappkonsolen verwenden, um den Tisch klappbar zu machen.
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Nutzen und Funktionen im Ăberblick.
Hurra. Auch wenn wir es uns nicht trĂ€umen lieĂen und es zwischendurch auch manchmal von der Zeit her alles andere als gut aussah, haben wir es geschafft und alles, was wir uns vorgenommen hatten, in zwei Tagen in unseren Bus gebaut. Zuerst haben wir einen Lattenrost gebaut, der sich vom BettgerĂŒst hochklappen lĂ€sst und im Bettinneren dadurch viel Stauraum fĂŒr weitere Stauboxen bietet. Wir haben eine weitere Klappe an der Seite des Bettes angebracht, damit man die Sachen einfach unter das Bett schieben kann. Wir haben zwei Klapptische eingebaut â einen Klapptisch direkt ĂŒber der KĂŒhlbox und den anderen am Eingang der seitlichen SchiebetĂŒr. Dadurch können zwei Personen jeweils bequem an ihrem Tisch essen. Wir haben hinten eine Art Kommode eingebaut, die mehrere FĂ€cher fĂŒr KleidungsstĂŒcke und Kochgeschirr bietet. Zudem haben wir uns genĂŒgend Platz fĂŒr Wasserkanister  et cetera gelassen.
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Dekoration im mobilen Mini-Haus.
Nachdem wir mit den Innenausbau fertig sind, bleibt uns noch etwas Zeit, um uns um die Dekoration zu kĂŒmmern und dem mobilen Wohntraum den letzten Schliff zu verpassen. Die Dekoration ist natĂŒrlich Geschmacksache und jeder macht es auf seine Weise. Wir versuchen immer, unsere Einrichtung bunt zu halten, da wir Farben lieben. Wir entschlieĂen uns also dazu, eine bunte Decke mit gelb-roten Mustern auf das Bett zu legen. ZusĂ€tzlich legen wir zwei rote Kissen auf das Bett, um es etwas gemĂŒtlicher zu gestalten. Zu guter Letzt besorgten wir uns ein kĂŒnstliches Fell, das wir auf die Tagesdecke legten. Den letzten Schliff soll dem Innenraum eine kleine kĂŒnstliche Blume verleihen. Die schönste Dekoration werden aber die Sachen sein, die wir in Zukunft wĂ€hrend unserer Reisen sammeln und im Bus âverbauenâ werden :-).
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Tipps und Tricks zum einfachen Busausbau.
1. Im Grunde reicht einfaches dĂŒnnes Fichtenholz fĂŒr das GerĂŒst völlig aus. Unser HolzgerĂŒst inklusive Holzschrauben und Winkel hat uns aufgrund des einfachen Holzes  daher gerade mal 20 âŹÂ gekostet.
2. Bei der Wahl der Holzschrauben sollte man unbedingt darauf achten, dass die LÀnge stimmt, da diese ansonsten auf der anderen Seite rauskommen können und man sich nachher im Bus verletzen kann.
3. Immer wenn man mit einem Teil des Ausbaus fertig ist, sollte man dessen FunktionstĂŒchtigkeit prĂŒfen. Wenn man zum Beispiel das KĂŒhlbox-Fach fertig hat, sollte man direkt die KĂŒhlbox reinschieben und schauen, ob alles passt.
4. Beim Verarbeiten sollte man nirgendwo HeiĂkleber verwenden, da dieser hohen AuĂentemperaturen nicht standhĂ€lt. Auch NĂ€gel sollte man vermeiden, da sich diese mit der Zeit lösen. Stattdessen sollte man lieber auf Schrauben zurĂŒckgreifen. Die tun sicher ihren Dienst.
5. Sollte man Sperrholz oder sonstiges Holz als Abdeckung verwenden, ist es zu empfehlen, dieses mit einer Folie zu ĂŒberziehen. Dadurch kann man gezielt Schimmelbildung entgegenwirken, da sich die Folie wunderbar abwaschen und von Feuchtigkeit befreien lĂ€sst.
6. Wenn man die MaĂe zu 100% kennt, sollte man sich die Bauteile direkt in einem Baumarkt zuschneiden lassen. Meistens ist dieser Service dort kostenlos und man spart sich enorm viel Zeit.
7. Ein kleines vorgebohrtes Loch verhindert das Platzen von Holz und Plastik. Daher vor dem Schrauben immer ein kleines Loch vorbohren.
 Fazit zum Ausbau eines Fahrzeugs zum mobilem Camper.
Wir hoffen, dass wir mit unserer Anleitung in dem ein oder anderen die Lust zum Ausbau eines Buses geweckt haben. Einen Bus auszubauen, ist nicht sonderlich schwer und braucht auch nicht viel Geld. Den oberen Ausbau â so wie beschrieben â haben wir in zwei Tage bewĂ€ltigt. Dies war in der KĂŒrze der Zeit allerdings nur möglich, weil wir den Boden (Teil 1), die WĂ€nde (Teil 2) und die Decke (Teil 3) bereits vorher gefertigt haben. Insgesamt können wir aber sagen, dass man es innerhalb von fĂŒnf Tagen schaffen kann, einen Bus schön auszubauen. Das heiĂt natĂŒrlich nicht, dass man dann fertig ist! Denn genau wie in jedem zu Hause, gibt es auch im Bus immer was zu tun und zu verschönern ;-).
Wie sich der Bus gehalten hat und wie unser Roadtrip verlaufen ist, könnt ihr hier nachlesen. Wenn ihr ebenfalls vorhabt, einen Bus auszubauen oder bereits einen ausgebaut habt, dann freuen wir uns wie immer auf eure Kommentare.
Wenn ihr weitere Ideen zum Ausbau sucht, dann besucht einen der beliebtesten Artikel in unserem Blog: Vom Transport zum romantischen Budget Campingmobil!
Teil 5: In zwei Tagen vom Transporter zum mobilen Wohnraum â Innenausbau im Budgetformat! was originally published on Bringhand BLOG