the moon
(german version)
Du erinnerst mich an den Mond
Auf den ersten Blick könnte man meinen, du bist meilenweit entfernt. Du scheinst so weit weg zu sein, dass es beinahe beängstigend ist. Doch wenn man sich Zeit und Energie nimmt, und genug von beidem investiert, kann man über das Augenscheinliche hinaus sehen. Auch wenn du zunächst kalt und leblos erscheinst, bist du die Quelle von so viel Licht und Bewegung. Du bist die große Kraft, die meine Welt in Schwung hält. Und der Einzige, der das nicht sieht, bist du. Manche Leute denken, du bist fade und langweilig, sie tun mir Leid. Sie sehen dich nicht so wie ich. Sie investieren nicht die Zeit und Energie, die ich investiere. Und sie werden nie erfahren, wie viel mehr tu mir im Gegenzug zurückgibst. Dich zu sehen, lässt mein Herz hüpfen. Aber so hoch mein Herz springt wenn ich dich sehe, so tief sinkt es wenn du verschwindest. Die ersten paar Male als Du verschwunden bist war ich noch besorgt, dass Du nicht zurückkommen würdest. Jetzt weiß ich, dass du nie wirklich verschwindest. Du bist immer bei mir. Du bist nicht wie die Sonne, nicht blendend und irritierend. Du bist da, wenn du gebraucht wirst. Du leuchtest nicht, wo bereits Licht ist. Du lebst absichtlich in der Dunkelheit, um dort zu leuchten, wo es am meisten gebraucht wird. Es bricht mir das Herz, dass die Leute Dir nicht die Anerkennung geben, die Du verdienst. Aber vielleicht geht es nur mir so. Dir macht das nichts aus, oder? Denn du bist mutiger als alle anderen zusammen. Für dich ist das Alltag, für jeden anderen wäre es seelenzerfetzend. Das Beste daran? Oder eher das Schlimmste ist, dass du das ganze Licht, das du den Menschen gibst, nicht sehen kannst. Nur weil einige heller leuchten als du, heißt das nicht, dass sie wichtiger sind. Du leuchtest dort, wo es wichtiger ist. Wenn du dich bewegst, bewegst du die Welt mit dir. Du bist unentbehrlich. Du bist der Mond.














