"das Problem ist: Das wird nicht systematisch getan, da sich leider die Politik nicht dafür interessiert. Wir haben in ganz Europa keinen Mitgliedsstaat, der diese Erkrankungshäufigkeiten systematisch erfasst – obwohl diese Daten ja an jedem Schlachthof erhoben werden und man über sie noch am ehesten Aussagen über den meiner Meinung nach eher schwammigen Begriff "Tierwohl" treffen kann. Die Schlachthöfe geben diese Daten aber bisher nur an die Bauern zurück: Auf der Rechnung steht dann zum Beispiel: "Von 100 Schweinen hatten 70 Lungenbefunde". Was die Bauern mit dieser Information anstellen, ob sie versuchen, es besser zu machen, interessiert aber bisher niemanden. Auch nicht beim Biobauern. [..] Der wissenschaftliche Beirat des Bundesagrarministeriums nennt 3-5 Millarden als jährliche Summe, um die Tierhaltung in Deutschland auf ein angemessenes Niveau zu bringen. [..] Die Experten gehen davon aus, dass bei einer guten Haltung die Preise für den Endverbaucher um 25 bis 50 Prozent steigen würden.”