Uff und puh, höre ich euch alle stöhnen, wie Ameis-ing ist denn dieses Rezept?! Und es stimmt! Wer hatte noch nicht die heimliche Phantasie Ameisen von einem klebrigen Ast zu schlecken wie ein Zugenkuss gebender Nasenbär? Wie sinnlich die leicht feuchte Zunge über diese braunen Bollen gleitet, von denen man sich nie sicher sein kann: Schokolade, Katzenstreu oder doch winzige Kotkrumen? Gerne stelle ich mir das vor, oft im Bett auch, in den einsamen Stunden, in denen ich mich trösten möchte. An langen braunbesprenkelten Stäben zu nuckeln gibt mir immer ein Gefühl von Trost. Ich selbst möchte eine Ameise sein, einen in Nusscreme getränkten Stock entlangwandeln mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, nur der Königin und dem Bau dienen und nicht mehr denken, bloß beißen und tragen. Wenn ich also in meinem dunklen Zimmer hocke, an einem salzig-süßen Stäbchen nuckle und die Tränen getrocknet sind, dann habe ich mich so leer gelutscht, dass ich endlich so dumm wie eine Ameise bin. Guten Hunger!

















