P.: Fast wäre ich erwachsen geworden; hätte ich diese schmerzhafte Prozedur nur noch ein kleines bisschen länger über mich ergehen lassen, hätte ich den optimal angepassten Zustand erreicht und wäre bis zu meinem Tod darin verweilt.
M.: So machen das Menschen, die finden heraus, wie sie im System am besten funktionieren, und dann bleiben sie dabei. Erinnerst du dich daran, dass du auf keinen Fall zu einem Arzt gehen wolltest, als du erkannt hast, dass du krank bist?
P.: Ich wusste, dass nicht mein Gefühl, sondern meine Umwelt das Problem ist. Medikamente bekämpfen nur die Symptome, nicht die Ursache.
M.: Und Drogen sind ja keine Medikamente, nicht wahr, Miss Doppelmoral? ;-) Du wolltest all das nicht überwinden, weil du Angst davor hattest, das zu verlieren, was dich ausmacht. Du hast es geliebt, schwierig zu sein, voll in deiner Trauer aufzugehen, dich selbst zu bemitleiden und deiner infantilen Aufgesetztheit Ausdruck zu verleihen.
P.: Ich habe meinen Charakter mit meinen Schwächen verwechselt, und das aufzugeben, womit ich mich identifiziert habe, hat mir Angst gemacht.
M.: Denn was bliebe dann noch übrig von dir, nicht?
P.: In dieser Welt nicht als frustrierte Kind aufzuwachsen, ist schwierig, wenn man sensibel und aufmerksam ist ... Aber immerhin wird es mit der Zeit erträglicher, wenn man älter wird und dazulernt.
M.: Erinnere dich an das, was du dir immer wieder vor Augen gehalten hast: Wieso solltest du irgendwelche von Ärzten verschriebene Pillen nehmen, die dich an irgendeine Norm anpasst? Dein Gefühl ist dein Kompass, und der soll verstellt werden, damit du reinpasst? Das ist doch krank, krank ist das.














