Keine falsche Scham bei Geschlechtskrankheiten
Beim Thema Geschlechtskrankheiten existiert ein PhĂ€nomen, bei welchem Stolz oft wichtiger ist als die eigene Gesundheit. Die Rede ist dabei natĂŒrlich davon, dass viele Menschen auf einen Arztbesuch verzichten, da sie sich fĂŒr ihre Krankheit schĂ€men. Das groĂe Problem ist dabei jedoch, dass Geschlechtskrankheiten hĂ€ufig nicht von alleine verschwinden, unbehandelt chronisch werden und sich nach einiger Zeit nicht nur auf den Genitalbereich beschrĂ€nken, sondern auch in anderen Teilen des Körpers ihr Unwesen treiben. In kurzen Worten: Es tritt keine Selbstheilung auf und die Krankheit wird von Tag zu Tag schlimmer.
Das Traurige ist dabei, dass die Behandlung von Geschlechtskrankheiten meist ganz einfach mit Hilfe eines Antibiotikums erfolgen könnte. An dieser Stelle sollte sich jeder Mensch die Frage stellen, ob er eine Zerstörung des zentralen Nervensystems (Beispiel: Syphilis im Endstadium) bevorzugt, oder doch eher eine Sekunde der Scham beim Facharzt.
Ărzte kennen immer schlimmere FĂ€lle
Ărzte behandeln ĂŒber den Tag verteilt zahlreiche Patienten. Insbesondere Urologen bzw. GynĂ€kologen werden dabei natĂŒrlich immer wieder mit denselben Problemen und Krankheiten konfrontiert. Wie hoch ist dabei die Wahrscheinlichkeit, dass man der klassische âschlimmste Fallâ ist, den der Arzt oder die Ărztin zum ersten Mal in ihrer Berufslaufbahn sieht? Sehr gering â jedoch: Je lĂ€nger man wartet, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit.
Ganz gleich wie ekelerregend oder abstoĂend die Symptome sind: Ărzte sind dafĂŒr da, um diese zu behandeln. Diese Chance sollte man nutzen.
Ărztliche Schweigepflicht
Des Weiteren gibt es bei Ărzten so etwas wie die Ă€rztliche Schweigepflicht. Das heiĂt, dass sie nicht privat oder sonst irgendwo ĂŒber ihre FĂ€lle sprechen dĂŒrfen. Selbst wenn der Arzt ein Freund der Patientin ist und beide bei Bier auf einer Grillparty eingeladen wurden, darf der Arzt sich nicht ĂŒber die Krankheiten der Patientin auslassen. Sonst droht im schlimmsten Fall ein Strafverfahren.
Das Internet als Alternative?
GrundsÀtzlich können heutzutage so gut wie alle Medikamente im Internet bestellt werden. Dabei benötigt man bei rezeptpflichtigen Medikamenten allerdings ein Rezept. Dieses besorgt man sich entweder beim Haus- bzw. Facharzt und scannt dieses ein, oder aber man nutzt eine sogenannte Ferndiagnose.
Ferndiagnosen funktionieren grundsĂ€tzlich Ă€hnlich wie ein normaler Arztbesuch. Der Arzt stellt verschiedene Fragen und geht dabei auf die Probleme des Patienten ein. Die Fragerei geschieht in diesem Fall allerdings per Fragebogen, der gemĂŒtlich am Rechner ausgefĂŒllt und abgeschickt wird, und nicht persönlich.
Der ausgefĂŒllte Fragebogen wird dann an einen regulĂ€ren Arzt weitergeleitet, sodass sich dieser dem Problem des Patienten widmen kann. Wenn er findet, dass der Patient das Medikament benötigt, dann stellt er das Rezept aus â obwohl er den Patienten noch nie zuvor von Angesicht zu Angesicht gesehen hat.
Hierbei handelt es sich um eine legitime Sache, die in der EU von tausenden von Menschen pro Tag genutzt wird â meist bei Medikamenten bzw. Krankheiten, bei denen man sich schĂ€mt zum Hausarzt zu gehen. Erektionsstörungen sind hierbei der unbestrittene Klassiker.
Ich persönlich habe bereits selbst einmal Medikamente im Internet bestellt, wobei ich an dieser Stelle nicht sagen möchte welche und fĂŒr welche Krankheit. ;) Damals habe ich die Website ferndiagnose.org benutzt und war hochzufrieden. Es gibt sicherlich auch noch andere gute Versandapotheken, allerdings bestelle ich nicht so oft Medikamente im Netz.