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Wo befindet sich der, der ein Orakel erfindet (allererst erzeugt)?
Ăhnlich: eine Religion, Welten, die RealitĂ€t, sich, âŠ
AuĂerhalb? Aber was heiĂt auĂerhalb?
styofa doing anything
Alisa U Zemlji Chuda

â
i don't do bad sauce passes
Claire Keane
DEAR READER
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@problemantik
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Wo befindet sich der, der ein Orakel erfindet (allererst erzeugt)?
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AuĂerhalb? Aber was heiĂt auĂerhalb?

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Entzweckung als Stategie.
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Wirtschaft als Orakel. Erwartungen glaubhaft erzĂ€hlen, damit sie sich ökonomisch realisieren; sie endlich tun, sei es tatsĂ€chlich â oder auch nicht.
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⊠Abgrund vor dem Absprung âŠ
[Wohlverstanden: die dĂŒnne Membran gegen die von der einen Seite der innere, von der anderen der Ă€uĂere Abgrund Welt andrĂ€ngt zum Sprung â hochgespannt, hoch gespannt, die zwei Tiefen grundlos aneinandergrenzend zur Folie unserer oberflĂ€chlichen Meethings.
Das VerhĂ€ltnis der Wissenschaft zu dieser Membran ist Prognose, die Muster, die Haltbarkeit; das der Kunst ist das Dort-Sein, das dort sein. Was Rodins Denker rettet, ist seine Faszination. Sie balanciert den beidseitig anbrandenden Druck aus und hebt ihn auf: das Moment der PrĂ€senz. Jeden Moment könnte die Membran zerreiĂen, sie reiĂt nicht | (noch nicht).
Der Denker ĂŒber dem Höllentor, man beachte das Brett, vorgeschoben zu Sprung und Fall. Man beachte seine Tatkraft. Anspannung. Abwarten. Ruhe kann manâs nicht nennen. Drei Sekunden Gegenwart. Rodins non-finito.
Kurz was Allegorie: die zweiköpfige Schlange, sich paradox in beide Richtungen selbst verschlingend. Der Abgrund in den Abgrund gleitend. Der Denker springt.
Das ist der Fall.
Hesiod war dort, berĂŒhrte die hauchdĂŒnne Haut des Schlangeneis von beiden Seiten, musengeleitet kam er zurĂŒck und kannte Chaos, SphĂ€re und Eros.
DaĂ wir diese Membran sind!
Wenn die Membran dĂŒnn wird, poröser, Melancholie, Angst, die sich aufbĂ€umt, das Leben. Manchmal spĂŒrt man, die AbgrĂŒnde sich berĂŒhren. Die TragfĂ€higkeit des Nichts. Das Bild der Seifenblase, das des Achats.
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Ich bin jedesmal fasziniert von dem GedrĂ€nge am Ufer, der Abbruchkante eines afrikanischen Flusses, der Abbruchkante antarktischen Eises, die Gnus, die Pinguine â der Kameramann in sicherer Entfernung, Tele â sie strĂ€uben sich, sie stemmen sich gegen die von hinten anstauenden: unten lauern die Krokodile, die Orcas. Und dann springen die ersten.
Nicht immer sind diese die Opfer der Herde an den Zug der Ziele. Die ersten, die am Rande, die letzten.
Heiligkeit. Es gibt die, die alles zugleich sind, erste, letzte und daneben.

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Eine Entzugserscheinung
Orakel x Performance x Erwartungen x RealitÀt
RealitÀt x Erwartungen x Performance x Orakel
[weiterbloggen
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Das Vockerode-Projekt: âLandschaft Plan Vorstellungâ absorbiert mich derzeit, bis mindestens November. Ich mĂŒĂte dringend hier die vierte Campagne einsetzen. Mmhm, wird schon âŠ
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Denker von Rodin, soziale Plastik â
er antwortet nicht. Fragt man ihn, was er denkt?
Ist, was frĂŒher Hölle war, heute die Zukunft?
Abgrund vor dem Absprung.
Wir leichtfertigen nicht anders.
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Einen Stein ins Wasser werfen, schauen, was passiert. Ich setze AnfĂ€nge, wir setzen, mindestens sehe ich mich in Serien, VerlĂ€ufen von AnfĂ€ngen, einen Stein ins Wasser, besser Kiesel ĂŒber den See, Wellenspuren, unter jedem Aufschlag entsteht ein anderes GewĂ€sser, aus jeder Konzentrik entspringen andere anders springende Kiesel, vielleicht neu. Blasenkammern spielen, die Diagramme von Feynman expandieren aus dem Labor, Konsequenzenauslöser in freier wilder Bahn anfĂ€nglich Vakuumfluktuation jedes Mal wieder. Wechselwirkungen, aber keine springt rĂŒckwĂ€rts alle gewandt. Manchmal eine Spiegelung am Gewesenen, manchmal eine Reflexion Weiterdenken, BewuĂthaben vergeht, wenn es selbst nicht mitspringt. Es mit Wörtern versuchen, mĂ€chtiger, mit Anwesenheiten. Auftauchen, auftauchen, auftauchen. ââ Möglichkeitsmodi. Rohrschachwirkungen, Allegoresen.
Gestern hatten wir unsere vierte Sitzung, die letzte Kampagne der Serie. Vier aus endlos vielen möglichen Konferenzen. Wiederaufnahmen kann es geben. Die Aufarbeitung des Fundus wird es geben, Edition (geplant, in Arbeit), Exhibition (je Gelegenheit), Wandlungsformen des Erlebten. Der Blog hier wird aufnehmen, was einfÀllt. Die Orakelerregung ist noch aktiv und generiert noch. Das Team ist eingespielt. Als nÀchstes treffen wir uns zum gemeinsamen Essen, Bernd kocht.
Ein Hinweis auf Bernds webSeite: comac; einer auf Hansâ webPrĂ€senz:
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Abbau im Regen, Abbau â Abbruch
Tee kalt gewĂ€ssert, regenatĂŒrlich

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Isobaren. Wenn man mitten im Schauer den Wetterbericht befragt, die Wetterkarten, Hochs und Tiefs, ungleicher Druck.
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Ich glaube nicht an Kausalketten. Die sind kindisch, wie jene warum-warum-Fragen, mit denen die Kleinen ihre Eltern nerven. Jaja, es geht ewig so weiter, aber eben dann doch nicht. Man wird erwachsen und merkt, daà Wirklichkeit sich anders organisiert, und KausalitÀt nur ein Mittel ist, sich Orientierung zu verschaffen.
Unsere Treffen wurden, was die Orte angeht, teils mittels eines Zufallsverfahrens, teils pragmatisch bestimmt. Unsere Terminkalender voller Alltagspragmatik und der Zufall eines MiĂverstĂ€ndnisses, dessen Quelle ich war, bestimmten die zeitliche Anordnung. Einmal festgelegt erweisen sich die Verabredungen als erstaunlich stabil. Wir suchen lieber neue Formen fĂŒr das Ritual, so es denn auf diese Weise noch eines sein kann, als daĂ wir einen Termin umsetzen oder wiederholen. Die Ăbereinstimmung der Termine, der Aufwand und die Motivation dazu, resultiert aus komplexen Vorgaben, und bringt eine eigene Kostbarkeit hervor. DemgegenĂŒber erscheinen die OrakelgesprĂ€che beliebig, in der offenen, unerfĂŒllten Weite ihres Möglichkeitsraumes hohl, und in ihrem Mangel an Struktur und Relevanz unbedeutend. Soetwas wirkt zu leicht, um irgendein Beharren zu rechtfertigen. Wo ist der Erkenntnisgewinn, nicht etwa schon in den VorĂŒberlegungen abgeschlossen? Der Plan, das Konzept, drĂ€ngt sich nach vorn, der Sockel will die Plastik dominieren. Bodenhaftung setzt sich von jener FlĂŒchtigkeit ab, die ephemer und unwiederholbar gerade schon nicht mehr ist. Wem nutzen die MĂŒhen der Dokumentationen, Relikte, Bild- und Tonmechaniken, öffentlichkeitswirksame Berichte? Wie schon diese Worte beschweren. Wie sehr sie dennoch infiziert sind. Wie sehr sie schon wolkig verrĂŒckt um ihren miĂglĂŒckten Wert zu kĂ€mpfen meinen, und doch nur ein Ausatmen sind in der KĂ€lte â und fliegen den Gedanken hinterher. Die Gangway, die man einholt, wenn das Schiff das Ufer verlĂ€Ăt. BewuĂtsein kommt immer nach.
Die Reise geht vor.
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Bosch Weltbrutkasten
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DrauĂen trocknet der Schirm. Heute. Gestern, 27.8.2015:
Wir bauten auf, richteten ein, Hans kam, Achim kam, Nachbarn kamen fragen, was sei (ârote Rosenâ?); zehn vor vier fing es an zu regnen, Punkt vier flohen wir ins Auto, Wolkenbruch. Drei nach, dieses Photo. Bis dahin hatten wir noch Hoffnung. Der Schirm, ein Sonnenschirm, grobmaschig, wĂ€re gegen leichten Niesel noch ein Schutz gewesen, jetzt war darunter ein SprĂŒh von durch die Poren gesiebter Tropfen. Alles naĂ.
Danach regnete es sich ein.
Was tun?
Hart bleiben, heldenhaft durchnĂ€Ăt 60 Minuten fröstendes GesprĂ€ch ĂŒber nassem Tischtuch nassem Papier. Immerhin heiĂer im Sturmkocher hergestellter Orakeltee? Schwimmende BlĂ€ttchen, suppende Teeflecken. ExpeditionsgemĂŒtlichkeit, entsprechend die GesprĂ€chigkeit, entsprechend die GesprĂ€che.
Abbrechen, sangundklanglos einpacken, verschwinden. Astronomen machen ebensolche Erfahrungen mit Wolken, der Himmel nicht zu sehen, das Orakel verbleibt unbefragt. Drei statt viermal. Eine LĂŒcke, egal, so kann es kommen.
Ersatztermin. Nö. MiĂbehagen, zuviel Organisation fĂŒr zuviel Durcheinander, kein SpaĂ beim Deuten. Tote Pferde soll man nicht reiten.
Bernd hat die Idee, die nassen Papiere mit Tee zu versehen. Den Schirm nehmen wir weg, der Regen, der nun auch von den BĂ€umen fĂ€llt, weicht die trockenen BlĂ€ttchen kalt und zieht Farbe. So geht es auch. Implikationen âŠ, ja so geht es auch. Jedenfalls diesmal.

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Heute die dritte Kampagne. Tee muĂ neu angemischt werden. Das Photo zeigt das Rezept.
Das Wetter ist regnerisch, ich werde den groĂen Schirm mitnehmen. Der Weg zum Arbeitsplatz ist heute etwas weiter, wir werden eine Karre brauchen.
Wir sind ab 15:30 in der Apfelallee, vorderer Teil.
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Ach ja, es hat gestern trotz einer 80% Vorhersage nicht geregnet. Gegenteil, Sonne.