gustav klimt bauerngarten (1905-1907)
kofi
seen from China
seen from China

seen from India
seen from United States
seen from China
seen from China
seen from China
seen from United States

seen from United States

seen from United States
seen from Switzerland
seen from China
seen from United States
seen from Switzerland
seen from China
seen from China
seen from Pakistan
seen from China

seen from Malaysia
seen from United States
gustav klimt bauerngarten (1905-1907)
kofi

Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
Free to watch âą No registration required âą HD streaming
Samuel Buri (Swiss) - Bauerngarten (acrylic on canvas, 1935)
Bauerngarten
Gustav Klimt
Was fĂŒr ein schönes Pfingstwetter! #dachstuebchen #landhausstil #landhausgarten #landhausliving#bauerngarten #bauerngartenliebe (hier: Das kleine DachstĂŒbchen, Vintage Store) https://www.instagram.com/p/CPP219sMV-D/?utm_medium=tumblr

Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
Free to watch âą No registration required âą HD streaming
@dachstuebchen#landhausliving#bauerngarten#cottagegarten#mohnblumen (hier: Das kleine DachstĂŒbchen, Vintage Store) https://www.instagram.com/p/CPP1CJOs9Bu/?utm_medium=tumblr
Monster Tomate geerntet #garten #gartenarbeit #bauerngarten #gartenzeit #gartenfreude #gĂ€rtenderwelt #gemĂŒsegarten #ernte #gartenErnte #zuschvinzenz #tippstrickskuriosesundwissenswertes #YouTube #youtuber #produkttest #produktcheck #bilderfĂŒrzusch #videocheck https://www.instagram.com/p/CEonOTYJ27C/?igshid=qec3322klyfc
In unserem Urlaub daheim hatten wir im vergangenen Jahr das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof im Schwarzwald besucht. Ein lohnendes Ziel auf einem weitlĂ€ufigen GelĂ€nde. Es gibt viel zu sehen und man erfĂ€hrt viel ĂŒber das Leben auf den Schwarzwaldhöfen in vergangenen Zeiten. Es finden tĂ€glich verschiedene VorfĂŒhrungen statt â so wird zum Beispiel im BrennhĂ€usle Schnaps gebrannt und Brot gebacken.
Der Hippenseppenhof 1599 Furtwangen-Katzensteig
Das Longinuskreuz
An der Stallwand zur Talseite des Hippensepppenhofs ist ein sogenanntes Longinuskreuz angebracht. Das figurenreiche Schnitzwerk zeigt um den gekreuzigten Jesus herum einzelne GegenstĂ€nde, wie sie aus den Passionsgeschichten der vier Evanglisten bekannt sind. Die Martererwerkzeuge erfuhren eine volkstĂŒmliche Verehrung, da sie die Waffen, die Arma Christi waren, mit denen Jesus den Tod besiegt hatte. Neben den Leidenswerkzeugen, seitlich vor der Christusfigur ist der Reiter dargestellt, der den Gekreuzigten mit seiner Lanze in die Brust stieĂ, um dessen endgĂŒltigen Tod zu beweisen. Nach den sogenannten (nicht biblischen) Pilatusakten soll dieser Reiter, vom Rang her ein einfacher römisher Soldat, Longinus geheiĂen haben. Er soll sich unmittelbar nach dem Tod Jesu den JĂŒngern Christi angeschlossen haben und schlieĂlich als Bischof von Kappadokien den MĂ€rtyrertod gestorben sein. Longinuskreuze sind in der Umgebung des Rohrhardsbergs bei Triberg, Furtwangen, Schönwald sowie im Prech- und Elztal verbreitet. Die Landesherren in diesen ehemals vorderösterreichischen Gebieten, die Habsburger, förderten den Longinuskult, da Legenden zufolge die Splitter der Lanzenspitze in Wien als Reliquien aufbewahrt wurden. Bei diesem Kreuz handelt es sich nicht um ein Original, sondern um eine Nachbildung eines Kreuzes von einem Bauernhof in Hornberg-Niederwasser, da der dortige Bauer sich weigerte, das Kreuz von katholischem Boden in das Museum Vogtsbauernhof im protestantischen Gutachtal zu geben.
Blick in die Stube des Hippenseppenhofs
Die Stube war der einzig beheizbare, rauchfreie Arbeits- und Aufenthaltsraum des Hauses. An der zur KĂŒche grenzenden Wand steht der Kachelofen mit dem gestuften Anbau, der Kunst.
In der hellsten Ecke der Stube steht der groĂe Tisch, an dem gegessen und gearbeitet wurde. Im den meisten Gebieten im Schwarzwald wurde fĂŒnfmal am Tag gegessen:
zâMorge (FrĂŒhstĂŒck)
zâNini (Pause um neun Uhr)
zâMiddag (Mittagessen)
zâVieri (Pause um vier Uhr nachmittags)
zâNacht (Abendessen)
Die Familie und das Gesinde nahmen die Mahlzeiten gemeinsam ein. Der Bauer saĂ oben am Tisch, die BĂ€uerin hatte ihren Platz entweder oben beim Bauern oder als erste links vor ihm auf der Bank. Rechts von ihm saĂen der Oberknecht, der Unterknecht und dann die Buben. Auf der langen lehnenlosen Bank vor dem Tisch saĂen die Frauen, die Obermagd, Untermagd und die MĂ€dchen. Vor und nach jeder Mahlzeit wurde gebetet. Das Essen wurde meist in einer groĂen SchĂŒssel serviert, aus der sich zuerst der Bauer bediente. Danach ging es der Reihe nach vom Oberknecht bis zu den MĂ€gden. Legte der Bauer seinen Löffel nieder, mussten alle das Essen beenden. Die Löffel wurden an der KittelschĂŒrze sauber gerieben und zurĂŒck in den dafĂŒr vorgesehenen Lederriemen an der Wand gesteckt.
HochschwarzwÀlder Speicher
Der SchwarzwÀlder Speicher wurde um 1590 auf dem Winterhalderhof in Schollach erbaut. Er wurde bis zur Umsetzung ins Museum im Jahr 1969 genutzt. Im Museum wurde er dem Hippenseppenhof als NebengebÀude zugeordnet.
Zum Schutz vor Feuchtigkeit und SchĂ€dlingen steht der Speicher auf PfĂ€hlen. Die dicken BohlenwĂ€nde aus Nadelholz garantieren ein trockenes, kĂŒhles Klima im Innern.
Darin aufbewahrt wurden Getreide in KĂ€sten, Brot, Speck, WĂŒrste, Schmalz, Sauerkraut, Most und auch Schnaps. Im linken Getreidekasten an der RĂŒckwand des GebĂ€udes befindet sich ein Einstieg in ein Geheimfach fĂŒr Dokumente und WertgegenstĂ€nde. Speicher standen im Normalfall immer in 20 bis 30 m Abstand vom HofgebĂ€ude. So waren bei einem Brand die VorrĂ€te gesichert.
Die Hofkapelle
Die Hofkapelle wurde 1736 auf dem Simonshof im Jostal erbaut. Sie wurde bis zur Umsetzung ins Museum (1967) genutzt. Im Museum ist sie dem Hippenseppenhof zugeordnet.
Hofkapellen dienten zur tĂ€glichen Andacht der Hofbewohner. Die Glocke wurde regelmĂ€Ăig zu den Gebetszeiten â im Sommer um fĂŒnf, elf und zwanzig Uhr, im Winter um sechs, elf und siebzehn Uhr â gelĂ€utet. Sie ersetzte den Bauern auf den Feldern auch den Zeitschlag der Kirchturmgocken, die in den abgelegenen TĂ€lern nicht zu hören waren.
Der Vogtsbauernhof
Der Vogtsbauernhof wurde 1612 am Standort im Museum im Gutachtal (260 m ĂŒ. M. ) erbaut. Der Vogtsbauernhof ist die Keimzelle des Museums, welches 1964 entstand. Der Besitzer Martin Schumacher war um das Jahr 1650 Talvogt, d.h. Richter und Verwaltungsbeamter, in Gutach.
Gutacher Speicher
Der Gutacher Speicher wurde beim Lehmeshof in Oberharmersbach laut Inschrift um 1606/1626 erbaut. Er besteht aus einem steinernen Untergeschoss, auf das der hölzerne Speicher aufgesetzt ist. Das Mauerwerk des Kellergeschosses ist 50 cm dick. Im Untergeschoss wurden neben SchmalzhĂ€fen und Sauerkraut Most, Kartoffeln, GemĂŒse, Eier und Ăpfel aufbewahrt.
Das hölzerne Obergeschoss ist in StĂ€nder-Bohlen-Bauweise errichtet. Die WĂ€nde sind mit gut 8 cm dicken Bohlen ausgefacht. Ein Gang umlĂ€uft das ObergeschoĂ auf zwei Seiten. Das Dach ist mit Stroh gedeckt. Der vordere Walm reicht schĂŒtzend ĂŒber den AuĂengang und ist in der oberen HĂ€lfte offen, damit Luft und Licht in das DachgeschoĂ gelangen. Im trockenen Klima des Obergeschosses wurden Getreide, Brot, Speck, Schnaps und gedörrtes Obst gelagert, aber auch die SpinnrĂ€der, die nur im Winter gebraucht wurden, sowie die Darrbretter, auf denen das Obst zum Trocknen in den Backofen geschoben wurde.
Stube des Vogtsbauernhofs
Spinnen, Weben und Schneidern
Typische SchwarzwÀlder Schilderuhr
GerÀtschaften zum Buttermachen
Die RauchkĂŒche
Schwarz von RuĂ sind die WĂ€nde der KĂŒche, in denen unzĂ€hlige Male offene Feuer mit Reisig entfacht und Mahlzeiten zubereitet worden sind. Da der Rauch, der in den Herden entsteht, nicht ĂŒber einen Kamin das Haus verlĂ€sst, sondern ungelenkt die KĂŒche durchzieht, spricht man im Schwarzwald von der RauchkĂŒche oder auch einfach von der schwarzen KĂŒche.
In den frĂŒhen Morgenstunden hatten BĂ€uerin und Magd das Herdfeuer zu entfachen. Auf dem Herd, der vormals gemauert und ab dem 19. Jahrhundert mit gusseisernen Platten umschlossen war, wurden alle warmen Mahlzeiten zubereitet. Daneben befeuerte man den Kachelofen in der Stube durch ein Loch in der KĂŒchenwand. Der entstandene Qualm stieg in das Gewölm. Dieses Geflecht aus Haselruten war mit einem Lehm-Stroh-Gemisch verkleidet und als Rauchfang und Funkenschutz ĂŒber die Feuerstelle gespannt. Unter der Decke hingen Speck und WĂŒrste, die vom aufsteigenden Rauch konserviert wurden. Auf seinem Weg vom Herd durch das Haus bis hinauf in den Dachraum erfĂŒllte der Rauch gleich noch weitere Funktionen. Er vertrieb das Ungeziefer und glich die aufsteigende Feuchtigkeit aus den ViehstĂ€llen aus.
Das Dachgeschoss des Vogtsbauernhofs
Das Back- und Brennhaus
Auf abgelegenen Schwarzwaldhöfen brauchte man eigene BackhÀuser, um Brot zu backen. Der Ofen wurde von einem Ofensetzer aufgemauert und mit Lehm ausgeschmiert. Im Backraum hatten bis zu 30 Laibe Brot Platz.
Einmal im Monat war Backtag. Es wurde auf Vorrat gebacken, da der Holzverbrauch und der Arbeitsaufwand groĂ waren. Mit Reisigwellen wurde der Ofen angefeuert.
War er heiĂ genug, wurde die abgebrannte Glut mit einem Tannenreisigbesen herausgekehrt. Danach wurden die geformten Brotlaibe mit einem hölzernen Schieber, dem SchieĂer in den Ofen geschoben. Nach einer Stunde Backzeit wurden sie herausgeholt, zum AbkĂŒhlen auf Bretter gelegt und anschlieĂend in den Speicher gebracht. Am Backtag wurden oft auch einfache Kuchen gebacken. Die RestwĂ€rme des Ofens wurde zum Dören von Ăpfeln, Birnen und Zwetschgen genutzt, um sie haltbar zu machen.
Wir hatten GlĂŒck â am Tag unseres Besuchs wurde gerade gebacken und Schnaps gebrannt â Rita Vitt zeigte uns, wie man herzhaft belegte Fladenbrote (Flammkuchen) in der ersten Hitze des Ofens bĂ€ckt und beantwortete geduldig unsere Fragen rund ums Schnapsbrennen und Backen anno dazumal. Die Fladenbrote haben wir als verspĂ€tetes zâNini verspeist und kurz bevor wir uns wieder auf den Heimweg gemacht haben, konnten wir noch eines der an diesem Tag gebackenen Brote kaufen und mit nach Hause nehmen.
Fladen / Flammkuchen vegetarisch (mit Quark/Schmand KrÀutern) und mit Quark/Schmand und Speck belegt
Die Brennanlage
In der Brennanlage wurden verschiedene FrĂŒchte wie Kirschen, Zwetschgen und Zibarten (wilde Pflaumen) zu Schnaps gebrannt. Das Kernobst wurde in FĂ€ssern eingemaischt. Die Maische wurde in den eingemauerten Topf mit dem kupfernen Hut eingefĂŒllt und erhitzt. Der hochsteigende Dampf â Alkohol verdampft bei 78 °C, Wasser bei 100 °C â wurde durch ein Rohr geleitet. Dieses Rohr wurde zur KĂŒhlung durch ein Fass gefĂŒhrt, in das laufend kaltes Wasser floss. Der Dampf kondensierte und tropfte in flĂŒssiger Form in ein GefĂ€Ă. Ein zweiter Brand war nötig, um eine bessere AlkoholqualitĂ€t zu erreichen.
Ein Brennrecht besitzten die meisten Schwarzwaldhöfe heute noch. Das Brennrecht legt die maximale Menge fest, die der Besitzer brennen darf. Vor dem Brennen mĂŒssen Zeitpunkt, Brennmaterial und Menge beim Zollamt gemeldet werden. Die Einhaltung wird kontrolliert. Schwarzbrennen kam immer schon teuer zu stehen.
Der Bauern- und KrÀutergarten
Oberhalb des Vogtsbauernhofs sind im HeilkrĂ€utergarten des Freilichtmuseums ĂŒber 130 Arten von HeilkrĂ€utern versammelt. Die Anlage ist unterteilt in sieben Beete, die jeweils einem Anwendungsgebiet entsprechen: Verdauung, EntwĂ€sserung, Kreislau , Nerven, Verletzungen, Hautkrankheiten, ErkĂ€ltungen.
Die bei Bauernhöfen angelegten GĂ€rten lieferten lebensnotwendige BeitrĂ€ge fĂŒr das Leben auf dem Hof. Mit dem Haus untrennbar zu einer Einheit verwachsen, lieferte das gut behĂŒtete StĂŒck Land vor dem Haus GemĂŒse, GewĂŒrze und HeilkrĂ€uter. Der Gartenboden war zu kostbar fĂŒr etwas, das nicht von Nutzen war. Selbst ungenieĂbare Blumen wuchsen weniger ihrer Schönheit wegen, sondern weil sie vom Taufkranz bis zum Grabschmuck und vom Oster-bis zum PalmssrauĂ ihren festen Platz im Leben sowie im christlichen Jahresverlauf hatten.
Die BauerngĂ€rten im SchwarzwĂ€lder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof sind nach historischen Vorbildern aus den Herkunftsregionen der HĂ€user angelegt. Neben vielerlei KrĂ€uter- und Salatarten sind eine Reihe alter GemĂŒsearten wie Pastinaken, Gartenmelde, Mangold und Markstammkohl angepflanzt.
Die Klopf- und PlötzsÀge
BienenfreistÀnder
Die HausmahlmĂŒhle / GetreidemĂŒhle
Das Mahlwerk der GetreidemĂŒhle
verschiedene Getreidearten
Der Kleiekotzer â Schutzgeist der MĂŒhle
Der Lorenzhof
MilchhÀusle
Der Brunnen, die Wasserversorgung der Schwarzwaldhöfe fĂŒr Mensch und Tier, befindet sich auĂerhalb der WohnrĂ€ume. Das Wasser wird von der Quelle durch Deucheln (Holzstammrohre) zum Brunnestock geleitet. Das Wasser flieĂt unter dem MilchĂ€usle durch in einen langen Brunnentrog, der auch als ViehtrĂ€nke genutzt wird.
Das MilchhĂ€usle ist direkt neben dem Brunnenstock ĂŒber dem Brunnentrog aufgebaut. Durch das bestĂ€ndig flieĂende kĂŒhle Wasser (Quellwasser hat eine nahezu konstante Temperatur von 3 bis 4 °C ) werden die darin aufbewahrten Nahrungsmittel (Milch, KĂ€se, Butter, MostâŠ) auch an heiĂen Sommertagen frisch gehalten. Die BehĂ€ltnisse stehen direkt im Wasser oder auf Regalbrettern.
KinzigtÀler Speicher
Bildstöcke
Bildstock am KinzigtÀler Speicher
Dieser Bildstock erinnert an ein tragisches Ereignis im jahr 1835. Die Inschrift lautet:
HIER AN DIESER TRAUERSTĂTTE FAND MICHAEL MATT, KNECHT DES PHILIPP HARTER, AM 25TEN OKTOBER 1835 ABENS ZWISCHEN 6 UND 7 UHR BEIM NACHHAUSGEHEN VON EINER KUGEL UNSCHULDIG GETROFFEN IN EINEM ALTER VON 26 JAHREN SEINEN TOD DIE TRAUERNDEN ELTERN JOSEPH MATT.
Ein bisschen abgesetzt erscheint ein zusĂ€tzlicher Name FRAN. KELLER. Auf der rechten Seite des Steins findet er sich ausgeschrieben eingemeiĂelt: FRANZISKA KELLER AUS DEM BEHRENBACH. Schriftliche Quellen ĂŒber das UnglĂŒck liegen nicht vor. Nach mĂŒndlichen Aussagen handelt es sich um einen Mord aus Eifersucht. Der getötete Knecht soll ein VerhĂ€ltnis mit einer Magd des Hofes gehabt haben und von einem Nebenbuhler erschossen worden sein.
Der sogenannte Moser-Bildstock stand ursprĂŒnglich am alten Weg zur Kreuzbergkapelle oberhalb Hausachs. Er ist aus Sandstein und reich verziert: Ein Engelskopf mit FlĂŒgeln, Zopfstab und Lilien sind zu sehen. Auf der RĂŒckseite befindet sich ein Hinweis auf den Beruf des Schumachers, ein FlöĂerstiefel mit hohem Schaft. Der Schuhmacher Conrad Moser (1694-1768), der zeitweise auch Lehrer und einer der beiden AmtsbĂŒrgermeister von Hausach war, stiftete ihn zum GedĂ€chtnis an seine verstorbene Frau Magdalena Schmider (gest. 1747).
Mittagspause im Museumsrestaurant Hofengel Salat mit gebratenen Pfifferlingen und reich garnierter Wurstsalat.
Das Effringer Schlössle
Das Effringer Schlössle stammt aus Effingen, heute ein Stadtteil von Wildberg, Kreis Calw. Nach archĂ€ologischem Befund wurden die Grundmauern vermutlich bereits im 11. Jahrhundert erbaut. Nach Verfall des ursprĂŒnglichen GebĂ€udes erfolgte ab 1379 der Ausbau zum herrschaftlichen dreistöckigen Landsitz mit Turm. In der Bevölkerung wie in den archivalischen Akten seitdem als âSchlössleâ bezeichnet. Der Turm besteht heute nicht mehr, da dieser bei UmbaumaĂnahmen â vermutlich um 1860 â entfernt wurde.
Alte KĂŒche im Effringer Schlössle
In der neuen KĂŒche â im 1960er Jahre Stil
WĂ€schekammer auf dem Dachboden
Die Hanfreibe
Die Hanfreibe gehörte zur oberen MĂŒhle in Steinach Kinzigtal. Sie wurde bis 1928/29 genutzt. 1966 wurde sie ins Museum umgesetzt.
Hanf war â wie auch Flachs (Lein), dessen Verarbeitung sehr Ă€hnlich verlief â in den mittleren Regionen des Schwarzwalds verbreitet. Aus den Fasern wurden Stoffe, SĂ€cke und Seile hergestellt, die in groĂer Zahl fĂŒr die Wald- und Feldarbeit benötigt wurden. Hanfreiben wurden von KundenmahlmĂŒhlen betrieben. FĂŒr einen Bauernhof allein hĂ€tte sich der bauliche Aufwand nicht gelohnt. Die Hanfpflanzen wurden auf den Höfen verarbeitet. Bei der Ernte riss man die Pflanzen mitsamt der Wurzel aus dem Boden. Die HanfstĂ€ngel wurden nach der Ernte zur Verrottung in einen Weiher oder auf eine Feuchtwiese gelegt, die sogenannte Reeze. Nach drei Wochen waren die holzigen Innenteile der StĂ€ngel angefault und wurden auf die Hanfdarre gebracht, die aus zwei Bruchsteinmauern und einem darĂŒberliegenden Rost bestand. Unter dem Rost wurde ein Feuer angzĂŒndet. Die HanfstĂ€ngel wurden darauf gelegt und gedarrt. Das machte den inneren Holzkern der StĂ€ngel spröde und brĂŒchig. Ziel der Hanfbearbeitung war, die Ă€uĂeren Fasern vom inneren Holzkern der StĂ€ngel zu trennen. AnschlieĂend wurden die StĂ€ngel auf der groben Hanfbreche mit einer LĂ€ngsrippe geborchen. Die spröden Holzteile zersplitterten und lösten sich. Hölzerne Restteile blieben in den Fasern hĂ€ngen. Sollte der Hanf zu Stoffen verarbeitet werden, wurde er zusĂ€tzlich auf Brechen mit mehreren LĂ€ngsrippen gebrochen. Aus den FaserbĂŒndeln drehten die Frauen Zöpfe und gingen damit zur Hanfreibe. Die Zöpfe wurden in zwei Reihen nebeneinander mit dem dickeren Ende nach unten in das runde, aus Sandstein bestehende Reibebett gelegt. Der aus Granit bestehende UmlĂ€ufer, auch Pudelstein genannt, rollte darĂŒber, zerquetschte die restlichen Holzteilchen und rieb die Hanffasern weich. Der MĂŒller erhielt von jedem gewalzten Bett einen Hanfzopf und ein festgelegtes Entgelt. Nach dem Reiben wurden die Fasern zuerst durch die Grobhechel und anschlieĂend durch die Feinhechel gezogen. Die hölzernen Teilchen und die kĂŒrzeren Fasern, das Werg, kĂ€mmte man aus. Die gehechelten Fasern wurden zu FĂ€den gesponnen und zur Weiteverarbeitung zum Weber oder Seiler gepbracht
Hanfdarre gegenĂŒber der Hanfreibe
Das Leibgedinghaus
Das GebĂ€ude wurde 1652 auf dem Neubauernhof in Gutach (300 m ĂŒ. M.) als Altenteil errichtet und wurde im Laufe der Jahre sowohl als solches genutzt als auch an verschiedene Parteien, Tagelöhner und Handwerker verpachtet. Es wurde bis 1929 von einem Schuhmacher bewohnt. 1964 erfolgte die Umsetzung ins Museum.
Die Gutacher Tracht mit Bollenhut
Alte Postkarten aus dem Schwarzwald
Bei den Postkarten hat die MarkgrÀflerin auch ihre Tracht entdeckt:
Taglöhnerhaus und InnenrÀume des Falkenhofs
Das Hotzenwaldhaus
Am spÀten Nachmittag, noch immer bei sommerlicher Hitze und nach einem eindruchsvollen Tag (es gÀbe noch viel mehr zu zeigen und zu berichten) machten wir uns wieder auf dem Heimweg.
Ein SchÀferwagen auf der Wiese vor dem Vogtsbauernhof
SchwarzwÀlder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof In unserem Urlaub daheim hatten wir im vergangenen Jahr das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof im Schwarzwald besucht. Ein lohnendes Ziel auf einem weitlÀufigen GelÀnde.