Gewisse Materialisten, vor allem Feuerbach, sahen (...) in ihrer Philosophie eine neue Religion. Engels´Antwort auf diese Argumente ist so stichhaltig wie eh und je: Eine Religion ohne Gott ist wie Alchemie ohne den Stein der Weisen, und den modernen Materialismus fĂźr eine Religion zu halten läuft auf dasselbe heraus, wie moderne Chemie fĂźr die wahre Alchimie auszugeben. Diese Meinung ist heute nicht nur bei Soziologen vertreten, spielt aber in den Sozialwissenschaften eine Rolle, die Ăźber bloĂe Konfusion hinausgeht. Ihr Interesse nämlich gilt prinzipiell nicht dem, was der Kommunismus von sich selbst zu sagen weiĂ, sei es in der Form seiner Ideologie oder in der Form seiner Herrschaftsmethoden; ihr Interesse gilt nur dem Funktionieren an sich, und was immer die gleiche Funktion erfĂźllt, das heiĂt das gleiche bewirkt, ist fĂźr sie daher von vornherein dasselbe. So werden sie zum Beispiel geneigt sein, ein Gesetz als das zu definieren, was zum Gehorsam zwingt, und dann alle ZwangsmaĂnahmen mit Gesetzen identifizieren. Auf diese Weise ist in der modernen Rechtswissenschaft bereits der so entscheidende Unterschied zwischen Gesetz und (Not)verordnung ganz verwischt worden; im Grunde aber läuft es darauf hinaus, den Gehorsam, den ich dem Gesetz leiste, mit dem Gehorsam zu identifizieren, das auch dadurch erfolgen kann, daĂ mir einer die Pistole auf die Brust setzt. Es ist, als ob ich das Recht hätte, den Absatz meines Schuhs einen Hammer zu nennen, weil ich ihn, wie die meisten Frauen, zum Einschlagen von Nägeln in die Wand benutze.