Lissabon: Mindestens diese fĂŒnf Stadtviertel solltest Du besuchen
Die an der FlussmĂŒndung des Tejo gelegene Stadt Lissabon gehört zu den Ă€ltesten StĂ€dten Europas und weist eine reiche Kultur, zahlreiche historische GebĂ€ude und jede Menge Wahrzeichen auf. Zugleich ist die portugiesische Metropole modern, farbenfroh und kreativ, aber auch hip und trendy. Jedes der insgesamt 162 Stadtviertel besitzt seinen eigenen Charme und eigene Besonderheiten. Hier kommen fĂŒnf Stadtviertel, die man bei einem abwechslungsreichen City-Trip nach Lissabon besuchen sollte.
Baixa â Das historische Zentrum
Der Stadtteil Baixa ist das historische Zentrum von Lissabon. Er ist, anders als die anderen Stadtteile, relativ flach. Da das Viertel nach seiner fast völligen Zerstörung durch das Erdbeben von 1755 wieder aufgebaut werden musste, konnten breite PrachtstraĂen und groĂzĂŒgige PlĂ€tze angelegt werden â so ist etwa die Avenida da Liberade rund 90 Meter breit. Heute bildet Baixa das GeschĂ€ftsviertel Lissabons, wo Besucher die wichtigsten EinkaufsstraĂen finden, unter anderem die Rua Augusta. Diese verbindet die beiden bedeutendsten PlĂ€tze Baixas miteinander: den mit dem Triumphbogen Arco da Rua Augusta beginnenden Praça do ComĂ©rcio sowie den Rossio. FĂŒr Urlauber lohnt sich der Aufstieg auf den Triumphbogen mit Rundumblick ĂŒber die Stadt sowie der Besuch des Centro Interpretativo da HistĂłria do Bacalhau (Interpretationszentrum zur Geschichte des Stockfischs) und des Lisboa Story Centres.
Altstadt und Nachtleben vereint in Bairro Alto
Oberhalb von Baixa liegt das Lissabonner Stadtviertel Bairro Alto. Anders als Baixa ĂŒberstand dieses Viertel das Erdbeben zum groĂen Teil unbeschadet und zeichnet sich noch heute in erster Linie durch enge Altstadtgassen aus. Autoverkehr ist nur fĂŒr Anwohner erlaubt. Am besten ist die âOberstadtâ mit den Standseilbahnen Ascensor da GlĂłria und Elevador da Bica zu erreichen. FrĂŒher waren hier viele Zeitungen und Druckereien ansĂ€ssig, die zahlreiche Intellektuelle anzogen. Bis heute ist das Viertel geprĂ€gt durch KĂŒnstler, Kunsthandwerker und sonstige Kreative. TagsĂŒber geht es in Bairro Alto eher ruhig und entspannt zu, die vielen kleinen GeschĂ€fte laden zum Shoppen und Flanieren ein. Erst zum spĂ€ten Nachmittag hin öffnen Restaurants, Clubs, Kneipen und Bars und verwandeln Bairro Alto in ein lebendiges und hippes Partyviertel mit verschiedenen Musikrichtungen und ausgelassener Stimmung. Entlang der kopfsteingepflasterten StraĂen reiht sich eine Bar an die nĂ€chste, das wahre Nachtleben findet jedoch auf der StraĂe statt.
Der Elevador da Bica fÀhrt seit 1892 im Bica-Viertel auf und ab.
Foto: Ingo Paszkowsky
Schick und vornehm â Principe Real
Nördlich von Bairro Alto befindet sich der Lissabonner Stadtteil Principe Real. Er gehört zu den schicksten und vornehmsten Vierteln der Tejo-Metropole. Sein Bild wird primĂ€r von traditionellen StadthĂ€usern und charaktervollen GebĂ€uden geprĂ€gt, zusĂ€tzlich laden Boutiquen und gehobene Restaurants zum Shoppen sowie Verweilen ein. Mitten im Viertel Principe Real befindet sich ein romantischer Park. Der 1863 angelegte Jardim do PrĂncipe Real ist ein urbanes Refugium mit einem riesigen schirmartigen Zedernbaum. Die Ăste des Baumes werden mit Spezialkonstruktionen an Ort und Stelle gehalten, wodurch sie einen natĂŒrlichen Schirm gegen die Sonne formen. Und wer auf dem Miradouro SĂŁo Pedro de AlcĂąntara der Sonne beim Untergehen zusieht, dem bietet sich von hier aus freie Sicht bis zum gegenĂŒberliegenden alten Lissabon mit dem Castelo de SĂŁo Jorge und den engen Gassen des Stadtteils Alfama.
Rechts im Hintergrund das Castelo de SĂŁo Jorge. Foto: Ingo Paszkowsky
Im Westen Lissabons liegt das Altstadtviertel Chiado. Es zĂ€hlt zu dem kulturellen Zentrum der portugiesischen Metropole. Hier versammelten sich einst Literaten und KĂŒnstler wegen der vielen Verlage und Redaktionen. Auch befindet sich hier die Ă€lteste Buchhandlung der Welt, die Livraria Bertrand. Zu den Ă€ltesten CafĂ©s der Stadt zĂ€hlt auch das CafĂ© A Brasileira. Hierhin kamen die portugiesischen Schriftsteller Fernando Pessoa, Aquilino Ribeiro und Alfredo Pimenta, um Gedanken auszutauschen und Inspiration zu kriegen. Fernando Pessoa sitzt als Bronzestatue immer noch drauĂen auf der Terrasse, jederzeit bereit, um ein Foto mit Urlaubern zu schieĂen.
Die Mitfahrt in den historischen StraĂenbahnen ist bei Touristen Ă€uĂerst begehrt / Foto: Ingo Paszkowsky
Ăltester Teil Lissabons und hohe Dichte an SehenswĂŒrdigkeiten â Alfama
Der Ă€lteste Stadtteil Lissabons, Alfama, wurde auf einem der sieben HĂŒgel erbaut. Das einstige Herz von Lissabon hat verwinkelte und enge Gassen, die zum höchsten Punkt mit einer tollen Aussicht ĂŒber die Stadt fĂŒhren, dem Castelo de SĂŁo Jorge. Die historische StraĂenbahnlinie 28E schlĂ€ngelt sich quer durch Alfama hinauf bis hoch zur Burg. Arabische EinflĂŒsse prĂ€gen das Viertel, was auch heute noch sichtbar ist. Denn das Viertel blieb von dem Erdbeben vornehmlich verschont, wodurch zahlreiche SehenswĂŒrdigkeiten und historische Zeugnisse die Zeit ĂŒberdauern konnten. So ist Alfama der ursprĂŒnglichste und traditionellste Stadtteil Lissabons und weist die höchste Dichte an SehenswĂŒrdigkeiten auf. Neben dem Castelo de SĂŁo Jorge gehört etwa die Catedral SĂ© Patriarcal, die Ă€lteste Kirche Lissabons, zu den wichtigsten DenkmĂ€lern der Vergangenheit. Sehenswert ist auch der Largo das Portas do Sol (Platz des Sonnentors). Dort stand frĂŒher eines der sieben Stadttore, die in die arabische Alfama fĂŒhrten. Von dort genieĂen Besucher eine herrliche Aussicht ĂŒber die Stadt und den Fluss Tejo.
Quelle: Turismo de Lisboa
Titelfoto / Der Triumphbogen der Rua Augusta ist seit August 2013 begehbar. Foto: Ingo Paszkowsky